Bestattungen Duhm

Ein Monat des Gedenkens

Kerzenlicht, damit die Trauer zur Ruhe kommt.
Kerzenlicht, damit die Trauer zur Ruhe kommt. © Duhm Bestattungen Winnenden

Die Tage sind kürzer, das Licht häufig trüb und grau und die Bäume verlieren ihre letzten Blätter. Die liturgischen Lesungen der evangelischen Kirche werden in den letzten Sonntagen des Kirchenjahres mit den „letzten Dingen“ verbunden: Mit den Themen „Tod“, „Jüngstes Gericht“ und „Ewiges Leben“.

Totensonntag: Seit 1816

Am 21. November ist Totensonntag. An diesem „Ewigkeitssonntag“ wird der Verstorbenen gedacht. Für viele Menschen ist ein Trauerfall im persönlichen Umfeld noch ganz frisch, die Art des Abschiednehmens war anders - durch Corona gab es keine Berührungen, stattdessen Auflagen und Distanz. Der Totensonntag wurzelt in der Zeit von König Friedrich Wilhelm III von Preußen. Er erklärte am 25. November 1816 für die evangelische Kirche in den preußischen Regionen den letzten Sonntag vor dem ersten Advent zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“. Bis heute ist der Totensonntag in den evangelischen Kirchen in Deutschland und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen.

In den evangelischen Gottesdiensten werden die Namen der verstorbenen Gemeindemitglieder vorgelesen und Kerzen werden angezündet. Meist läuten dazu die Glocken, um die Fürbitten für die Verstorbenen in den Himmel zu geleiten. Einige Tage zuvor werden die Gräber mit frischen Blumen, Kerzen oder anderen Lieblingsdingen hergerichtet.

Für viele Menschen ist es Tradition, am Totensonntag auf den Friedhof zu gehen, um dort die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen zu besuchen und ein Licht für sie zu entzünden. So werden ganz persönliche Gedanken und Gebete weitergegeben und in die oft dunkleren Tage zieht etwas Licht ein. Das erklärt, warum im November besonders viele Grablichter auf den Friedhöfen leuchten.

Allerheiligen und Allerseelen

Der Totensonntag bildet das evangelische Gegenstück zum katholischen Feiertag Allerseelen, das die katholischen Christen am 2. November feiern. Einen Tag zuvor, am 1. November, an Allerheiligen, wurden die Gräber mit Blumen geschmückt und ein ewiges Licht angezündet, das bis an Allerseelen leuchten soll, um der Verstorbenen zu gedenken.

Gedenkfeiern in Winnenden

Am Totensonntag finden coronakonforme Gedenkfeiern auf den Winnender Friedhöfen statt. 9.45 Uhr: Breuningsweiler, Hanweiler und Höfen, 10.15 Uhr: Baach, 10.45 Uhr: Birkmannsweiler, 11.30 Uhr: Stadtfriedhof, Bürg und Hertmannsweiler.