Stuttgart & Region

Ukraine-Krieg: Wie Stuttgart mehr Platz für Geflüchtete schafft

Rathaus Stuttgart
Symbolfoto. © Alexandra Palmizi

Die Stadt Stuttgart hat ihre Unterbringungs-Möglichkeiten für Menschen, die Schutz vor dem Krieg in der Ukraine suchen, ausgeweitet. Zur Erstaufnahme werden ab sofort auch die Jugendherberge in Bad Cannstatt sowie weitere Hotels und Herbergen in der Innenstadt genutzt. Auch freie Plätze in den bestehenden Flüchtlingsunterkünften sollen genutzt werden, wie es in einer Mitteilung aus dem Rathaus heißt. 

„Die Stadt will helfen und viele Menschen in unserer Stadt wollen helfen. Wir werden jetzt erst mal alles daransetzen, die aus der Ukraine ankommenden Menschen angemessen unterzubringen und sie wenn nötig medizinisch zu versorgen“, sagte OB Frank Nopper nach einer Sitzung des städtischen Koordinierungsstabs Ukraine am Dienstag (08.03.). Die Stadt könne nun ad hoc über 1.000 Menschen unterbringen, wie Bürgermeister Thomas Fuhrmann ausführte. Der Verwaltung liegen weitere Angebote leerstehender Hotelzimmer vor, die bei Bedarf sofort genutzt werden können.

Plattform wird eingerichtet

Zudem seien auch zahlreiche Angebote für die Unterbringung in Privatwohnungen eingegangen. Diese werden aktuell geprüft und auf einer Plattform eingestellt. "Auf diese Plattform sollen ehrenamtlich Engagierte zugreifen können, um Wohnungen an Bedürftige zu vermitteln", heißt es weiter. 

„Die Lage wird zusehends dynamischer. Allein im Dienstleistungszentrum für Flüchtlinge in der Jägerstraße haben sich heute 30 Menschen eingefunden. Von 45 weiteren Geflüchteten wissen wir – es werden täglich mehr“, sagt die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration Alexandra Sußmann.

Nach derzeitigem Stand müsse man täglich mit rund 60 bis 100 Flüchtlingen aus der Ukraine rechnen. Aktuell stehe die Unterbringung in Herbergen und Hotels als Sammelunterkünfte im Fokus, in einem zweiten Schritt sollten auf die von Bürgerinnen und Bürgern angebotenen Wohnungen zurückgegriffen werden und nur im Notfall auf Sport- und Versammlungshallen. 

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