Zu Gast im...

... Gasthaus Hirsch, Schorndorf-Oberberken

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Das Gasthaus Hirsch in Schorndorf-Oberberken. © Hardy Zürn

Mit den Inhabern Anke und Dieter Schurr und Küchenchef Samuel Sucher führt nun bereits die vierte Generation den traditionellen Familienbetrieb im Schurwald. Mit handwerklicher Kochkunst und schwäbischen Spezialitäten verwöhnt das Küchenteam seine Gäste. „Sieben Gaststätten gab es einst in Oberberken, mittlerweile ist der Hirsch das letzte verbliebene Haus am Platz“, sagt Inhaber Dieter Schurr. Das Lokal bietet 120 Plätze in traditionellem Ambiente – und in der „Schurwaldstube“ sitzen die Gäste tatsächlich auf dem höchsten Punkt des umliegenden Schurwaldes. Die schwäbische, gutbürgerliche Küche ist zudem saisonal ausgerichtet. So gibt es etwa saisonale Wildspezialitäten aus der Region, die ausschließlich von ei

nem befreundeten Jäger bezogen werden. Ebenso wichtig ist dem Küchenchef die handwerkliche Herstellung zahlreicher Produkte, etwa selbst gemachter Bratbirnenmost, Hausmacherwurst, selbst gebackenes Brot oder die hausgemachten Maultaschen. Die schwäbischen Klassiker allerdings dürfen zu keiner Saison fehlen. „Rostbraten, Sauerbraten oder Schnitzel – das finden unsere Gäste immer auf der Speisekarte.“

Wie in allen Phasen dieses besonderen Jahres 2020 werden Samuel Sucher und das Inhaberehepaar auch an den Weihnachtsfeiertagen für ihre Gäste da sein. „Wir werden ein Weihnachtsmenü anbieten – entweder zum selbst Abholen oder wir liefern es in der Zeit zwischen 11.30 und 14 Uhr“, erklärt Samuel Sucher, Schwiegersohn und Küchenchef und bereits seit vier Jahren im Familienbetrieb tätig. „Dabei können unsere Gäste zwischen dem Weihnachtsmenü oder einem Gericht von der Karte wählen.“ An Heiligabend steht Samuel Sucher meistens ebenfalls in der Küche – allerdings privat. „Heiligabend feiern wir mit der Familie Weihnachten, da ist unser Restaurant geschlossen. Bin ich hier im Familienkreise meiner Frau, koche ich für die ganze Familie. Wenn ich an Weihnachten allerdings zu meiner Familie fahre, dann kocht mein Schwager – dann genieße ich es, auch einmal die Füße unter den Tisch stecken zu können.“ Heute allerdings hat er wieder die Küchenchef-Jacke an und bereitet ein weihnachtliches Menü für die Leserinnen und Leser (zum Nachkochen) zu: Gebratene Entenbrust mit Orangen-Zimt-Sauce, Kartoffelkrapfen, Rotkraut, glasierten Maronen und Birnen-Chutney. „Das ist schon ein sehr weihnachtliches Gericht, man kann es aber auch gut zur Winterzeit zubereiten. Deshalb habe ich es ausgesucht. In Teilen haben wir es auch schon in einem Adventsmenü oder zu Weihnachten im Restaurant angeboten, aber so kombiniert ist es eine exklusive Version“, sagt Samuel Sucher. „Ich genieße es, mit dieser Art Gericht auch einmal die Gourmetküche durchscheinen zu lassen.“ Die einzelnen Arbeitsschritte sind im Rezept links sehr gut beschrieben – zur Sauce gibt es aber noch einen Tipp vom Küchenchef: „Wenn man die Sauce ansetzt, gibt man am besten einen Schluck Wasser dazu. Dann lässt sie sich kontrollierter karamellisieren.“

Nach diesem besonderen Jahr sind sich die Inhaber und der Küchenchef ihrer Anstrengungen bewusst – und zugleich sehr dankbar, wie sie von ihren Gästen unterstützt und für ihre Präsenz gelobt wurden. „Wir möchten uns deshalb bei unseren Gästen ganz herzlich bedanken – dafür, dass sie uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt und nicht vergessen haben, dass sie so flexibel waren und auf andere Wege umgestiegen sind, unsere Küche zu genießen. Wir wünschen allen frohe Weihnachten.“

Katja Scholz