TVB Stuttgart

Der TVB Stuttgart strebt einen Rekord an: Elf Siege in einer Saison

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Im Hinspiel blamierte sich der TVB Stuttgart bei der 26:29-Niederlage gegen die Eulen Ludwigshafen. Hier sucht Max Häfner die Lücke gegen Azat Valiullin und Gunnar Dietrich, links Jan Remmlinger und Zarko Pesevski. Im Rückspiel ist Revanche angesagt. Häfners Einsatz ist allerdings gefährdet. © Ralph Steinemann Pressefoto

Nach vier Niederlagen hintereinander peilt der TVB Stuttgart beim Tabellenvorletzten Eulen Ludwigshafen an diesem Donnerstag (19 Uhr) einen Sieg an. Der wäre zugleich ein historischer: Noch nie hat der TVB in der ersten Handball-Bundesliga in einer Saison elf Spiele gewonnen. Ans Hinspiel hat das Team von Trainer Jürgen Schweikardt allerdings schlimme Erinnerungen.

Rückblende: Mit 15:9 Punkten war der TVB in seine sechste Erstliga-Spielzeit gestartet und bis zu diesem Zeitpunkt eine der Überraschungsmannschaften. Die anschließenden Niederlagen gegen die Füchse Berlin, den THW Kiel und Bergischen HC trübten das positive Bild zum Jahresabschluss nur unwesentlich. Das änderte sich allerdings nach der WM-Pause. Nach einem schwachen Auftritt unterlag der TVB in eigener Halle dem Schlusslicht HSC Coburg mit 23:29 – und unterbot diese Leistung fünf Tage später gegen die Eulen Ludwigshafen. Die 26:29-Niederlage schmeichelte den Stuttgartern noch, die sich vom Gegner phasenweise vorführen ließen und in der Porsche-Arena zwischenzeitlich mit 8:18 im Hintertreffen lagen.

Das Polster zu den Abstiegsrängen schmolz auf drei Punkte, der 30:28-Sieg bei der MT Melsungen brachte die Zuversicht zurück. Nicht jedoch die Stabilität, die das Team über weite Strecken der Hinrunde ausgezeichnet hatte. Das Schweikardt-Team deutete zwar immer wieder an, dass es sich weiterentwickelt hat. An den Resultaten und an der Tabelle indes war dies selten abzulesen.

Abstiegskampferprobte Eulen mit großer Chance

So sitzt der TVB auf Rang 13 fest. Von einer Platzierung in der ersten Tabellenhälfte ist er ein gutes Stück weg – allerdings auch von einem Abstiegsrang. Acht Minuspunkte sind’s beispielsweise auf den Gegner an diesem Donnerstag.

Nach dem Aufstieg in der Saison 2016/2017 haben die Eulen aus Ludwigshafen die Rolle des Underdogs sichtlich genossen. Jedes Jahr war das mit großem Kämpferherzen ausgestattete Team von Trainer Benjamin Matschke als heißer Abstiegskandidat gehandelt worden. Und dreimal rettete es sich mit einem starken Finish knapp.

Auch in der vierten Saison in der höchsten Liga kämpfen die Eulen gegen den Abstieg. Nur vier von 24 Partien haben sie für sich entschieden. Als Vorletzter beträgt der Rückstand auf den rettenden 16. Platz allerdings lediglich vier Punkte. Bei noch 14 ausstehenden Partien ist also noch alles drin.

Häfner und Röthlisberger fraglich

Die jüngsten Leistungen machen Hoffnung. Knapp verloren die Ludwigshafener bei den Rhein-Neckar Löwen (27:31), gegen den TBV Lemgo (24:25) und die MT Melsungen (27:30). Zuletzt setzte es eine 21:28-Niederlage bei den Füchsen Berlin, die allerdings den Spielverlauf nur unzureichend widerspiegelt. Zur Pause hatten die Eulen beim Tabellensechsten mit 13:12 geführt, scheiterten letztlich an ihrer Chancenverwertung und am Kräfteverschleiß. Sie mussten nicht nur auf ihren verletzten Spielmacher Dominik Mappes verzichten, sondern auch auf die beiden Kreisläufer Christian Klimek und Max Haider. Das war eine deutliche Schwächung, schließlich gilt das Spiel über die Nahwurfzone als große Stärke der Eulen. Beide werden gegen den TVB wieder im Kader stehen.

„Wir wissen, was in Ludwigshafen auf uns zukommen wird“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt, der einen hochmotivierten und aggressiven Kontrahenten erwartet. Dessen Trainer Benjamin Matschke hat auf der vereinseigenen Homepage schon eine Ansage gemacht. Die Taktik werde nicht entscheidend sein, es gehe um die Bereitschaft, mehr zu geben und zu wollen als der Gegner.

„Wir haben schon gezeigt, dass wir dagegenhalten können“, sagt Schweikardt. „Ich bin zuversichtlich, dass uns das gegen die Eulen gelingen wird.“ Allerdings befinde sich der TVB aufgrund der vielen verletzten und angeschlagenen Spieler in einer schwierigen Phase. Definitiv ausfallen werden Jogi Bitter und Rudolf Faluvégi. Ob Max Häfner (Rückenprobleme) und Samuel Röthlisberger (Nackenschmerzen) auflaufen können, ist fraglich.

Nach vier Niederlagen hintereinander peilt der TVB Stuttgart beim Tabellenvorletzten Eulen Ludwigshafen an diesem Donnerstag (19 Uhr) einen Sieg an. Der wäre zugleich ein historischer: Noch nie hat der TVB in der ersten Handball-Bundesliga in einer Saison elf Spiele gewonnen. Ans Hinspiel hat das Team von Trainer Jürgen Schweikardt allerdings schlimme Erinnerungen.

Rückblende: Mit 15:9 Punkten war der TVB in seine sechste Erstliga-Spielzeit gestartet und bis zu diesem Zeitpunkt eine

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