TVB Stuttgart

Comeback in Erlangen: Oscar Bergendahl soll TVB Stuttgart neues Leben einhauchen

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Nach neunwöchiger Verletzungspause kehrt Oscar Bergendahl, hier im Spiel gegen den TBV Lemgo (hinten links Fynn Nicolaus), gegen den HC Erlangen zurück in den TVB-Kader. © Ralph Steinemann Pressefoto

0:14 Punkte gegen 2:12 Punkte – die Partie in der ersten Handball-Bundesliga zwischen dem HC Erlangen und dem TVB Stuttgart an diesem Dienstag (19.05 Uhr) ist nicht eben ein Verfolgerduell. Es ist das letzte Spiel in diesem Jahr und vor der WM-Pause. „Es ist eine Floskel“, sagt der TVB-Trainer Michael Schweikardt. „Aber natürlich möchten wir punkten und mit einem guten Gefühl in die Pause.“ Schweikardt hofft, dass Oscar Bergendahl bei seinem Comeback für die nötigen Impulse sorgen kann – in der Abwehr wie im Angriff.

Ein bisschen Leben auf der Platte kann den Bittenfeldern nicht schaden. Nach dem verheißungsvollen Start unter dem Sánchez-Nachfolger Schweikardt ist zuletzt Tristesse eingekehrt. Bei den jüngsten Auftritten, dem 22:27 in Hannover und 22:28 zu Hause gegen den HSV Hamburg, präsentierte sich der TVB allen voran im Angriff erschreckend harmlos. 22 Tore, das ist keine neue Erkenntnis, können in der Bundesliga nur zu einem Sieg reichen, wenn der eigene Torhüter 50 bis 60 Prozent der Bälle pariert.

Also eigentlich nie.

Große Hoffnungen in Oscar Bergendahl

Drastisch formuliert: Das Einzige, was beim TVB derzeit halbwegs funktioniert, ist das Spiel über die Außen. Doch das reicht nicht für einen Sieg. „Der Spielfluss stockt, dem Rückraum fehlt die Durchschlagskraft, auch das Spiel über den Kreis ist derzeit nicht gut“, sagt Michale Schweikardt. Vor allem die Tore aus der Fernwurfzone fehlen dem TVB. Adam Lönn sucht seit Wochen nach seiner Form, Jerome Müller und Ivan Sliskovic fehlen die Konstanz. Und Jan Forstbauer kommt über Kurzeinsätze nicht hinaus – zumindest in der Offensive. Die Spielmacher Egon Hanusz und Max Häfner rennen sich oft in der gegnerischen Deckung fest. Kurzum: Das Spiel des TVB ist in der Regel gut zu lesen, es fehlen die Überraschungsmomente, das Tempo und die Finesse.

Für neuen Schwung soll nun einer sorgen, der neun Wochen lang wegen einer Knieverletzung pausieren musste. Oscar Bergendahl, schwedischer Europameister und bei den jüngsten Titelkämpfen zum besten Abwehrspieler gekürt. „Ich setze große Hoffnung in ihn“, sagt Schweikardt. In der Defensive soll er Adam Lönn entlasten, damit der seine Kräfte im Angriff bündeln kann. Und am Kreis soll Bergendahl für körperliche Präsenz und Tore sorgen.

Guter Eindruck im Testspiel

Vorige Woche bekam Bergendahl beim Testspiel gegen den Drittligisten HC Oppenweiler/Backnang rund 40 Minuten Einsatzzeit. Geplant gewesen seien 30 Minuten, so Schweikardt. Doch Bergendahl habe sich gut gefühlt, wie im Training auch, einen guten Eindruck hinterlassen. „Er freut sich, dass er wieder auf der Platte steht“, sagt der Coach. „Und wir freuen uns, dass Oscar zurück ist.“

Dafür wird der Kapitän an diesem Dienstag in Erlangen fehlen: Patrick Zieker hat sich am Meniskus operieren lassen. „Wir haben uns überlegt, ob er in Erlangen noch mal spielt“, so Schweikardt. „Dann wäre er aber im Februar ausgefallen.“ So verpasst Zieker wahrscheinlich nur eine Partie.

Vier weitere Spieler waren unter der Woche angeschlagen: Silvio Heinevetter und Samuel Röthlisberger klagten über Rückenschmerzen, beide sind Ende der vergangenen Woche wieder ins Training eingestiegen. Max Häfner hat sich gegen den HSV eine Muskelverletzung in der Schulter zugezogen. Adam Lönn ist wegen einer Grippe außer Betrieb.

Jammern indes hilft dem TVB nicht weiter. Nun gilt’s, im letzten Spiel des Jahres noch einmal die Pobacken zusammenzukneifen und das zu tun, was er in der vorigen Saison getan hat: zwei Punkte aus Franken mit nach Hause zu nehmen. Der HC Erlangen dürfte derzeit auch nicht vor Selbstbewusstsein platzen: Nach einem tollen Saisonstart mit 13:3 Punkten ist das Team von Trainer Raul Alonso längst wieder geerdet. Seit sieben Spielen wartet es auf einen Sieg – wobei Erlangen gegen die Top-Teams nur knapp verlor. „Erlangen spielt eine harte Abwehr“, so Schweikardt. Im Abwehrzentrum stehen die beiden Kreisläufer Sebastian Firnhaber und Tim Zechel. Weitere Stabilisatoren sind die Rückraumspieler Nico Büdel, Christoph Steinert und der wurfgewaltige Simon Jeppsson. Immer mehr in den Vordergrund gespielt hat sich in den vergangenen Wochen der Neuzugang Lutz Heiny. „Erlangen hat eine gute Mannschaft“, sagt Schweikardt. Sie gehöre aber nicht zu den Top 5. „Warum also sollten wir dort nicht gewinnen?“

0:14 Punkte gegen 2:12 Punkte – die Partie in der ersten Handball-Bundesliga zwischen dem HC Erlangen und dem TVB Stuttgart an diesem Dienstag (19.05 Uhr) ist nicht eben ein Verfolgerduell. Es ist das letzte Spiel in diesem Jahr und vor der WM-Pause. „Es ist eine Floskel“, sagt der TVB-Trainer Michael Schweikardt. „Aber natürlich möchten wir punkten und mit einem guten Gefühl in die Pause.“ Schweikardt hofft, dass Oscar Bergendahl bei seinem Comeback für die nötigen Impulse sorgen kann – in

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