VfB Stuttgart

Trio im Fokus: Nach Pokal-Aus geht's gleich weiter

VfB Stuttgart - Bor. Mönchengladbach
Sasa Kalajdzic (2.v.l) von Stuttgart mit Mannschaftskollegen nach dem Spiel. Foto: Marijan Murat/dpa/Aktuell © Marijan Murat

Stuttgart (dpa/lsw) - Pellegrino Matarazzo wollte sich mit dem Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal gar nicht lange aufhalten. «Manchmal tut es gut, ein Spiel schnell abzuhaken», sagte der Trainer des VfB Stuttgart nach dem 1:2 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach am Mittwoch. «Abhaken, weiter geht's.» Immerhin wartet schon am Samstag in der Fußball-Bundesliga die nächste hohe Hürde auf die Schwaben.

Das Gastspiel bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr/Sky) ist so etwas wie ein Duell der Frustrierten, denn auch die Werkself ist nach ihrer Blamage beim Viertligisten Rot-Weiss Essen (1:2 nach Verlängerung) raus aus dem Pokal. Zwei der drei Spieler, die bei der Niederlage des VfB im Blickpunkt standen, dürften auch gegen Bayer wieder tragende Rollen einnehmen - der dritte erstmal wieder die des Reservisten.

FABIAN BREDLOW: Stuttgarts Torhüter, der wie schon in der zweiten Pokalrunde gegen Freiburg (1:0) Gregor Kobel vertreten durfte, erlebte ein bitteres Déjà-vu. Beim entscheidenden 1:2 durch Alassane Plea in der 50. Minute machte er keine gute Figur, rutschte beim Herauslaufen erst aus und hopste dem Franzosen dann etwas unbeholfen entgegen. Er sei «nur am Ende einer Fehlerkette» gestanden, sagte Matarazzo zwar über den 25-Jährigen und befand, dass dieser «sonst ein gutes Spiel gemacht und viele Dinge souverän gehalten» habe.

Die Szene, in der Bredlow nach eigener Ansicht aussah «wie ein Idiot», erinnerte aber auch etwas an das Achtelfinal-Aus des VfB in der vergangenen Pokal-Saison. Auch da stand der Keeper beim 1:2 in Leverkusen im Fokus, als er sich den Ball ins eigene Netz faustete. Im Liga-Spiel am Samstag wäre Kobel wohl so oder so wieder Matarazzos erste Wahl gewesen. Ärgerlich war der Auftritt für Bredlow dennoch.

WATARU ENDO: Beim japanischen Mittelfeldmann könnte das mit der Rolle des Stellvertreters hingegen durchaus ein längerfristiges Projekt werden - zumindest bis Gonzalo Castro wieder fit ist. In Abwesenheit des am Oberschenkel verletzten Kapitäns trug Endo diesmal vom Start weg die Binde. Er sei ein «Führungsspieler», der «immer präsent ist» und «bereit, sich für die Mannschaft aufzuopfern», sagte Matarazzo über den 27-Jährigen, der längst eine tragende Säule im VfB-Spiel ist. Der zweikampfstarke und ballsichere Nationalspieler sei zwar nur einer von mehreren Kandidaten, die als Übergangskapitän in Frage kämen. Grund, ihn wieder abzuberufen, hat der Coach aber nicht.

SILAS WAMANGITUKA: Der Kongolese ist in überragender Form. Seinem Super-Solo letzten Freitag gegen Mainz (2:0) ließ er gegen Gladbach gleich das nächste folgen. Bei 13 Pflichtspiel-Toren steht der schnelle Offensivmann in dieser Saison nun schon, bei jedem seiner vergangenen fünf Einsätze hat er getroffen - in Bielefeld (0:3) fehlte er wegen einer Gelbsperre. «Wir kennen seine Qualitäten», sagte Borussias Trainer Marco Rose nach der Partie. Und doch war es seinem Team nicht gelungen, sie zu verteidigen. Wirbelt Wamangituka so weiter wie in den vergangenen Wochen, dürfte das auch für die Abwehr der Leverkusener eine große Herausforderung werden.

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