TVB Stuttgart

Derby-Sieg in Balingen: Torhüter Primoz Prost bringt den TVB zurück in die Spur

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Primoz Prost war nach seiner Einwechslung hellwach und führte den TVB zum Sieg. Archivfoto: Jens Körner © Jens Körner

Der Handball-Erstligist TVB Stuttgart hat das erwartet umkämpfte Derby bei der HBW Balingen-Weilstetten vor 478 Zuschauern mit 30:28 (17:15) gewonnen. In einem Spiel, in dem die Führung mehrfach wechselte, setzte der Torhüter Primoz Prost den entscheidenden Impuls: Nach 40 Minuten, der TVB lag mit 20:22 im Hintertreffen, kam der Slowene für Jogi Bitter und brachte sein Team mit fantastischen Paraden auf die Siegerstraße. Im Angriff überragte Viggó Kristjanssón mit elf Toren.

Die beiden Neuzugänge waren zwar die Protagonisten im Derby. Ausschlaggebend für den zweiten Sieg in Folge war jedoch auch die geschlossene Mannschaftsleistung des TVB. Keiner im Team fiel ab. So zeigte sich beispielsweise Max Häfner auf der Spielmacherposition deutlich verbessert. Geschickt zog vor allem in den ersten 30 Minuten die Fäden im bei den Gästen, die einen prima Start erwischten. Vom 3:3 (4.) zogen sie auf 8:4 davon. Die Balinger hatten ein wenig Pech im Abschluss, der TVB spielte konzentriert und hatte eine sehr gute Abschlussquote.

Viggó Kristjánsson ist nicht zu bremsen

Nach einer frühen Auszeit (10.) kam das Team von Trainer Jens Bürkle besser ins Spiel, stopfte die Löcher in ihrer Abwehr. Der TVB bekam Probleme, versuchte es im Sieben gegen Sechs. Das funktionierte nicht besonders gut, zudem scheiterten die Gäste immer wieder am starken Balinger Keeper Mike Jensen. Mit einem 5:1-Lauf schaffte Balingen den 9:9-Ausgleich (18.), Jona Schoch brachte sein Team beim 11:10 (21.) erstmals in Führung. Nur drei Tore gelangen dem TVB binnen 14 Minuten, doch Schweikardt monierte in der Auszeit auch das zögerliche Defensivverhalten.

Lücken hatte Stuttgart vor allem auf seiner rechten Abwehrseite. Der Balinger Linksaußen Tim Nothdurft, der Beste seines Teams, überlistete Sascha Pfattheicher und Jogi Bitter ein ums andere Mal. Deutlich besser stand die andere Seite, der gefürchtete Schütze Vladan Lipovina war komplett aus dem Spiel.

Der TVB erspielte sich wieder leichte Vorteile mit zwei energischen Aktionen von Adam Lönn und Jerome Müller (13:12 und 14:13), Patrick Zieker und Max Häfner nutzten zwei Balinger Fehler per Konter zum 16:14. Mit der verdienten Zwei-Tore-Führung gingen die Gäste in die Pause (17:15).

Fantastische Paraden von Primoz Prost

Bis zur 37. Minute bewahrte der TVB sein dünnes Polster (20:18), dann hatte Balingen seine stärkste Phase und drehte die Partie wieder. Nach Nothdurfts sechstem Streich zum 21:20 (38.) scheiterten die TVB-Werfer dreimal in Folge an Jensen. Junior Scott legte zum 22:20 nach (40.).

Es war eine schwierige Phase für den TVB, der sich etwas einfallen lassen musste. Und die Idee war glänzend: Primoz Prost löste Jogi Bitter im Tor ab, Rudi Faluvegi verstärkte die Deckung auf der Halbposition. Nach einem Doppelschlag von Dominik Weiß zum 22:22-Ausgleich schnappte sich Prost den Siebenmeter des eigentlich sicheren Schützen Oddur Gretarsson und war nach Häfners 23:22 erneut zur Stelle (45.).

Das Derby nahm nun Fahrt auf. Balingen leistete sich zwei technische Fehler hintereinander, Jerome Müller traf per Gegenstoß zum 24:22. „Sauber passen, wir haben genügend Räume“, sagte der HBW-Trainer Bürkle in der Auszeit. Platz hatten seine Spieler zwar, einer indes stand ihnen weiterhin im Weg: Prost parierte einen freien Wurf des unglücklich agierenden Lipovina, auf der anderen Seite blieb der Isländer Kristjánsson eiskalt – 22:25 (51.).

TVB bleibt kühl in der Schlussphase

Natürlich blieb dem Heimteam noch genügend Zeit, das Derby erneut zu drehen. Doch Prost nervte die Balingern weiterhin, und vorne behielt der TVB auch gegen die 5:1-Deckung des Gegners den Überblick. Nach Kristjánssons 28:24 vier Minuten vor dem Ende spielten die Stuttgarter die Partie unaufgeregt nach Hause zum 30:28-Sieg. Die Rote Karte gegen René Zobel nach einem Foul am herausragenden Isländer (58.) raubte Balingen das letzte Fünkchen Hoffnung.

Mit 4:2 Punkten ist der TVB gut in die Saison gestartet. Weiter geht’s am Sonntag in der Porsche-Arena gegen den TBV Lemgo.

HBW Balingen-Weilstetten: Jensen, Bozic; Zobel (2), Lipovina (1), Kirveliavicius, Thomann (2), Nothdurft (8), Wiederstein (2), Gretarsson (2/1), Diebel, Schoch (4), Zintel (2), Scott (4), Saueressig, Heinzelmann (1), Strosack.

TVB Stuttgart: Bitter, Prost; Häfner (4), Weiß (2), Faluvegi, Lönn (3), Schulze, Röthlisberger, Zieker (5), Nicolaus, Müller (2), Pfattheicher (3), Pesevski, Kristjánsson (11/3), Wieling.

Der Handball-Erstligist TVB Stuttgart hat das erwartet umkämpfte Derby bei der HBW Balingen-Weilstetten vor 478 Zuschauern mit 30:28 (17:15) gewonnen. In einem Spiel, in dem die Führung mehrfach wechselte, setzte der Torhüter Primoz Prost den entscheidenden Impuls: Nach 40 Minuten, der TVB lag mit 20:22 im Hintertreffen, kam der Slowene für Jogi Bitter und brachte sein Team mit fantastischen Paraden auf die Siegerstraße. Im Angriff überragte Viggó Kristjanssón mit elf Toren.

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