Verkehrslage

Die Stellwerkstörung ist behoben

1/4
WhatsApp_Image_2019-11-21_at_08.03.28_0
Nach einer Stellwerkstörung läuft der Zugverkehr wieder (21.11.). © Anne-Katrin Walz
2/4
WhatsApp_Image_2019-11-21_at_07.55.09_1
Nach einer Stellwerkstörung läuft der Zugverkehr wieder (21.11.). © Anne-Katrin Walz
3/4
WhatsApp_Image_2019-11-21_at_07.55.10_2
Nach einer Stellwerkstörung läuft der Zugverkehr wieder (21.11.). © Anne-Katrin Walz
4/4
WhatsApp_Image_2019-11-21_at_08.03.27_3
Nach einer Stellwerkstörung läuft der Zugverkehr wieder (21.11.). © Anne-Katrin Walz

Waiblingen.
Endlich: Die Stellwerkstörung ist behoben. Nachdem gestern bei einem aberwitzigen Bahn-Desaster zahllose Pendler an den Bahnhöfen warteten und teilweise nicht zur Arbeit kamen, läuft  der Zugverkehr zwischen Waiblingen und Schorndorf nun wieder reibungslos. Die Verspätungen einzelner Züge belaufen sich auf maximal fünf Minuten. Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Stuttgart und Crailsheim läuft ebenfalls wieder ohne Einschränkungen.

"Die Leute rannten geradezu zum Bahnsteig, um die pünktlich einfahrende S-Bahn noch zu erreichen. Damit rechnete ja heute Morgen niemand", berichtet unsere Reporterin Pia Eckstein vom Waiblinger Bahnhof. Am gestrigen Mittwoch ging auch der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) noch nicht davon aus, die Störung bis zum heutigen Donnerstag beheben zu können. Aber offensichtlich war es für die Mitarbeiter von Bahn und VVS eine arbeitsreiche und erfolgreiche Nacht.

Um 5.35 Uhr meldete der VVS erste Erfolge: "Es wird versucht, am heutigen Morgen den S-Bahnverkehr zwischen Waiblingen und Schorndorf wieder stabil hochzufahren. Die ersten Züge werden zwischen Waiblingen und Schorndorf geplant." Seit 6.15 Uhr, pünktlich zum Berufsverkehr, dann nachNachrichtenagentur "dpa" einen Bericht wert.

Wie wurde das Problem im Stellwerk behoben?

An die 20 Fachleute arbeiteten die Nacht durch. Es waren Mitarbeiter der Bahn und jener Firma, die Software und Datenkabel des Stellwerks hergestellt hat. Denn das Desaster kam ja durch und auf reguläre und geplante Arbeiten in der Elektronik obendrauf. Beim Austausch veralteter Teile und dem Aufspielen aktueller Programme war’s am Montag und am Dienstag zu Problemen gekommen, die eigentlich nicht hätten sein sollen. Totalabsturz quasi – und der zeitigte furchtbare Folgen: Nur noch zwei Fahrzeuge pro Stunde – jeweils der Regionalexpress und eine S-Bahn – konnten auf die Strecke zwischen Waiblingen und Plüderhausen gelassen werden. Denn die Stellwerkscomputer erkannten nicht mehr, ob die Gleise frei waren. Die Gefahr, dass es zu einer Kollision kommt, wäre viel zu groß gewesen.

Die nächtliche Schicht schlug sich also im Büro mit den Computern rum und außerdem draußen in der Kälte an den Gleisen, denn dort verlaufen all die Datenkabel, die die elektronischen Signale an die Stellen weiterleiten, wo dann gemessen und geschaltet wird.

Immer wieder in der Nacht wurden die Computer testweise hochgefahren, zum Start in die S-Bahn-Morgenschicht gegen 4 Uhr in der Früh dann musste es klappen – und das tat’s auch. Zwar ruckelte das ganze System noch ein wenig, denn diverse S-Bahnen standen wegen des Chaos vom Vortag noch nicht dort, wo sie üblicherweise losfahren. Doch die Verspätungen schrumpften und waren irgendwann verschwunden.