Bestattungen Duhm

Kinder trauern anders

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Wichtig ist es, Kinder offen in die Trauer einzubeziehen. © Duhm Betattungen Winnenden

„Kinder trauern bei vielen Gelegenheiten, sei es der Verlust des Kuscheltiers, bei Scheidung, Abschied vom Kindergarten oder wenn sie eine tote Maus auf dem Weg sehen“, sagt Tamara Vöth. „Diese Gefühle und Erlebnisse lehren sie, den Schmerz zu bewältigen und mit der veränderten Situation umzugehen.“

Viele Erwachsene neigen dazu, Kinder fernzuhalten, weil sie nicht wollen, dass das Kind traurig ist. Durch diese „Schonung“ schließen sie aber ein Stück Wirklichkeit aus. „Kinder spüren, wenn man ihnen Informationen zurückhält und das beunruhigt und verunsichert sie.“ Der Umgang mit Tod und Trauer gehört zur normalen kindlichen Entwicklung. Kinder brauchen angemessene Informationen über den Lebenskreislauf und die Vergänglichkeit, da sie damit in ihrem Alltag in Berührung kommen: Auf alten Fotos sehen sie Menschen, die jetzt nicht mehr da sind, vielleicht konnten sie den toten Hamster nicht mehr sehen. Auch das gefärbte Herbstlaub, das vom Baum fällt, gehört zu diesem Kreislauf dazu. Schwieriger ist es, einem Kind zu sagen, dass ein geliebter und vertrauter Mensch verstorben ist. Tamara Vöth rät zu Ehrlichkeit. „Aussagen wie ‘Opa ist eingeschlafen’ klingt zwar sanft, aber Kinder nehmen Dinge wörtlich, sie überlegen also, wann Opa wieder aufwacht.“ Sie spricht aus eigener Erfahrung mit ihrem Sohn. „Ich bin offen damit umgegangen und auf alle Fragen eingegangen, obwohl ich selbst traurig war. Ich erklärte ihm, dass Opa alt war, dass sein Herz nicht gesund war und es einfach aufgehört hatte, zu schlagen.“ Wichtig sei ihrem damals Vierjährigen gewesen, dass Opa seine Brille mitbekommt, „denn er soll ja im Himmel auch was sehen“. Nach dem christlichen Glauben kommen wir nach dem Tod in den Himmel. Viele Erwachsene sagen, dass der Verstorbene nun ein Engel oder auch ein Stern ist, der über das Kind wacht. Kinder interessieren sich auch für die reale Seite des Todes und möchten den Sarg anfassen oder auch in die Urne schauen. Sie möchten den Verstorbenen berühren, die Hand streicheln. „Zu fühlen, dass sie kalt ist, hilft, um den Tod zu verstehen.“

Wichtig ist es, sie mit einzubeziehen. Darum ist es auch sinnvoll, sie mit zur Beerdigung zu nehmen - „auch für sie ist es wichtig, sich zu verabschieden“. Kinder können den Sarg bemalen oder verzieren, Bilder malen oder eine Blume am Grab niederlegen - derlei Rituale fördern das Verständnis. Anders als Erwachsene erleben Kinder diese „Krise“ zum ersten Mal, sind also darauf angewiesen, dass man ihnen beisteht. Geschichten, Märchen, Ratgeber und Kinderbücher beschäftigen sich mit dem Thema Tod, die während der Trauer einbezogen werden können. Bei Interesse hat Bestattungen Duhm ausgewählte Bücher, gerne auch zum Ausleihen.