Ziegler Hofladen

Ereignisreiches Erntejahr für Zieglers

Kirschenernte
Mit dem Sommerwetter ist nicht gut Kirschen essen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Die kalten Nächte im April und Mai kamen aus Sicht der Erzeuger und Selbstvermarkter zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Mitten in der Zwetschgen- und Kirschblüte gab es noch Bodenfrost, den viele Blüten nicht überlebt haben. Bei der Kälte waren auch zu wenig Bestäuber aktiv: Selbst das Mauerbienen-Volk, das schon ab vier Grad fliegt, tat sich schwer mit der Bestäubung der Kirschenanlage. „In den Vorjahren war die Kirschenernte Anfang Juli bereits so gut wie abgeschlossen. Dieses Jahr stehen wir noch am Anfang, und sie wird nicht besonders reichhaltig“, kündigt Sabrina Ziegler an. Zumal der Kampf mit widrigen Witterungsbedingungen anhält - viele Unwetter haben die Kirschenanlage unter dem Foliendach hart getroffen, viele Früchte wurden beschädigt. Auf Kälte folgte viel Regen bis in den späten Juni hinein. Die viele Nässe in Kombination mit den späten, dafür dann länger anhaltenden Sonnentagen erschwerten zudem die Auswahl des günstigen Zeitpunkts für die Heuernte für die eigenen Kühe und Pferde.

Nur Hiobsbotschaften vom Feld? Nein! Optimal war das feuchtwarme Wetter für die erstmals selbst angepflanzten Hokkaido-Kürbisse, so dass Familie Ziegler auf eine ertragreiche Hokkaido-Ernte im Spätsommer hoffen darf. Für den Kunden und den Gast, der zum Einkauf oder freitags zum Mittagessen den Hofladen aufsucht, bedeutet dies: Er kann sich schon auf viele selbst gemachte Kürbisgerichte im jetzt wieder geöffneten urigen Hofstüble freuen.

Dünne Kartoffelschale, kurze Lagerfähigkeit

Profitiert haben auch die gesteckten Frühkartoffeln, die mit optimalen Wuchsbedingungen gestartet sind. Aktuell erschweren die hohen Niederschlagsmengen mit zahlreichen Gewittern aber die Frühkartoffelernte. Nasse Felder sind mit dem Traktor und dem Kartoffelvollernter so gut wie nicht befahrbar. Die hohe Bodenverdichtung sorgt für einen schweren nassen Boden, der an den Kartoffeln haftet. Die Kartoffeln müssen für den Verkauf im eigenen Hofladen oder für den Verkauf auf dem Stuttgarter Wochenmarkt immer frisch geerntet werden, da die Schale noch sehr dünn ist und die Kartoffeln dadurch nicht lange gelagert werden können.

Die Kartoffeln können im Hofladen gekauft werden. Im Hofladen bietet Familie Ziegler zudem die gesamte Produktpalette ihrer Wurst- und Fleischspezialitäten aus der eigenen Schlachtung und Herstellung an sowie Obst und Gemüse aus der Region. Zieglers freuen sich, bei Veranstaltungen im Haus und außerhalb die eigenen schwäbischen Gerichte anbieten zu können. Durch die niedrigen Inzidenzen dürfen mit den 3G auch die Kutsch- und Planwagenfahrten in die Saison starten.