Stuttgart & Region

Stuttgart: Sechs Teilnehmer einer AfD-Kundgebung angegriffen und verletzt

Querdenker-Demo
Ein Mann trägt auf einer Demonstration ein Schild mit einem durchgestrichenen «Impflicht»-Schriftzug. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild © Christoph Schmidt

Stuttgart (dpa/lsw) - Sechs Menschen sind in Stuttgart bei einem Angriff von zunächst unbekannten Tätern verletzt worden. Mehr als zehn mutmaßliche Angreifer hätten am Samstagabend im Bereich des Neuen Schlosses eine Gruppe aus 13 Personen attackiert, teilte eine Sprecherin der Polizei am Sonntag mit. Sechs Menschen seien dabei durch Schläge und Reizgas leicht verletzt worden.

Die Verletzten sollen an AfD-Kundgebung teilgenommen haben

Die Angegriffenen hatten nach eigener Aussage zuvor an einer AfD-Kundgebung teilgenommen. Nach der Veranstaltung gingen die Männer und Frauen laut Zeugenaussage in ein Lokal am Schlossplatz. Als sie von dort aus zu einem Parkhaus gehen wollten, seien sie angegriffen worden. Da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz übernommen, sagte die Polizeisprecherin. Die unbekannten mutmaßlichen Angreifer seien geflüchtet, bevor die Beamten eingetroffen seien.

Die Täter sollen nach Angaben der Angegriffenen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. Eine der Beteiligten sei eine Frau gewesen. Die Täter trugen demnach dunkle Kleidung und Mund-Nasen-Schutz oder Tücher über dem Gesicht.

Am Samstag fanden in der Innenstadt von Stuttgart mehrere Demonstrationen statt. Neben Veranstaltungen von AfD und Linken wurden mehrere Versammlungen der sogenannten Querdenken-Bewegung zugeordnet.

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