GEWINNSPIEL EINTRITTSKARTEN

„Stuttgarter Broadway“, Brezeln und Gier auf Glühwein

Tanz der Vampire, Musical, Offene Probe
Filippo Strocchi ist der „Graf von Krolock“ in „Tanz der Vampire“ – und ein großer Fan von Weihnachten. © Jan Potente

Das Musical „Tanz der Vampire“ ist nach Stuttgart zurückgekehrt – mit einem neuen „Graf von Krolock“ an der Spitze: Filippo Strocchi. Während der Vampirgraf im Stück von der „unstillbaren Gier“ nach Blut singt, kommt sein Darsteller ins Schwärmen, wenn er von der „unstillbaren Gier“ auf Glühwein zur Weihnachtszeit, auf Weihnachtsmärkte und auf Brezeln erzählt.

Sein erstes „echt deutsches“ Weihnachten feierte Filippo Strocchi im Jahre 2009, als er fürs Musical „Wicked“ in Stuttgart spielte. Wenn er davon erzählt, leuchten seine Augen, und Erinnerungen mischen sich mit Vorfreude: „In Italien haben wir nicht diesen wunderschönen Weihnachtsmarkt wie etwa hier in Stuttgart“, schwärmt er. „Seit ich zum ersten Mal die Weihnachtszeit hier verbrachte, habe ich eines später in Italien besonders vermisst: Ich liebe Glühwein!“ Vor allem, wenn er freihat, darf er dieser neuen Liebe frönen: „Nur wenn ich nicht spiele, gönne ich mir das. Ich genieße den Weihnachtsmarkt und habe hier ein ganz neues Weihnachten kennengelernt.“

Weihnachten macht glücklich!

Gleichfalls genießt der 39-Jährige seine Engagements hier in Deutschland: „Natürlich ist ein Engagement am Londoner Westend super für die Vita – aber dort ist auch nicht alles Gold was glänzt. Die Theater sind oft alt und nicht gut in Schuss. Die Garderoben sind meist sehr klein – und manchmal muss man sie sich auch noch mit der ein oder anderen Maus teilen!“ Bei freier Wahl eines Spielortes sei Deutschland stets ganz vorne, findet Strocchi: „Hier ist alles super organisiert, die Theater sind merklich für das Musical gebaut worden.“ Er nickt bekräftigend: „Ich habe mein persönliches Westend, meinen Broadway, hier in Deutschland gefunden.“

Wenn er an Weihnachten denkt, erinnert sich Filippo Strocchi stets an seine Kindheit: „In meiner Heimat Italien ist das Fest sehr wichtig.“ Zwar glaube er nicht an Gott, bekennt der Sänger. Trotzdem genieße er Weihnachten, weil es Menschen und Familien zusammenbringt: „Egal, welche Religion man hat, welche Werte man teilt: Weihnachten macht glücklich!“ Strocchi wurde 1982 im norditalienischen Modena geboren, wo er in seiner Kindheit sogar manch weiße Weihnacht erlebte: „Weihnachten, Geschenke, Schnee – obwohl ich nun schon älter bin, ist diese Kombination einfach immer wunderschön.“

Das Fest wird in Norditalien – ebenso wie in Deutschland – am 24. Dezember gefeiert. Bis zur Bescherung ist jedoch Geduld gefragt: „Wenn die Kinder noch klein sind, dürfen sie die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember auspacken. Sobald man älter ist, gibt es die Bescherung dann zur Mitternacht.“ Rund um die Geschenke gibt es in der Familie Strocchi ein Ritual: „Wir sitzen zusammen und alle machen nacheinander ihre Geschenke auf – jeder muss dem anderen zuschauen und warten, bis man selbst an der Reihe ist.“

Mit einem versonnenen Lächeln erinnert sich Filippo Strocchi an das schönste Geschenk seiner Kindheit: „Es war die Nintendo-Konsole, wo das Spiel Super Mario Bros mit dabei war.“ Als er am Weihnachtsmorgen aufwachte, habe er sich sofort vor die Konsole gesetzt. „Filippo, was machst du da!“, ahmt er seine Mutter nach – und gleich darauf sich selbst: „Hey, du hast es mir doch geschenkt!“ Er lacht.

Musical-Sänger statt Fußballer

Noch heute zockt er gerne, verrät Strocchi, vor allem FIFA-Spiele auf der Playstation. Elf Jahre lang hat Strocchi selbst Fußball gespielt, bevor eine Verletzung alle Ambitionen auf eine Profi-Karriere beendete – und er das Theater für sich entdeckte. „Das war für mich neu, eine ganz andere Welt“, erinnert er sich. „Die Menschen sind offener, jeder kann sein, wie er will. Man zählt als Mensch, wird angenommen, spielt miteinander.“

Auch ein Weihnachtsbaum gehört zu einem typischen norditalienischen Weihnachtsfest mit dazu. „Und oben auf der Spitze muss immer ein Stern sitzen!“ Darüber hinaus haben der junge Filippo und sein Bruder stets eine Krippen-Szene aufgebaut: „Es gibt eine Geschichte, wonach die Heiligen Drei Könige einige Tage und Wochen brauchten, um den langen Weg bis hin zur Krippe zurückzulegen“, erzählt er. „Sobald sie quasi aufbrechen, fängt man an, die Krippe daheim aufzubauen, fügt jeden Tag etwas Neues hinzu – bis dann zu Heiligabend mit ihrem Eintreffen die Krippen-Szene komplett steht.“ Und noch etwas sollte in Italien zu Weihnachten komplett sein: „Uns geht es vor allem darum, an Weihnachten mit der ganzen Familie zusammen zu sein.“ Das bedeutet meist rauschende Feste mit vielen Verwandten, geprägt vor allem von einem: „Essen. Viel Essen. Bis du total voll bist!“

Während es an Heiligabend oft „nur“ etwas Fisch gebe, wird zum Festessen am ersten Weihnachtstag so richtig aufgefahren: Los geht’s mit Tortellini in Brodo, einer traditionellen Suppe. Danach gibt es zart geschmortes Fleisch von der Schweinshaxe. „Dazu essen wir eine Art Linsen, von denen man sagt, dass sie Glück bringen. Und dazu gibt es dann noch Kartoffelpüree.“ Dies sind die traditionellen Hauptgänge. Drum herum gibt es vielerlei Vorspeisen und Desserts. „Irgendwer bringt auch immer eine Torte mit. Es gibt wirklich viel zu essen.“ Das Festmahl dauert oft mehrere Stunden.

Tradition: Wichteln im Cast

Strocchis Weihnachtsfest 2021 wird jedoch anders laufen – und könnte dem von 2009 recht ähnlich werden: „Wegen des Jobs ist es mir leider nicht immer möglich, über Weihnachten nach Hause zu fahren. Ich verbringe die Weihnachtszeit diesmal also in Stuttgart und werde mit Kollegen und Freunden feiern.“

Auf Fleisch will er diesmal gänzlich verzichten. Stattdessen wolle er sich auf Spätzle konzentrieren – und vor allem auf Brezeln: „Ich liebe Brezeln! Dieses Gebäck tut mir gut, es fühlt sich gesund an und ist nicht so schwer. Ich möchte unbedingt mal ein Bild machen, worauf ich als Krolock in eine Brezel beiße.“

Hinsichtlich der Weihnachtsfeier unter Kollegen sei noch nichts geplant. Allein, ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist für Strocchi gesetzt – inklusive Glühwein. „Das muss sein, das muss ich mindestens einmal machen.“

Traditionell werde zu Weihnachten im Cast gewichtelt: „Manchmal zieht man zwar einen Namen und denkt sich: Oh je, zu dem habe ich ja gar keinen Bezug, was soll ich denn nur schenken?“ Andererseits habe man so die Gelegenheit, über ein besonders tolles Geschenk denjenigen gleich als neuen Freund zu gewinnen, meint der 39-Jährige und grinst: „Oh, ein neues iPhone, danke schön!“ Er lacht. „Jedenfalls macht es immer großen Spaß.“

Jazz-Klassiker und Chormusik

Viel Freude hat Filippo Strocchi auch an der Weihnachtsmusik. In der Weihnachtszeit hört er gerne Jazz-Klassiker wie etwa „Have yourself a merry little Christmas“, speziell in der Version der A-cappella-Gruppe „Take 6“. „Das ist superschön! Ich habe schon oft versucht, diese Lieder mit anderen nachzusingen, das ist aber recht schwierig.“ Zumindest auf dem Klavier stimmt er das Stück Jahr für Jahr am Weihnachtsabend an – und wer möchte, stimmt mit ein.

Als Zuhörer genießt Strocchi besonders weihnachtliche Chormusik wie das „Carol of the Bells“: „Durch solche Lieder wird einem die echte Bedeutung von Weihnachten erst wieder so richtig bewusst.“ 2020 war er zu einem Benefiz-Weihnachtskonzert in der St. Paul’s Church in London, Covent Garden, eingeladen. „Es waren viele Darsteller vom gesamten Londoner Westend da, es war großartig!“ Besonders in Erinnerung blieb ihm das Stück „Oh Holy Night“, das er gemeinsam mit einem Schulkinder-Chor singen durfte. „Diese Version, dieser Klang von ,Oh Holy Night‘ wird sicher für immer in meinem Herzen bleiben.“

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GEWINNSPIEL

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Teilnahmeschluß ist Dienstag, der 30. November 2021, um 12 Uhr.