Stuttgart & Region

Stuttgart: Verdacht des Einschleusens von Ausländern und Schwarzarbeit

Polizei
Symbolfoto. © ZVW/Gabriel Habermann

In Stuttgart ist am Dienstag (05.07.) ein 34-Jähriger einem Haftrichter vorgeführt worden, weil er und eine weitere Person in Verdacht stehen, Nicht-EU-Ausländer nach Deutschland geschleust und zur häuslichen Pflege illegal vermittelt zu haben.

Wie die Polizei mitteilte, haben Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart Durchsuchungsmaßnahmen in 13 Bundesländern durchgeführt. Die Ermittlungen richten sich schwerpunktmäßig gegen zwei Männer, die Pflegepersonal aus Bosnien und aus Serbien vermittelt haben sollen, welches in Deutschland nicht über entsprechende Arbeitsgenehmigungen verfügen.

34-Jähriger wurde festgenommen

Die Arbeitskräfte sollen dabei mutmaßlich über Monate in sogenannten "Rund-um-die-Uhr-Schichten" im Haushalt der zu pflegenden Personen eingesetzt worden sein. Für ihre Arbeit sollen die Pflegerinnen und Pfleger Arbeitslöhne in Höhe von 1.500 bis 2.000 Euro pro Monat erhalten haben. Im Rahmen der heutigen Maßnahmen wurde einer der Beschuldigten festgenommen. Der 34-Jährige deutsche Staatsangehörige wird einem Haftrichter vorgeführt. Bei den Durchsuchungen und Zeugenbefragungen in bundesweit 109 Objekten waren neben 400 Zollbeamten auch Beamte der Bundespolizei im Einsatz. Die Ermittlungen dauern an.