Stuttgart & Region

Volksfest-Bilanz: Mehr Besucher, weniger Straftaten

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Symbolbild © Joachim Mogck

Stuttgart. Die Polizei Stuttgart und das Innenministerium haben nach 17 Tagen Volksfest eine postitive Bilanz gezogen. Die Straftaten sind deutlich gesunken bei steigenden Besucherzahlen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Montag.

 

Die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten ist im Vergleich zum Jahr 2017 um etwa acht Prozent gesunken. Insgesamt nahmen die Beamten der Wasenwache in diesem Jahr rund 860 (2017: 930) Strafanzeigen auf. Die Mehrzahl der Delikte waren Körperverletzungen (264). 84 Fälle von Beleidigungen wurden angezeigt, in genauso vielen Fällen Diebstähle. Es gab rund 40 Prozent weniger Verstöße gegen das Waffengesetz (15 Fälle). Außerdem wurden 23 Sachbeschädigungen und 35 Verstöße gegen die Polizeiverordnung angezeigt. 

Im Vorjahr waren 15 Sexualstraftaten zur Anzeige gebracht worden, in diesem Jahr waren es nur noch 13. Die Zahl der Drogendelikte ist von 114 auf 135 gestiegen, was aber auch auf die erhöhten Kontrollen der Polizei zurückzuführen ist. "Täglich sind zwischen 120 und 180 Beamten im Einsatz - das ist eine enorme Kraftanstrengung", wird Polizeipräsident Franz Lutz zitiert. "Die sinkenden Straftaten insgesamt zeigen, dass unser Sicherheitskonzept aufgeht", lobte Innenminister Thomas Strobl den Einsatz der Stuttgarter Polizei.


Straftaten im Bundespolizei-Bereich gestiegen

Die Gesamtzahl der Straftaten mit Volksfest-Bezug sind im Bereich der Bundespolizeiinspektion auf 82 Fälle angestiegen. Im Vorjahr waren es nur 57 Fälle gewesen. Im Fünfjahresvergleich liegt das Aufkommen an Straftaten laut Bundespolizei auf dem Höchststand.

Knapp ein Drittel aller Straftaten waren Körperverletzungsdelikte. Hier gab es im Vergleich zu 2017 einen Anstieg von 22 auf 26 Fälle. Die Zahl der angezeigten Beleidigungen hat sich auf 14 verdoppelt. In neun Fällen (Vorjahr: fünf) wurden Diebstähle bei der Bundespolizei angezeigt.

Neben den Straftaten hatten die Beamten im Bereich des Bahnhofs mit vielen Ordnungsstörungen zu tun. Viele Reisende liefen über die Gleise. "Nur durch Glück kam es zu keine Personenunfall", erklärt Polizeioberrätin Julia Buchen.