TVB Stuttgart

Herber Rückschlag für schwachen TVB: 26:33-Pleite gegen Leipzig

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Jerome Müller und seine Kollegen vom TVB Stuttgart rannten sich immer wieder in der Leipziger Deckung fest (von links Oskar Sunnefeldt, Luca Witzke und Simon Ernst). Der SC dagegen fand mehr Lücken in der Stuttgarter Defensive. © Ralph Steinemann Pressefoto

Vier Tage nach der guten Leistung gegen den Deutschen Meister SC Magdeburg ist der Handball-Erstligist TVB Stuttgart nicht mehr wiederzuerkennen gewesen. Vor 4671 Fans in der Porsche-Arena ist er gegen den SC DHfK Leipzig um den starken Ex-TVB-Spieler Viggó Kristjánsson in allen Belangen hoffnungslos unterlegen gewesen und hat beim 26:33 (11:18) sein drittes Spiel hintereinander verloren. Statt auf Rang elf in der Tabelle zu klettern, sitzt das Team von Trainer Michael Schweikardt auf dem 14. Platz fest – mit nur vier Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.

Nach den beiden so wichtigen Siegen gegen den ASV Hamm-Westfalen (29:20) und bei FA Göppingen (25:24) hatte der TVB-Coach auf mindestens zwei Punkte aus den drei Spielen der englischen Woche gehofft. Nun ging der TVB leer aus. Und der Auftritt am Sonntagabend warf – wieder einmal – die alte Frage auf: Warum schaffen es die Bittenfelder nicht, über ein paar Spiele hinweg eine konstante Leistung abzurufen? Kostete das Spiel gegen Magdeburg am Mittwoch womöglich zu viel Kraft?

Ex-TVB-Spieler Kristjánsson überragt

Wohl kaum, denn vier Tage müssten eigentlich reichen zur Regeneration. Und doch wirkten die Stuttgarter vom Start weg müde, phlegmatisch und unkonzentriert. Die Leipziger dagegen waren, angeführt vom spielfreudigen und torgefährlichen ehemaligen Bittenfelder Viggó Kristjánsson, hellwach. Geschickt störten sie die Passwege des Stuttgarter Rückraums, der kaum einmal in eine aussichtsreiche Abschlussposition kam.

Nach fünf Fehlwürfen und zwei technischen Fehlern bat Schweikardt seine Spieler nach acht Minuten beim 1:5-Rückstand zur ersten Besprechung – ohne Erfolg. Der TVB agierte weiterhin ideenlos und verstrickte sich in Einzelaktionen, und die Deckung offenbarte viel zu viele Lücken. Schweikardt wechselte munter das Personal durch, die Gäste hatten jedoch weiterhin alles unter Kontrolle. Nach dem frustrierenden 6:13-Rückstand (21.) versuchte es der TVB mit dem siebten Feldspieler, drei davon agierten am Kreis.

Rote Karte für Adam Lönn

Nachdem auch dieses taktische Mittel verpuffte, nahm Schweikardt nach 23 Minuten die zweite Auszeit. Die allgemeine Verunsicherung indes blieb, es fehlte an allen Ecken und Enden. Logische Folge war der 11:18-Rückstand zur Halbzeit – und die beängstigende Quote von nur 39 Prozent erfolgreichen Torabschlüssen.

In die zweiten 30 Minuten startete der TVB mit mehr Biss. Voran ging Adam Lönn – allerdings nur fünf Minuten. Nachdem er Kristjánsson bei einer Abwehraktion unglücklich im Gesicht getroffen hatten, hielten die Schiedsrichter Suresh und Ramesh Thiyagarajah dem Schweden die Rote Karte unter die Nase.

Das passte zum Auftritt des TVB, der weiterhin kaum etwas auf die Reihe bekam. Nach Patrick Wiesmachs Kontertor zum 23:14 (37.) waren sogar vereinzelt Pfiffe zu hören in der Porsche-Arena. Der TVB stellte die Deckung auf 4:2 um, doch Leipzig spielte weiter routiniert auf, tat nicht mehr als notwendig. Bis auf 20:25 kam der TVB heran (47.), was auch ein Verdienst von Miljan Vujovic war, der nach seiner Einwechslung für Silvio Heinevetter (26.) eine ordentliche Leistung zeigte. In Gefahr geriet der Leipziger Sieg freilich nicht mehr, weil sich der TVB weiterhin zu viele Fehler leistete. Spätestens nach dem Treffer des starken Matej Klima zum 28:20 (50.) war die Partie durch. Immerhin wuchs der Rückstand bis zum 26:33-Endstand nicht mehr an.

Es war einer dieser Tage, an dem der TVB vermutlich noch zwei weitere Stunden hätte spielen können und dennoch nichts ausgerichtet hätte. Nun gilt’s, schnell wieder einen klaren Kopf zu bekommen für die restlichen fünf Spiele in diesem Kalenderjahr. Am Sonntag (16.05 Uhr) muss der TVB bei der SG Flensburg-Handewitt antreten. Danach gastiert der Vorletzte GWD Minden in der Porsche-Arena.

TVB Stuttgart: Heinevetter, Vujovic; Häfner (3), Serrano (1), Fernandez (4/3), Hanusz (2), Schöttle, Lönn (2), Röthlisberger, Süsser, Nicolaus, Forstbauer, Zieker (2), Müller (4), Pfattheicher (3), Sliskovic (5).

SC DHfK Leipzig: Saeveras, El-Tayar; Maric (1), Wiesmach (4), Ernst (1), Witzke (3), Krzikalla, Meyr-Siebert, Binder (6), Klima (7), Ivic (2), Sunnefeldt (2), Matthes, Sajenev, Hanemann, Kristjánsson (6/1).

Vier Tage nach der guten Leistung gegen den Deutschen Meister SC Magdeburg ist der Handball-Erstligist TVB Stuttgart nicht mehr wiederzuerkennen gewesen. Vor 4671 Fans in der Porsche-Arena ist er gegen den SC DHfK Leipzig um den starken Ex-TVB-Spieler Viggó Kristjánsson in allen Belangen hoffnungslos unterlegen gewesen und hat beim 26:33 (11:18) sein drittes Spiel hintereinander verloren. Statt auf Rang elf in der Tabelle zu klettern, sitzt das Team von Trainer Michael Schweikardt auf dem

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