Bestattungen Duhm

Stiller Feiertag des Gedenkens

FMDuhm2
Ein Licht entzünden im stillen Gedenken. © Duhm Bestattungen Winnenden

Viele Menschen beschäftigen sich im November mit dem Thema Sterben und Tod.

Am 2. November wurde bei den katholischen Christen am Feiertag „Allerseelen“ der Verstorbenen gedacht. Einen Tag davor, an Allerheiligen, wurden die Gräber mit Blumen geschmückt und ein ewiges Licht angezündet. Auch die liturgischen Lesungen der evangelischen Kirche werden an den letzten Sonntagen des Kirchenjahres mit den „letzten Dingen“ verbunden, wie beispielsweise mit dem Thema „Tod“, „Jüngstes Gericht“ und „Ewiges Leben“. Unser Leben ist endlich - es ist uns an diesen Tagen besonders bewusst.

Am 26. November ist Totensonntag: „Der Tag wird nicht nur Ewigkeitssonntag genannt, mit ihm sind noch weitere Botschaften verbunden“, erklärt Tamara Vöth, Geschäftsführerin und Bestattermeisterin bei Bestattungen Duhm. So wird in der evangelischen Kirche an diesem stillen Tag der Fokus auf Tod und Vergänglichkeit gerückt. Wen haben wir verloren dieses Jahr? An wessen Grab standen wir? Für viele Menschen ist es noch ganz frisch. Auch die Art des Abschiednehmens war dieses Jahr anders: Keine Berührungen, dafür Distanz und Auflagen. Es wird Zeit brauchen, bis die Trauer zur Ruhe kommt.

Wie ist der Totensonntag entstanden? König Friedrich Wilhelm III von Preußen hat durch Kabinettorder am 25. November 1816 für die evangelische Kirche jeweils den letzten Sonntag des Kirchenjahrs zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“ erklärt. Es fehlte zur damaligen Zeit ein Totengedenktag im evangelischen Kirchenjahr. Bis heute ist der Totensonntag in allen Bundesländern durch das Feiertagsgesetz geschützt.

Brauchtum: Grablichter und Glocken

Einige Tage zuvor werden die Gräber mit frischen Blumen, Kerzen oder anderen Lieblingsdingen hergerichtet. Für die Trauernden und Hinterbliebenen ist es eine Herzensangelegenheit, denn sie fühlen sich verbunden und geben ganz persönliche Gedanken und Gebete weiter.

In den evangelischen Gottesdiensten werden die Namen der verstorbenen Gemeindemitglieder vorgelesen und Kerzen entzündet. Meist läuten dazu die Glocken, um die Fürbitten für die Verstorbenen in den Himmel zu geleiten. Für viele Menschen ist es Tradition, an Totensonntag auf den Friedhof zu gehen, um ein Licht für die verstorbenen Angehörigen anzuzünden.

Daher leuchten im November viel mehr Grablichter auf den Friedhöfen - und damit zieht in die dunkleren Tage etwas mehr Licht ein.