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Wieder Gewalt gegen Polizisten im Raum Aalen

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Symbolfoto. © Gabriel Habermann

Aalen. Wieder hat es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen Gewalt gegen Polizeibeamte gegeben. Am Sonntag war es in Aalen zu gleich zwei Vorfällen gekommen. Polizeipräsident Roland Eisele sprach von einer Verrohungstendenz in der Gesellschaft.

Die Polizei war in der Nacht zum Sonntag zu einer Discothek ausgerückt, weil dort der Türsteher beleidigt worden war. Zwei Brüdern im Alter von 28 und 29 Jahren wurde ein Platzverweis erteilt. Dem kamen die Brüder nicht nach und beleidigten die Beamten mehrfach. Der 29-Jährige spuckte auf die Beamten. Ein Polizist wurde im Gesicht, ein anderer an der Jacke getroffen. Als sie ihn daraufhin in Gewahrsam nahmen, wehrte er sich. Sein 28 Jahre alter Bruder und eine 22-Jährige wollten den Mann aus dem Polizeigewahrsam befreien. Alle drei Personen wurden schließlich von den überwältigt und in Gewahrsam genommen. Ein Beamter wurde dabei durch Schürfwunden und Prellungen leicht verletzt.

Die Brüder mussten die Nacht in einer Polizeizelle verbringen. Die 22-Jährige wurde ihrer Mutter übergeben. Die Ermittlungen dauern an. Der 29-Jährige muss mit einem Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte rechnen. Dem Bruder und der Begleiterin drohen unter anderem ein Verfahren wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Polizeibeamte.

20-Jährige greift Mutter und Polizisten an

Am Sonntagnachmittag kam es dann in Aalen zu einem weiteren Vorfall. Eine 20-Jährige hatte zuerst ihre Mutter und dann einen Polizisten angegriffen. Die psychisch auffällige Frau war mit ihrer Mutter in Streit geraten und hatte sie am Hals gepackt. Nachdem eine Streifenbesatzung in die Wohnung gerufen wurde, fasste die Frau einem Beamten ins Gesicht und versuchte sich, unter anderem mit Fußtritten, den Polizisten zu widersetzen. Sie wurde aufgrund ihres psychischen Zustandes vom Rettungsdienst in eine Fachklinik gebracht.

Polizei prüft Schadensersatzansprüche

In den vergangenen Tagen war es wiederholt zu Vorfällen mit verletzten Polizisten gekommen. Unter anderem war eine junge Polizistin am Donnerstag in Welzheim durch einen betrunkenen Autofahrer schwer verletzt worden. In Schäbisch Hall waren am Montag zwei Polizisten durch Flaschenwürfe verletzt worden. 

Polizeipräsident Roland Eisele hatte sich bereits vergangene Woche zu derartigen Vorfällen geäußert: "Diese gewalttätigen Übergriffe zeigen einmal mehr die zunehmenden Verrohungstendenzen in unserer Gesellschaft. Wir werden sie mit aller Konsequenz strafrechtlich verfolgen und stehen in engem Austausch mit der Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus werden wir auch Schadensersatzansprüche prüfen."