Stuttgart & Region

Wasenbesucherin läuft mit 2 Promille auf die Gleise

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Stuttgart-Bad Cannstatt. Eine 22-Jährige ist nach ihrem Frühlingsfestbesuch in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch (01.05.) am Cannstatter Bahnhof auf die Gleise gelaufen. Der Lokführer einer S2 musste eine Gefahrenbremsung einleiten. Die Frau stand mit 2,0 Promille unter erheblichem Alkoholeinfluss. 

Ersten Erkenntnissen zufolge war die Frau gegen 23.50 Uhr vom Bahnsteig 2 über die Gleise auf den Bahnsteig 1 gelaufen, um die S-Bahn zu erreichen. Der Lokführer gab einen Achtungspfiff ab und musste eine Gefahrenbremsung einleiten. Mitarbeiter der Deutschen Bahn zogen die Frau währenddessen mit beiden Händen aus dem Gleisbereich. Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die in Stuttgart wohnenden deutsche Staatsangehörige wegen des Verdachts des gefährlichen Eingrifss in den Bahnverkehr.

Gefahr wird oft unterschätzt

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei in einer Pressemitteilung am Donnerstag vor den Gefahren bei unbefugten Aufenthalten im Gleisbereich. "Besonders im Zusammenhang mit dem Stuttgarter Frühlingsfest versuchen viele Reisende die Gleise zu überschreiten, um beispielsweise ihren Zug zu erreichen oder abzukürzen. Die hieraus resultierende Lebensgefahr wird oftmals unterschätzt", erklärt die Bundespolizei. Die Züge können je nach Windrichtung oft erst sehr soät wahrgenommen werden. Ein Zug, der sich mit 160 km/h nähert, benötigt für eine Strecke von 100 Metern gerade einmal 2,2 Sekunden. Der Bremsweg beträgt mehrere hundert Meter. Zudem wird die Sogwirkung von vorbei- und ausfahrenden Zügen meist nicht bedacht.

"Die weiße Linie an Bahnsteigen markiert den Sicherheitsabstand zum Gleis und ist in jedem Fall einzuhalten", so die Polizei weiter. Vielen Personen sei nicht bewusst, dass auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes ein Zugverkehr (zum Beispiel durch Sonder- oder Güterzüge) stattfindet.