TVB Stuttgart

Nationalspieler Djibril M'Bengue kehrt nach Stuttgart zurück

M''Bengue
Djibril M’Bengue (Mitte, vorne Linus Arnesson) kehrt an diesem Sonntag an seine alte Wirkungsstätte nach Stuttgart zurück. © Andreas Fischer

Die TVB-Fans werden an diesem Sonntag (16.05 Uhr) ein bekanntes Gesicht im Trikot des Bergischen HC sehen: Djibril M’Bengue kehrt mit seinem neuen Club nach vier Jahren in die Porsche-Arena zurück. „Ich freue mich riesig und werde es genießen“, sagt der 30-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung. „Es ist ja schon eine Weile her, dass ich da war.“ Aus dem damaligen Kader des TVB Stuttgart sind heute nur noch Max Häfner, Sascha Pfattheicher und Samuel Röthlisberger übrig.

Nach dem Zehn-Tore-Debakel in Hamburg zeigte sich der Bergische HC am Donnerstag gegen die Rhein-Neckar Löwen wieder von seiner besseren Seite und verpasste die Überraschung hauchdünn. „Am Ende hat uns ein bisschen das Glück gefehlt“, sagte M’Bengue am Tag danach. Wie dem gebürtigen Schorndorfer derzeit auch: Zum Einsatz kommt er vornehmlich in der Defensive.

Heimweh nach Deutschland

Die Fans des TVB Stuttgart, für den M’Bengue von 2013 bis 2018 am Ball war, haben „Djibi“ dagegen als wurfkräftigen Shooter in Erinnerung. Und sie haben es bedauert, dass es für den damals verletzungsgeplagten Publikumsliebling nicht weiterging in Bittenfeld nach der Saison 2017/2018. Sein neues Glück fand M’Bengue beim FC Porto, wo er zum deutschen Nationalspieler reifte. Es lief blendend für ihn in Portugal, und doch verabschiedete er sich nach der vergangenen Saison. Das Heimweh war zu groß.

Zwangsläufig wurde M’Bengue mit seinem Ex-Verein in Verbindung gebracht, als der TVB auf der Suche war nach einem Nachfolger von Viggó Kristjánsson. Aus der Wiedervereinigung wurde aber aus diversen Gründen nichts. Der Linkshänder wechselte zum Bergischen HC und ersetzte dort den ehemaligen Stuttgarter David Schmidt, der sich FA Göppingen anschloss.

„Wir haben eine gute Mannschaft, es sind super Jungs“, sagt M’Bengue. „Das passt alles.“ Sportlich dagegen läuft’s noch nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Die Einsatzminuten in der Offensive sind überschaubar, dabei war’s in der Vorbereitung gar nicht schlecht angelaufen. Wegen eines Hexenschusses war er zwei Wochen außer Betrieb, danach gelangen M’Bengue im Testspiel gegen den HC Motor Zaporozhye (37:26) bei sieben Versuchen sieben Tore. „Es braucht halt noch ein bisschen Zeit, solche Phasen gibt es immer wieder im Sport. Man darf nur nicht den Kopf verlieren.“

Sportlich noch Luft nach oben

Sportlich gibt’s also noch Luft nach oben, privat läuft’s besser. M’Bengue und seine Lebensgefährtin Ann-Sophie Kimmel, Fußball-Moderatorin beim Streamingsender DAZN, fanden im 25 Autominuten entfernten Düsseldorf eine Wohnung. „Die Stadt bietet viel, das ist die perfekte Lösung für uns.“ Aufgrund ihres Jobs ist die Freundin auch an den Wochenenden viel unterwegs. „Wir können meist nur kurzfristig planen“, sagt M’Bengue. „Der ganz normale Alltag ist das sicher nicht.“ Der Vorteil sei, dass viele Bundesligastadien in der Nähe sind und die Anfahrtswege für seine Freundin kurz sind. Länger unterwegs sei sie mit der Nationalmannschaft.

An gemeinsamen freien Wochenenden steht der eine oder andere Familienbesuch an – mit recht geringem Organisationsaufwand: Die Eltern der Freundin wohnen in Derendingen bei Tübingen, M’Bengues Mutter lebt in Urbach. Die Taktik ist klar: ein Tag hier, ein Tag dort. Gerecht verteilt.

Am Sonntag werden beide Familien in der Porsche-Arena vereint sein. Natürlich lassen sie sich das Spiel nicht entgehen. Es hätten sich auch viele Freunde aus der Region angekündigt. „Auch aus Schwäbisch Gmünd kommen ein paar. Ich freue mich einfach sehr aufs Wiedersehen.“

Das mit seinem ehemaligen Weggefährten in Porto indes fällt flach –jedenfalls auf dem Spielfeld. Für Ivan Sliskovic kommt der Einsatz nach seiner Muskelverletzung noch zu früh. „Das ist ein ganz feiner Kerl“, sagt M’Bengue. Sliskovic habe in seiner Karriere immer wieder ein bisschen Pech gehabt mit Verletzungen. „Wenn Ivan gesund geblieben wäre, würde er heute wahrscheinlich nicht beim TVB spielen. Er hat ein unfassbares Talent.“

Die TVB-Fans werden an diesem Sonntag (16.05 Uhr) ein bekanntes Gesicht im Trikot des Bergischen HC sehen: Djibril M’Bengue kehrt mit seinem neuen Club nach vier Jahren in die Porsche-Arena zurück. „Ich freue mich riesig und werde es genießen“, sagt der 30-Jährige im Gespräch mit dieser Zeitung. „Es ist ja schon eine Weile her, dass ich da war.“ Aus dem damaligen Kader des TVB Stuttgart sind heute nur noch Max Häfner, Sascha Pfattheicher und Samuel Röthlisberger übrig.

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