TVB Stuttgart

TVB Stuttgart mit der Chance auf einen Platz in der Spitzengruppe

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Viggó Kristjánsson (blaue Spielkleidung) setzt sich gegen die Essener Lukas Becher (links) und Jonas Ellwanger durch. Der isländische Neuzugang des TVB Stuttgart ist hervorragend in die Saison gekommen. © Ralph Steinemann Pressefoto

Mit 4:2 Punkten nach drei Spieltagen hat der TVB Stuttgart im sechsten Jahr in der ersten Handball-Bundesliga den besten Saisonstart hingelegt. Mit dem dritten Sieg am Sonntag (16 Uhr) in der Porsche-Arena setzten sich die Stuttgarter gar in der Spitzengruppe fest. Der Gegner TBV Lemgo indes könnte – wieder einmal – zum Problem werden: Die Bilanz gegen das Team um den Ex-Bittenfelder Bobby Schagen ist jedenfalls eher ernüchternd.

Es ist ein völlig neues Gefühl für den TVB Stuttgart: In den ersten fünf Jahren im Handball-Oberhaus war er nur mühsam aus den Startlöchern gekommen. In dieser Saison zierte er nach der 20:30-Auftakt-Schlappe bei den Rhein-Neckar Löwen das Tabellenende, ließ aber zwei Siege gegen den Aufsteiger Tusem Essen (31:23) und in Balingen (30:28) folgen. Das ist zwar noch lange kein Grund zu grenzenloser Euphorie. Aber: Es waren zwei reife Auftritte. Und schon in der frühen Phase der Saison zeigt sich, dass die Stuttgarter mit ihren Neuverpflichtungen offensichtlich ein glückliches Händchen hatten.

Die Neuen überzeugen

Der Isländer Viggó Kristjánsson präsentiert sich nicht nur als sehr treffsicher, er macht den TVB mit seiner Spielintelligenz und seinen klugen Anspielen auch schwerer ausrechenbar. Zudem strahlt er eine gehörige Portion Selbstbewusstsein aus. Auch Kristjánssons Positionspartner Jerome Müller hatte schon starke Szenen. Und in Balingen zeigte sich erstmals, wie wichtig Primoz Prost für den TVB werden könnte: Der ehemalige slowenische Nationaltorhüter avancierte nach seiner Einwechslung zum Matchwinner. Entsprechend zufrieden ist der Stuttgarter Trainer mit seinen Neuzugängen. „Alle hatten ihren Anteil an den Erfolgen“, sagt Jürgen Schweikardt. „Teilweise auch einen sehr großen.“

Knapp unter den ersten zehn in der Tabelle hat sich der TBV Lemgo in den vergangenen vier Spielzeiten gehalten. Eine ähnliche Platzierung wird dem Team von Trainer Florian Kehrmann auch in dieser Saison zugetraut. Allerdings müssen die Lipperländer nach einigen Abgängen ein wenig umbauen. Unter anderem sind die beiden Kreisläufer Christoph Theuerkauf und Christian Klimek nicht mehr dabei. Mit Marcel Timm holte Lemgo für den Kreis ein Talent aus Coburg, ein Hochkarätiger ist der zweite Neue auf dieser Position: Gedeon Guardiola kommt von den Rhein-Neckar Löwen und spielt nun wieder mit seinem Zwillingsbruder Isaias zusammen, der seit drei Jahren im rechten Rückraum beim TBV agiert. Natürlich verstehen sie sich auch auf dem Platz sehr gut.

Lemgo mit der torhungrigsten Flügelzange der Liga

Besonders torgefährlich ist die erfahrene isländisch-niederländische Flügelzange Bjarki Elisson und Bobby Schagen. Mit Alexander Reimann und Lukas Zerbe hat Lemgo hier talentierte Nachwuchskräfte als Backup. In der vergangenen Saison erzielte kein Team der Liga mehr Tore über die Außen als der TBV Lemgo. Die Stuttgarter Außenspieler werden also am Sonntag in der Defensive besonders wachsam sein müssen. Aufpassen muss der TVB auch auf den nach seinem Kreuzbandriss wieder genesenen Mittelmann Tim Suton. Der deutsche Nationalspieler teilt sich die Position mit Andrej Kogut.

Lemgo gewann sein Auftaktspiel gegen den Neuling HSC Coburg mit 33:26, scheiterte jedoch bei der 21:27-Niederlage in Melsungen vornehmlich am überragenden Torhüter Nebosja Simic. Gegen die Eulen Ludwigshafen setzte sich der TBV Lemgo zuletzt mit 24:22 durch.

Jürgen Schweikardt sieht den Gegner in der „leichten“ Favoritenrolle. Vielleicht auch, weil die Bilanz eindeutig für das Kehrmann-Team spricht: In den vergangenen drei Jahren ging Stuttgart nur einmal als Sieger vom Spielfeld, in der Vorsaison teilten sich die Kontrahenten beim 26:26 in Stuttgart die Punkte.

„Lemgo liegt uns tatsächlich nicht so besonders“, sagt Schweikardt. Florian Kehrmann sei es gelungen, seine Mannschaft peu à peu weiterzuentwickeln. Die Struktur im Team und die Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern stimme, ein Großteil des Teams spiele schon seit Jahren zusammen. „Trotzdem möchten wir natürlich unseren positiven Trend fortsetzen.“ Die Voraussetzungen passen: Alle Mann sind spielfähig.

Info

Aufgrund der aktuell stark ansteigenden Corona-Fallzahlen in der Stadt Stuttgart hat das Ordnungsamt die zugelassene Zuschauerzahl bis auf weiteres auf 500 Besucher reduziert. Damit kann der TVB die Dauerkartenbesitzer bei der Ticketvergabe nicht berücksichtigen.

Mit 4:2 Punkten nach drei Spieltagen hat der TVB Stuttgart im sechsten Jahr in der ersten Handball-Bundesliga den besten Saisonstart hingelegt. Mit dem dritten Sieg am Sonntag (16 Uhr) in der Porsche-Arena setzten sich die Stuttgarter gar in der Spitzengruppe fest. Der Gegner TBV Lemgo indes könnte – wieder einmal – zum Problem werden: Die Bilanz gegen das Team um den Ex-Bittenfelder Bobby Schagen ist jedenfalls eher ernüchternd.

Es ist ein völlig neues Gefühl für den TVB Stuttgart:

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