TVB Stuttgart

TVB Stuttgart klettert nach Sieg gegen Minden auf Rang vier

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Max Häfner (mit Ball, rechts Samuel Röthlisberger) war einer der entscheidenden Spieler des TVB Stuttgart beim 30:26-Sieg gegen den TSV GWD Minden. Der Spielmacher war torgefährlich und setzte seine Mitspieler klug ein. © Ralph Steinemann Pressefoto

Die Fußballer sprechen nach so einem Spiel gerne von einem dreckigen Sieg. Nach einem seltsam müden und uninspirierten Start hat sich der Handball-Erstligist TVB Stuttgart am Donnerstagabend gewaltig gesteigert und beim 30:26 (12:13) gegen den TSV GWD Minden wichtige Punkte geholt. Mit 15:9 Zählern steht der TVB nun – zumindest bis Samstag – auf Rang vier.

Wie schon in Wetzlar, so blieb auch gegen Minden der Platz von Jürgen Schweikardt auf der Trainerbank leer. Nach dem Ende der Corona-Quarantäne wartet der Chefcoach noch auf seinen negativen Test. Schweikardts Fehlen dürfte indes kaum dafür verantwortlich gewesen sein, dass der TVB ungemein schwer in die Partie fand. Saft- und kraftlos und viel zu statisch agierte er. Die Gäste, bei denen der Ex-Stuttgarter Christian Zeitz lediglich ein paar Minuten Einsatzzeit in der Abwehr bekam, hatten wenig Probleme, die Angriffe des Heimteams zu kontrollieren.

Formstarker Max Häfner

Der bislang herausragende Viggó Kristjánsson stand zunächst neben sich, auch Dominik Weiß spielte mit zu wenig Druck. Es fehlten das Feuer und der Esprit. Zum Glück für den TVB kam der Torhüter Jogi Bitter rasch auf Betriebstemperatur. Dennoch rannten die Stuttgarter nach der 1:0-Führung einem Rückstand hinterher. 5:2 führte der Tabellensiebzehnte nach zehn Minuten. Er spielte druckvoller und variabler, brachte immer wieder den guten Kreisläufer Lucas Meister in Position. Und hinten parierte der Keeper Malte Semisch reihenweise die meist unplatzierten Würfe des TVB aus dem Rückraum.

Wenn dem TVB vorne etwas gelang, dann war meist Max Häfner beteiligt. Der Spielmacher zählte, wie schon in Wetzlar und gegen Nordhorn, zu den Besten im TVB-Trikot. Bei der 8:6-Führung (20.) nahm der Gästetrainer Frank Carstens eine Auszeit – und die ging nach hinten los: Der TVB glich mit zwei Kontertoren von Sascha Pfattheicher und Adam Lönn zum 8:8 aus. Pfattheicher legte zum 9:8 nach (22.).

Es flutschte zwar immer noch nicht im Angriff der Stuttgarter, doch mit der Einwechslung von Lönn kam mehr Dynamik und Zug ins Spiel. Der Schwachpunkt blieb der rechte Rückraum: Auch Jerome Müller setzte hier keine Akzente, und kaum einen Ball bekam Zarko Pesevski am Kreis. Die Führung wechselte noch ein paarmal, nach ziemlich ernüchternden 30 Minuten schlich der TVB mit dem 12:13-Rückstand in die Kabine.

TVB steigert sich vorne wie hinten

Auch nach der Pause hatten die Gäste zunächst leichte Vorteile, der achtfache Torschütze Christoffer Rambo fand immer wieder eine Lücke in der TVB-Deckung. Nach zehn Minuten indes wachte das Team von Co-Trainer Karsten Schäfer auf: Mit einem Doppelschlag der guten Außen Patrick Zieker und Alexander Schulze sowie zwei Treffern von Kristjánsson drehte der TVB den 17:18-Rückstand zum 21:18 (45.) – und holte sich damit die nötige Sicherheit.

Die Abwehr um den klug agierenden Samuel Röthlisberger kaufte den Mindenern den Schneid ab. Die fanden keine Lösungen mehr und versuchten es mit dem siebten Feldspieler und der 5:1-Deckung. Beides brachte keinen nennenswerten Erfolg. Der TVB steigerte sich nun auch im Angriff und hielt den Gegner mindestens zwei Toren auf Distanz. Nach dem 26:23 traf Häfner in Überzahl zum 27:23 (56.), Kristjánssons Kullertor an Carsten Lichtlein vorbei zum 28:24 bedeutete drei Minuten vor dem Ende die Entscheidung. Die restliche Zeit bis zum 30:26 spielten die Stuttgarter souverän herunter, freuten sich über den siebten Saisonsieg – und waren eine Erfahrung reicher: Hin und wieder gibt es auch Punkte nach einem lange Zeit eher durchwachsenen Auftritt. Klar ist allerdings auch, dass bei den Füchsen Berlin am Dienstag diese Leistung nicht reichen wird, um einigermaßen mitzuhalten.

TVB Stuttgart: Bitter, Prost; Häfner (6), Asgeirsson, Weiß (1), Lönn (5), Schulze (2), Röthlisberger, Zieker (6), Müller, Pfattheicher (3), Pesevski (2), Kristjánsson (5/1), Wieling.

TSV GWD Minden: Semisch, Lichtlein; Meister (6), Brand, Ritterbach, Richtzenhain (1), Zeitz, Rambo (8), Korte, Thiele, Padshyvalau (5), Strakeljahn (1), Pusica, Pehlivan (5), Staar, Gulliksen.

Die Fußballer sprechen nach so einem Spiel gerne von einem dreckigen Sieg. Nach einem seltsam müden und uninspirierten Start hat sich der Handball-Erstligist TVB Stuttgart am Donnerstagabend gewaltig gesteigert und beim 30:26 (12:13) gegen den TSV GWD Minden wichtige Punkte geholt. Mit 15:9 Zählern steht der TVB nun – zumindest bis Samstag – auf Rang vier.

Wie schon in Wetzlar, so blieb auch gegen Minden der Platz von Jürgen Schweikardt auf der Trainerbank leer. Nach dem Ende der

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