TVB Stuttgart

Wiedersehen mit Viggó Kristjánsson: TVB Stuttgart erwartet Leipzig

Max Häfner TVB 1898 Stuttgart gegen von links Christian O´Sullivan, Marko Bezjak, Magnus Saugstrup SC Magdeburg.
Max Häfner (beim Wurf) zeigte gegen den SC Magdeburg (von links Christian O’Sullivan, Fynn Nicolaus, Marko Bezjak und Magnus Saugstrup) eine starke Leistung. Die Dynamik des Spielmachers braucht der TVB auch an diesem Sonntag (18 Uhr) gegen den SC DHfK Leipzig. © Ralph Steinemann Pressefoto

Sehr gut präsentiert hat sich der Handball-Erstligist TVB Stuttgart im Nachholspiel am Mittwoch gegen den SC Magdeburg, am Ende hatte er beim 28:32 dennoch das Nachsehen. „Ein bisschen enttäuscht sind wir schon“, sagte der Trainer Michael Schweikardt am Tag danach. Lange grübeln indes dürfen die Bittenfelder nicht: Am Sonntag bereits (18 Uhr) gastiert der punktgleiche SC DHfK Leipzig in der Porsche-Arena – mit neuem Trainer und dem Ex-TVB-Spieler Viggó Kristjánsson.

Es spricht durchaus fürs neue Selbstbewusstsein des TVB, dass er sich nicht damit zufriedengibt, die Niederlage gegen den deutschen Meister im Rahmen gehalten zu haben. Die Magdeburger jedenfalls waren froh, dass sie die Fahrt in den Süden unbeschadet überstanden haben und gemeinsam mit den Füchsen Berlin das Team mit den wenigsten Minuspunkten bleiben. „Wenn Stuttgart in der Endphase auf Unentschieden gestellt hätte, weiß ich nicht, was das mit uns gemacht hätte“, sagte der SCM-Trainer Bennet Wiegert. „Aber wir können die Uhr ja nicht zurückdrehen.“

Das kann auch sein Trainerkollege beim TVB nicht – aber einige Erkenntnisse aus der Partie mitnehmen. „Ich denke schon, dass wir eine Entwicklung sehen können“, so Michael Schweikardt. In den ersten drei Spielen gegen die Top-Teams hatte der TVB kräftig Prügel einstecken müssen: 23:36 gegen Kiel, 21:31 gegen Berlin und 30:43 gegen die Rhein-Neckar Löwen. Dieses Mal war er ein ernstzunehmender Gegner.

Verantwortung ist auf mehrere Schultern verteilt

Ein Grund dafür ist, außer dem gestiegenen Selbstvertrauen, dass der Kader der Bittenfelder nun nicht mehr nur theoretisch breiter ist und Schweikardt mehr Möglichkeiten hat, bedenkenlos zu tauschen. In Melsungen beispielsweise hatte Egon Hanusz auf der Spielmacherposition überzeugt, gegen Magdeburg füllte Max Häfner diese Rolle sehr gut aus. Auf Linksaußen bekam der junge Daniel Fernandez den Vorzug vor Kapitän Patrick Zieker und zeigte nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, warum er in der ersten spanischen Liga in das All-Star-Team berufen worden war. Zufrieden war Schweikardt auch mit Jan Forstbauer. „Er verteidigt super und strahlt jetzt auch mehr Torgefahr aus.“

Luft nach oben allerdings gibt’s nicht nur beim Linkshänder. „Wir können zwar die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen“, so Schweikardt. „Insgesamt fehlt uns in manchen Situationen aber noch die letzte Präzision und Überzeugung im Abschluss.“

Auch Leipzig mit neuem Trainer

Die braucht der TVB am Sonntag, wenn er gegen den SC DHfK Leipzig bestehen will. Der wollte nach den Plätzen acht, sechs und neun in den vergangenen drei Jahren in der aktuellen Saison an den internationalen Plätzen zumindest schnuppern. Leipzig lotste unter anderem Viggó Kristjánsson nach Sachsen. Doch wie der TVB, so erwischte auch der SC mit 4:14 Punkten einen miserablen Saisonstart. Und wie der TVB, so trennte sich auch Leipzig von seinem Trainer: André Haber musste nach der 24:32-Niederlage in Magdeburg gehen.

Nach einem Spiel mit dem Interimstrainer Milos Putera präsentierte der SC schon einen Nachfolger – der ist erstens in der Bundesliga kein Unbekannter, zweitens hat er einen Bezug zum TVB. Rúnar Sigtryggsson war Trainer in Eisenach, Aue und Balingen-Weilstetten. Sein Sohn Andri Már Rúnarsson spielte in der vergangenen Saison beim TVB, wechselte dann aber vorzeitig wieder zurück nach Island. Der neue Coach schaffte tatsächlich – wie Michael Schweikardt beim TVB – den sogenannten Turnaround. Leipzig gewann bei der HSG Wetzlar (25:24) und gegen den ASV Hamm-Westfalen (33:23.) „In Wetzlar muss man erst mal gewinnen“, sagt Schweikardt. Der TVB hatte dort beim 24:32 keine Chance.

Leipzig hat ein eingespieltes Team. Außer Kristjánsson kamen lediglich der Kreisläufer Marino Mamic (MT Melsungen) und der junge Linksaußen Tim Matthes (Füchse Berlin) hinzu. Stützen des Teams sind die deutschen Nationalspieler Simon Ernst und Luca Witzke sowie der Torhüter Kristian Saeveras.

Schweikardt schätzt den kommenden Gegner als eine der vielen Mannschaften ein, die sich leistungsmäßig auf einem vergleichbaren Level bewegen. „Wir müssen versuchen, noch mehr auf den Punkt zu spielen und ähnlich kompakt zu stehen wie gegen Magdeburg.“ Ganz unbedeutend ist die Partie nicht, schließlich geht’s eng zu in der Tabelle. Mit einem Sieg ist Rang elf drin für den TVB, bei einer Niederlage könnte er auf den drittletzten Platz abrutschen.

Am Kader wird sich nichts ändern. Der Rechtsaußen Sascha Pfattheicher kränkelt nach wie vor etwas, sein Einsatz ist gefährdet. Ansonsten steht bis auf Oscar Bergendahl das komplette Team zur Verfügung.

Sehr gut präsentiert hat sich der Handball-Erstligist TVB Stuttgart im Nachholspiel am Mittwoch gegen den SC Magdeburg, am Ende hatte er beim 28:32 dennoch das Nachsehen. „Ein bisschen enttäuscht sind wir schon“, sagte der Trainer Michael Schweikardt am Tag danach. Lange grübeln indes dürfen die Bittenfelder nicht: Am Sonntag bereits (18 Uhr) gastiert der punktgleiche SC DHfK Leipzig in der Porsche-Arena – mit neuem Trainer und dem Ex-TVB-Spieler Viggó Kristjánsson.

Es spricht

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