VfB Stuttgart

Thomas Hitzlsperger zur Zuschauer-Rückkehr: „So dynamisch wie in den letzten 24 Stunden war die Lage noch nie“

Thomas Hitzlsperger
Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Pellegrino Matarazzo ist voller Vorfreude. Auf seine Premiere als Chefcoach in der Fußball-Bundesliga. Auf das Duell mit Christian Streich. Und auf die 8000 Zuschauer, die beim Liga-Start des VfB Stuttgart am Samstag (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker) gegen den SC Freiburg wohl dabei sein werden.

«Ich kenne ihn leider noch nicht persönlich. Aber das, was ich sehe, finde ich faszinierend», sagte Matarazzo am Donnerstag über seinen Freiburger Kollegen Streich. Es imponiere ihm, wie der 55-Jährige es schaffe, «immer authentisch zu bleiben», sagte Matarazzo. «Auch die Leistung, die er in den letzten Jahren abgerufen hat, finde ich faszinierend. Freiburg so in der Bundesliga zu etablieren, ist eine großartige Leistung.»

Sosa und Klimowicz kehren zurück

Die braucht am Samstag vermutlich auch Aufsteiger Stuttgart, um gegen den Tabellenachten der Vorsaison kein bitteres Bundesliga-Comeback zu erleben. «Wer gut reinkommt, hat gute Chancen zu gewinnen», vermutet Matarazzo, der bei sich und seinen Spielern eine «positive Spannung» verspürt und auf ein Trio zurückgreifen kann, das beim Pokal-Erfolg bei Drittligist Hansa Rostock (1:0) vergangenen Sonntag noch fehlte: Linksverteidiger Borna Sosa (Kniebeschwerden) steht genauso wieder zur Verfügung wie Offensivmann Mateo Klimowicz (muskuläre Probleme), den der Coach als «einen der Gewinner der Vorbereitung» bezeichnet.

Auch Rechtsverteidiger Pascal Stenzel ist nach der Geburt seines Kindes zurück an Bord. Im Gegensatz zu Arsenal-Leihgabe Konstantinos Mavropanos. Der griechische Innenverteidiger bestreitet zwar wieder Teile des Mannschaftstrainings. «Es reicht aber noch nicht», sagte Matarazzo. «Es dauert noch ein paar Wochen.»

«So dynamisch wie in den letzten 24 Stunden war die Lage noch nie»

Umso schneller laufen die Vorbereitungen der Schwaben auf die Teil-Rückkehr ihrer Fans am Samstag. Nachdem sich die Bundesländer am Dienstag auf eine einheitliche Lösung verständigt hatten, die den Clubs in den kommenden sechs Wochen eine Auslastung von 20 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität erlauben soll, gab am Donnerstag die Stadt Stuttgart dem VfB Grünes Licht für die Ausrichtung von Spielen vor 12 000 Zuschauern. Bis Freitag will die Landesregierung ihre Corona-Verordnung anpassen - und so den Weg endgültig frei machen.

«So dynamisch wie in den letzten 24 Stunden war die Lage noch nie», sagte VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger und erklärte, warum zum Auftakt nur 8000 Fans zugelassen werden. «Die oberste Prämisse bleibt immer, die Gesundheit der Menschen zu wahren», sagte er. «Von 0 auf 12 000 ist ein großer Schritt.» Den will der VfB mit etwas mehr Vorlaufzeit erst gegen Bayer Leverkusen (3. Oktober) gehen.

Die Tickets für das Freiburg-Spiel vergeben die Stuttgarter an Dauerkarteninhaber der Vorsaison, Business-Kunden und Fanclubs. Sie kosten - angelehnt ans Gründungsjahr des Clubs - jeweils 18,93 Euro. «Ich freue mich über jeden Zuschauer im Stadion», sagte Matarazzo: «Diese Emotionen und die Rückendeckung sind enorm wichtig.»

Für sein Team. Für ihn selbst. Für einen gelungenen Debütantenball.

Freiburg holt Mittelfeldspieler Santamaria

  • Der SC Freiburg hat zwei Tage vor seiner Auftaktpartie in der Fußball-Bundesliga noch einen neuen Mittelfeldspieler verpflichtet. Der 25 Jahre alte Baptiste Santamaria kommt vom französischen Erstligisten SCO Angers, wie die Breisgauer am Donnerstag bekanntgaben.
  • Zu Vertragslaufzeit und Höhe der Ablösesumme machte der Club keine Angaben. Laut «Kicker» soll Santamaria die Freiburger rund zehn Millionen Euro kosten. Der Franzose wäre damit der teuerste Einkauf ihrer Vereinsgeschichte.
  • Dass der neue Mann gegen den VfB schon dabei sein wird, bezeichnete Trainer Christian Streich kurz vor der Bekanntgabe von dessen Verpflichtung als «eher unwahrscheinlich».