19. Spieltag

Trotz Huntelaar-Comebacks: Schalke nur Remis in Bremen

Werder Bremen - FC Schalke 04
Werders Theodor Gebre Selassie versucht per Grätsche Schalkes Sead Kolasinac vom Ball zu trennen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa © Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) - Auch Klaas-Jan Huntelaar kann beim FC Schalke 04 keine Wunder verbringen.

Beim so sehr ersehnten Bundesliga-Comeback des großen Hoffnungsträgers konnte der FC Schalke 04 nicht den zweiten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga einfahren und taumelt damit weiter in Richtung Zweite Liga. Die «Königsblauen» kamen bei Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und bleiben damit Tabellenletzter.

Doch Huntelaar, der die ersten beiden Partien seit seinem Wechsel verletzt verpasst hatte, glaubt weiter an die Rettung. «Ein Punkt ist besser als keiner», sagte der 37 Jahre alte Niederländer, der zehn Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde und damit zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga seit dem 20. Mai 2017 kam. «Es ist ein kleines Erfolgserlebnis, auf das wir aufbauen können.»

Akzente konnte Huntelaar bei seinem Kurzeinsatz keine mehr setzen, stattdessen sah er nach einem Foul an Ömer Toprak die Gelbe Karte. «Es war schön, zurück zu sein. Ich bin froh, dass das mit der Wade gut gegangen ist», sagte der Stürmer. «Es war schön, aber nicht perfekt, weil wir nicht gewonnen haben.»

Nur eine Halbzeit lang wussten die Schalker zu überzeugen und gingen gegen 45 Minuten lang dramatisch schwache Bremer verdient durch Omar Mascarell in Führung (38. Minute). Nachdem Seitenwechsel erspielten sich die Gäste aber keine einzige Torchance mehr, so dass Werder durch Kevin Möhwald in der 77. Minute zum zu diesem Zeitpunkt total verdienten 1:1 kam. Der vermeintliche Bremer Siegtreffer zum 2:1 durch Maximilian Eggestein in der Nachspielzeit wurde nach Eingriff des Video-Assistenten nicht gegeben. «Wir wollten drei Punkte holen, aber ich nehme den einen als positiven Punkt mit», sagte der Schalker Trainer Christian Gross.

«Klaas-Jan hat die letzten Tage trainieren können, leider nicht voll», hatte Schalkes Teammanager Sascha Riether vor der Partie im TV-Sender Sky gesagt. Dennoch sei es extrem wichtig, dass der Niederländer erstmals seit seiner Rückkehr im Kader stehe. «Er bringt uns wahnsinnig viel Energie, nicht nur im Training, sondern auch in der Kabine. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns», sagte Riether.

Im ersten Durchgang schien allein Huntelaars Anwesenheit in der Tat Wirkung zu zeigen. Schalke kontrollierte im eiskalten Weserstadion die Partie, was aber mehr an der unfassbaren Passivität der Gastgeber als an der Leistung der Schalker lag. «Die ersten 45 Minuten waren gar nichts», sagte Werder-Coach Kohfeldt.

Der Bremer Trainer reagierte auf die Nicht-Leistung seines Teams zur Pause mit gleich drei Wechseln. Und siehe da, mit Wiederanpfiff war deutlich mehr Zug und Schwung in den Bremer Aktionen. In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit kam Werder gleich zu drei Abschlüssen - mehr als in den ersten 45 Minuten zusammen.

Schalke geriet nun immer mehr in die Defensive, Entlastung gab es für die Gäste keine mehr. 13 Minuten vor dem Ende wurde die Schalker Passivität bestraft. Auf Zuspiel des zur Pause gekommenen Milot Rashica traf der ebenfalls eingewechselte Möhwald zum verdienten Ausgleich. Kurz zuvor war Yuya Osako per Kopf noch knapp an Fährmann und der Latte gescheitert. Werder drängte danach auf den Siegtreffer, Schalke wankte, doch es blieb beim für den Tabellenletzten am Ende glücklichen 1:1.

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