TVB Stuttgart

Starker Zwischenspurt des TVB Stuttgart zum 27:23-Derbysieg gegen Balingen

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Wie schon im Hinspiel, so zeigte Primoz Prost auch im Rückspiel gegen Balingen eine starke Leistung. Der Torhüter, der sich hier bei einem Strafwurf von Oddur Gretarsson erst im Nachwurf geschlagen geben musste, war einer der Garanten für den 27:23-Sieg des TVB. © Ralph Steinemann Pressefoto

42 Minuten lang ist das württembergische Derby in der ersten Handball-Bundesliga zwischen dem TVB Stuttgart und dem HBW Balingen-Weilstetten in der Porsche-Arena das erwartet enge Match gewesen. Nach dem 19:19 nutzte der TVB eine kolossale Schwächephase der Balinger zu einem 5:0-Lauf, setzte sich verdient mit 27:23 (14:13) durch und liegt nun mit 21:21 Punkten im Tabellenmittelfeld.

Möglicherweise wollte der TVB den Balingern ein bisschen Angst einjagen vor dem Spiel: Jogi Bitter, eigentlich für spielunfähig erklärt aufgrund einer Rückenverletzung, wärmte sich mit seinen Kollegen auf – und nahm dann doch auf der Tribüne Platz. Doch auch ohne seinen Weltmeister und ohne den ebenfalls verletzten Adam Lönn kam der TVB hervorragend in die Partie. Nicht zuletzt, weil er in Bitters Vertreter Primoz Prost lange Zeit den klar besseren Torhüter stellte.

TVB kommt super ins Spiel

Die Balinger kamen gegen die aufmerksame und flinke Deckung das Gastgebers zunächst kaum zum Abschluss. Vorne agierte der TVB im Positionsangriff variabel, ball- und treffsicher. Vor allem die Achse Viggó Kristjánsson/Zarko Pesevski bekam der Gast nicht in den Griff. Nach zwölf Minuten führte Stuttgart mit 8:4. Doch nach und nach kam das Team von Trainer Jens Bürkle besser in die Partie. Zum einen, weil die TVB-Abwehr den Balinger Rückraumschützen Vladan Lipovina und James Scott zu viel Raum ließ. Und zum anderen, weil sich die Stuttgarter in der Offensive etliche leichte Fehler und unvorbereitete Torwürfe leisteten. Nach 20 Minuten traf Scott zum 9:10-Anschluss, Lukas Saueressig glich beim 12:12 (25.) erstmals aus.

Die Leichtigkeit war weg beim TVB und das Spiel fortan ausgeglichen und über weite Strecken recht zäh. Das Schweikardt-Team rettete die knappe 14:13-Führung in die Pause – und hatte kurz nach Wiederanpfiff ein Problem zu lösen: Der Abwehrchef Samuel Röthlisberger musste zum zweiten Mal auf die Strafbank. Um kein Risiko einzugehen, übernahm der 17-Jährige Fynn Nicolaus die Aufgabe im Mittelblock. Die löste er, wie Rudolf Faluvégi auf der Halbposition in der Deckung, sehr gut.

Prost gewinnt das Torhüterduell

Trotzdem blieb das Derby eng, beide Teams taten sich im Positionsangriff schwer. Die Balinger schafften es nicht, in Führung zu gehen. Nach dem 19:19 ordnete der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt in einer Auszeit (42.) den siebten Feldspieler an – ein Risiko, das sich bezahlt machte: Der TVB spielte seine Angriffe klug aus und nutzte eine achtminütige Schwächephase des Gegners eiskalt aus. Die Balinger vertändelten gegen die aufmerksame TVB-Deckung die Bälle gleich im halben Dutzend. In Überzahl traf Patrick Zieker gleich zweimal ins leere Balinger Tor und einmal per Konter. Der 5:0-Lauf zum 24:19 (48.) bedeutete die schnelle Vorentscheidung im Derby.

Stuttgart hatte nun das nötige Selbstvertrauen und konnte sich auch die eine oder andere Konzentrationsschwäche im Abschluss leisten, weil auch das Spiel der Gäste fehleranfällig blieb. Fünf Minuten vor dem Ende machte Zieker mit dem 26:20 alles klar. Am Ende verbesserte Mike Jensen, einer von drei eingesetzten Gästekeepern, seine Fangquote. Seine Paraden kamen allerdings viel zu spät. Am Ende stand der letztlich sichere 27:23-Sieg des TVB.

Weiter geht’s für den TVB bereits am Samstag beim Aufsteiger Tusem Essen. Da hat er die Chance auf ein positives Punktekonto.

TVB Stuttgart: Prost, Lehmann, Häfner (3), Weiß (2), Faluvégi (2), Schulze (3), Röthlisberger (1), Nicolaus, Zieker (5), Müller (1), Pfattheicher (3), Pesevski (3), Krístjánsson (4/1), Wieling.

HBW Balingen-Weilstetten: Ruminsky, Jensen, Bozic; Zobel, Lipovina (5), Kirviliavicius, Thomas (3/1), Nothdurft (1), Wiederstein (2), Gretarsson (2), Beciri (2), Schoch, Zintel, Scott (4), Saueressig (3), Strosack (1).

42 Minuten lang ist das württembergische Derby in der ersten Handball-Bundesliga zwischen dem TVB Stuttgart und dem HBW Balingen-Weilstetten in der Porsche-Arena das erwartet enge Match gewesen. Nach dem 19:19 nutzte der TVB eine kolossale Schwächephase der Balinger zu einem 5:0-Lauf, setzte sich verdient mit 27:23 (14:13) durch und liegt nun mit 21:21 Punkten im Tabellenmittelfeld.

Möglicherweise wollte der TVB den Balingern ein bisschen Angst einjagen vor dem Spiel: Jogi Bitter,

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