TVB Stuttgart

TVB-Trainer Schweikardt fordert mehr Handlungsschnelligkeit

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In Hannover ging das Team von Trainer Michael Schweikardt (links Egon Hanusz) nach einer enttäuschenden Leistung leer aus. Im letzten Heimspiel in diesem Jahr gegen den HSV Hamburg sollen die Punkte in der Porsche-Arena bleiben. © Ralph Steinemann Pressefoto

Um halbwegs entspannt in die WM-Pause im Januar zu gehen, sollte der Handball-Erstligist TVB Stuttgart aus den verbleibenden beiden Spielen gegen den HSV Hamburg an diesem Donnerstag (19.05 Uhr/Porsche-Arena) und am 27. Dezember in Erlangen mindestens noch zwei Punkte sammeln. Die wollte er eigentlich schon in Hannover, präsentierte sich dort allerdings überraschend zahnlos. Der TVB-Trainer glaubt weiterhin fest an sein Team. „Wir haben genügend Qualität“, sagt Michael Schweikardt.

Bei der jüngsten 22:27-Niederlage in Hannover indes blieb die über weite Strecken im Verborgenen. Allen voran der Angriff ließ zu wünschen übrig. „Wir schaffen es derzeit einfach nicht, den Ball rechtzeitig weiterzuspielen, und geraten so immer wieder in Stoppfouls des Gegners und ins Zeitspiel“, so Schweikardt. Seine Spieler müssten früher erkennen, wann sich eine gute Torchance biete oder wann ein Pass die bessere Wahl sei.

Michael Schweikardt: Keine Zweifel am Kader

Zweiter Punkt sei, dass aus der zuletzt guten Verteidigung zu wenig Kapital geschlagen werde. „Wir brauchen wieder mehr einfache Tore, wenn es im Sechs-gegen-sechs klemmt.“ Zweifel an der Qualität des Kaders hat Schweikardt nicht. „Im Training beweisen wir’s immer wieder, dass wir auf einem richtig guten Niveau spielen können. Leider kriegen wir’s im Spiel noch nicht konstant hin.“

Außer am flüssigen Angriffsspiel und leichten Toren aus dem Gegenstoß mangelt's dem TVB auch an Toren aus der Fernwurfzone. Für die wären eigentlich in erster Linie Adam Lönn und Nico Schöttle zuständig. Beim Schweden indes läuft’s in dieser Saison noch nicht wie gewohnt, der Youngster fällt mit einer Bänderverletzung einige Wochen aus. Schwer tut sich derzeit auch Jerome Müller. „Da müssen wir zulegen“, sagt Schweikardt. „Oder wir müssen mehr über unsere starken Außen spielen.“

HSVH hat sich gut verstärkt

Um die nächste Aufgabe zu bewältigen, braucht der TVB auf sämtlichen Positionen eine deutliche Leistungssteigerung. Der Vorjahresaufsteiger HSV Hamburg, dem die Experten nach Rang 14 eine schwierige zweite Saison vorausgesagt hatten, hält locker mit und ist mit 17:15 Punkten frei von jeglichen Abstiegssorgen. Dabei hat das Team von Trainer Torsten Jansen einen größeren Umbruch zu bewältigen. Nicht mehr dabei sind unter anderem der Ex-Bittenfelder Manuel Späth und Jan Forstbauer, der am Donnerstag mit dem TVB auf seinen Ex-Club trifft. Zum zweiten Mal an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren werden Jogi Bitter und Tobias Schimmelbauer.

Sehr gut eingeschlagen beim HSVH haben von den Neuen vor allem Jacob Lassen und Dani Baijens. Der Däne Lassen ersetzt Forstbauer im rechten Rückraum. „Seine Spielweise erinnert ein bisschen an Viggó Kristjánsson“, so Schweikardt. „Er macht wenig Fehler und trifft viele gute Entscheidungen.“ Zudem ist Lassen auch defensivstark. Der niederländische Nationalspieler Baijens ist ein wendiger Mittelmann – ebenso wie Leif Tissier. Der Spielmacher feierte, nach dreimonatiger Verletzungspause, beim 32:25 gegen den ASV Hamm-Westfalen ein gutes Comeback. Gegenpart zu den quirligen Mitte-Spielern ist der wurfkräftige Halblinke Azat Valiullin. Kurzum: Der HSV hat einen guten Mix. Schweikardt ist dennoch optimistisch. „Wir können Mannschaften wie Hamburg schlagen – und wir haben ein Heimspiel.“

Am Kader wird sich nichts ändern. Für Oscar Bergendahl kommt das Spiel noch zu früh. Schweikardt hofft, dass er den Kreisläufer am Dienstag beim Testspiel in Oppenweiler (19 Uhr) einsetzen kann. In Erlangen am Dienstag, 27. Dezember, soll Bergendahl in den Ligabetrieb einsteigen.

Um halbwegs entspannt in die WM-Pause im Januar zu gehen, sollte der Handball-Erstligist TVB Stuttgart aus den verbleibenden beiden Spielen gegen den HSV Hamburg an diesem Donnerstag (19.05 Uhr/Porsche-Arena) und am 27. Dezember in Erlangen mindestens noch zwei Punkte sammeln. Die wollte er eigentlich schon in Hannover, präsentierte sich dort allerdings überraschend zahnlos. Der TVB-Trainer glaubt weiterhin fest an sein Team. „Wir haben genügend Qualität“, sagt Michael

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