VfB Stuttgart

Sven Mislintat arbeitet zunächst im Hintergrund

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Auf den neuen VfB-Sportdirektor Sven Mislintat wartet ein ganzer Berg Arbeit. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Am Mittwoch hat Sven Mislintat seine Aufgabe als Sportdirektor beim VfB Stuttgart begonnen. Der ehemalige Chefscout des BVB soll sich zusammen mit Vorstand Thomas Hitzlsperger um den neuen Trainer und den Kader kümmern. Vorerst aber fernab der Öffentlichkeit.

Natürlich hat Sven Mislintat auch ein Büro in der Mercedesstraße 109. Am 1. Mai hat der in der Branche hoch geschätzte 46-Jährige auch offiziell als neuer Sportdirektor des VfB Stuttgart angefangen - aber für die Mannschaft, die Fans und die Medien soll sich in den wichtigen letzten Wochen des Abstiegskampfes in der Fußball-Bundesliga nichts ändern. Selbst Interimstrainer Nico Willig hatte bis Donnerstagmittag noch kein längeres Gespräch mit ihm. Ob der Mann, der aus seiner Zeit als Chefscout von Borussia Dortmund den Beinamen "Diamantenauge" hat, im VfB-Clubzentrum oder am Trainingsplatz ist oder nicht, soll keine Rolle spielen.

Mislintat soll künftig die Medienarbeit rund um die VfB-Spiele übernehmen 

Am Samstag bei Hertha BSC (15.30 Uhr / ZVW-Liveticker) wird also erneut Sportvorstand Thomas Hitzlsperger bei Bedarf vor dem Anpfiff mit den Reportern von Sky sprechen und nach der Partie vielleicht ein paar einordnende Sätze in der Kabine oder der Mixed Zone sagen. Mislintat wird allenfalls auf der Tribüne zu sehen sein, wahrscheinlich aber nicht mal das. Bis er wirklich in der Öffentlichkeit auftaucht, dauert es.

"Die offizielle Vorstellung von Sven Mislintat erfolgt im Rahmen einer Pressekonferenz im Mai", hieß es bei der Bekanntgabe des Coups vor drei Wochen. In diesem Fall heißt das wohl Ende Mai. Bis dahin will sich der Familienvater öffentlich nicht äußern, auch nicht mittelbar durch einen Sprecher des VfB Stuttgart.

Erst nach dem Ende dieser nervenzehrenden Spielzeit mit der wahrscheinlichen Verlängerung in der Relegation wollen Hitzlsperger und Mislintat ihre Rollen nach außen hin sichtbar tauschen. Dann soll der Mann mit den blonden Haaren und einem Haus in seiner Geburtsstadt Kamen eng an die Mannschaft rücken und auch die Medienarbeit rund um die Spiele des VfB übernehmen. Bis dahin arbeitet Mislintat - so, wie er das in den vergangenen Wochen auch schon vor dem offiziellen Start gemacht hat - im Hintergrund an der Verpflichtung des neuen VfB-Trainers und am Kader für die kommende Saison.

Exzellenter Ruf als Entdecker von Talenten

Mislintat muss dabei gemeinsam mit Hitzlsperger und dem künftigen Coach entscheiden, ob die auslaufenden Verträge der Routiniers Andreas Beck, Dennis Aogo und Kapitän Christian Gentner verlängert werden. Auch die Perspektive anderer Profis, darunter sicher Holger Badstuber (Vertrag bis 2021), Mario Gomez (2020), Chadrac Akolo (2021) und Pablo Maffeo (2023) steht auf dem Prüfstand.

Noch spannender als die Entscheidungen bei Spielern, die bereits in Stuttgart sind, ist, welche Profis der VfB demnächst verpflichtet. Denn wie schon Michael Reschke hat auch Mislintat einen exzellenten Ruf als Entdecker von bis dahin weitgehend unbekannten Talenten. Dortmund holte wegen ihm Shinji Kagawa für rund 350 000 Euro aus der zweiten japanischen Liga und verhalf Robert Lewandowski zu einer Karriere als Weltklassestürmer.

Zwar kommt auch Mislintat - wie Reschke - nun erstmals in eine Position, die öffentlicher Kritik ausgesetzt sein wird. Er hat in der Konstellation mit ihm als Sportdirektor und Hitzlsperger als Sportvorstand aber dennoch eine andere Ausgangssituation. Bemerken werden das die meisten aber erst nach dieser Saison.


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