VfB Stuttgart

Topspiel gegen HSV terminiert: DFL legt die nächsten VfB-Termine fest

2. Liga Symbolbild
Symbolbild. © ZVW/Benjamin Büttner

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag (14.05.) weitere Spieltermine zeitgenau terminiert: Das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart bei Holstein Kiel steigt demnach am Sonntag, den 24. Mai. Das Geisterspiel im Holstein-Stadion wird um 13.30 Uhr (ZVW-Liveticker) angepfiffen und damit genau eine Woche nach dem Liga-Restart gegen den SV Wehen Wiesbaden an diesem Wochenende. Nach dem Spiel in Kiel geht es für die Schwaben mit dem Topspiel gegen den Hamburger SV (28.05./20.30 Uhr) weiter. Dann folgt am Sonntag, den 31. Mai, die Partie bei Dynamo Dresden (13.30 Uhr). Die nächsten exakten Ansetzungen für die 1. und 2. Bundesliga erfolgen laut DFL voraussichtlich in der kommenden Woche.

Die weiteren Beschlüsse der Versammlung im Überblick:

  • Fünf Auswechslungen erlaubt: Die 36 Clubs haben in einer Video-Konferenz entschieden, dass das Auswechselkontingent in einer Begegnung auf fünf Spieler pro Mannschaft aufgestockt wird.
  • Saisonfinale notfalls im Juli: Die DFL hält weiter an ihrem Plan fest, die laufende Saison trotz der derzeitigen Coronavirus-Pandemie vollständig und inklusive Relegation beenden zu wollen. Dies sei "einstimmig mit einer Enthaltung" bekräftigt worden, hieß es vom Ligaverband. Geplant ist die Beendigung bis zum 30. Juni. Falls es notwendig sei, soll dies, sofern rechtlich möglich, auch im Juli noch geschehen.
  • Transferperioden können angepasst werden: Ebenfalls kann das DFL-Präsidium für die Saison 2020/21 im Rahmen der Vorgaben der FIFA die Zeiträume der Wechselperioden I und II für nationale und internationale Transfers verändern.
  • Spiele an anderen Orten möglich: Zudem gibt es im weiteren Verlauf der Saison 2019/20 die Möglichkeit, ein Spiel aus "übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen" kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen. Hintergrund sei, "dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist."

Entscheidung über Abbruch-Regelung vertagt

Vertagt wurde hingegen das große Streitthema: die Entscheidung über die Wertung bei Abbruch der aktuellen Spielzeit. "Für den Fall, dass eine Fortführung des Spielbetriebs durch künftige Entwicklungen nicht mehr möglich sein sollte und die Saison vorzeitig abgebrochen werden muss, soll innerhalb der nächsten beiden Wochen eine Regelung hinsichtlich der sportlichen Wertung entwickelt werden", hieß es in der DFL-Mitteilung. Das Thema sei bei der Mitgliederversammlung "nicht vertiefend erörtert" worden.

Vor dem heiklen Start der Geisterspiele entzweit vor allem die Abstiegsregel bei einem Saisonabbruch die Bundesliga. Zehn Erstliga-Clubs stimmten am Mittwoch bei einer Telefon-Schalte laut kicker für den DFL-Vorschlag, die dann aktuelle Tabelle zu werten - acht aber votierten dagegen. Geht es nach der DFL, würde dann der Bild zufolge nach Tabellenlage ein Meister gekrönt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

Unterstützung für Regional- und Landesverbände

  • Die DFL unterstützt die Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Zahlung von bis zu 1,5 Millionen  Euro. Diesen Beschluss des DFL-Präsidiums teilte der Liga-Verband am Donnerstag nach seiner Mitgliederversammlung mit. Dabei sollen 750 000 Euro zeitnah gezahlt und weitere 750 000 Euro anteilig für jeden weiteren durchgeführten  Bundesliga-Spieltag ausbezahlt werden. 
  • Die DFL kompensiert mit der freiwilligen Aktion einen prozentualen  Anteil der Ticketerlöse bei den Proficlubs, von denen die Regional- und Landesverbände normalerweise profitieren und die nun wegen der Geisterspiele entfallen. Für die Verteilung und Ausschüttung des Geldes ist der DFB zuständig, hieß es von der DFL. (dpa)