TVB Stuttgart

36:24 - der TVB Stuttgart lässt Nordhorn keine Chance

PeshevskiZ37
Zarko Pesevski (mit Ball) und der TVB waren von der Nordhorner Deckung kaum zu bändigen. Hier kommt Dominik Kalafut (links) zu spät (rechts Julian Possehl, am Boden Georg Pöhle). © Ralph Steinemann Pressefoto

Angeführt vom herausragenden Spielmacher und mit acht Treffern zugleich besten Torschützen Max Häfner hat der Handball-Erstligist TVB Stuttgart am Donnerstagabend in der leeren Porsche-Arena der HSG Nordhorn-Lingen keine Chance gelassen. Das 36:24 (20:11) war im zehnten Spiel der sechste Sieg des TVB, der mit nun 13:7 Punkten seinen Platz in der Spitzengruppe festigte.

Außer Häfner gab’s noch einen zweiten Protagonisten, dessen Einsatz bis kurz vor dem Spiel gar nicht sicher gewesen war. Weil der Torhüter Johannes Bitter endlich einen negativen Coronatest vorlegen konnte, durfte er nach drei Fehlzeiten wieder mitmischen – und wie er das tat: Bitter parierte gleich den ersten freien Wurf von Dominik Kalafut und nistete sich schnell im Kopf der Nordhorner ein. Vor lauter Respekt hielten die sich mit Abschlüssen mehr und mehr zurück.

Grandiose Rückkehr von Jogi Bitter

Mit 7:3 führte der TVB nach sieben Minuten, zu diesem Zeitpunkt hatte Bitter bereits fünf Paraden auf dem Zettel. Die HSG Nordhorn-Lingen tauschte den zuletzt so starken Keeper Bart Ravensbergen gegen den erfahrenen Björn Buhrmester – ohne Erfolg jedoch. Die HSG verlor das Torhüter-Duell über die 60 Minuten hinweg um Längen. Zwölf Minuten lang hielt Nordhorn im Angriff mit (8:5), ehe der TVB seine Deckung so gut stellte, dass den Gästen Fehler im Dutzend unterliefen.

Stuttgart nutzte das gnadenlos, konterte seinen Gegner aus oder wartete im Positionsspiel, bis sich eine aussichtsreiche Wurfchance bot. Lediglich vier Fehlversuche leistete sich der TVB in den ersten 30 Minute. Den torgefährlichen und klug Regie führenden Max Häfner bekam Nordhorn nicht in den Griff. Binnen zwölf Minuten zog das Team von Trainer Jürgen Schweikardt mit einem 9:1-Lauf vom 8:6 zum 17:7 davon. Zur Pause war beim 20:11 die Frage nach dem Sieger mehr oder weniger beantwortet. Zu souverän agierte der TVB.

Klasse Spiel von Max Häfner

In doppelter Unterzahl, aber konzentriert startete der TVB in die zweiten 30 Minuten und ließ seine Gäste erst gar nicht Hoffnung schöpfen. Mit seinem fünften Treffer markierte Patrick Zieker beim 23:13 die erste zweistellige Führung (34.). Nordhorn, das in Patrick Miedema seinen besten Spieler hatte, mühte und wehrte sich nach Kräften. Es reichte aber nicht, um mit dem souveränen TVB mitzuhalten.

Jürgen Schweikardt hatte so schon früh die Gelegenheit, sämtlichen Spielern ausreichend Einsatzzeiten zu gönnen. Nach 40 Minuten durfte der 17 Jahre alte Fynn Nicolaus nicht nur im Mittelblock, sondern auch am Kreis ran. Alexander Schulze nutzte seine Chance als Zieker-Ersatz, der Linksaußen traf bei vier Versuchen viermal. Die HSG Nordhorn-Lingen probierte es mit einer offensiven Abwehr, doch auch die funktionierte nicht besonders gut gegen die cleveren Stuttgarter.

Mindestens elf Tore betrug die Differenz – auch, weil Bitter im zweiten Spielabschnitt noch richtig Lust hatte, die Gegner zur Verzweiflung zu bringen. Tim Wieling sorgte mit seinem Kontertor zum 36:22 (58.) für die höchste Führung im Spiel. Am Ende stand der 36:24-Sieg.

Weiter geht’s am Sonntag in einer Woche bei der HSG Wetzlar. Bis dahin kann der TVB Stuttgart in Ruhe zuschauen, wie sich die Konkurrenz schlägt. Nicht die im Tabellenkeller, sondern die in der Spitzengruppe.

TVB Stuttgart: Bitter, Prost; Asgeirsson, Häfner (8), Weiß (2), Lönn (3), Schulze (4), Röthlisberger (1), Nicolaus, Zieker (5), Müller (1), Pfattheicher (2), Pesevski (3), Kristjánsson (5/1), Wieling (2).

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensberger, Buhrmester; Leenders (2), Weber (1/1), Mickal (4/1), Stegefelt (4/1) Terwolbeck, de Boer, Vorlicek, Zare (1), Visser, Parakapenia, Possehl (2), Pöhle (2), Kalafut (3).

Angeführt vom herausragenden Spielmacher und mit acht Treffern zugleich besten Torschützen Max Häfner hat der Handball-Erstligist TVB Stuttgart am Donnerstagabend in der leeren Porsche-Arena der HSG Nordhorn-Lingen keine Chance gelassen. Das 36:24 (20:11) war im zehnten Spiel der sechste Sieg des TVB, der mit nun 13:7 Punkten seinen Platz in der Spitzengruppe festigte.

Außer Häfner gab’s noch einen zweiten Protagonisten, dessen Einsatz bis kurz vor dem Spiel gar nicht sicher gewesen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper