Verkehrslage

Streckensperrung: Genervte Fahrgäste

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Vor dem VfB-Heimspiel: Anstehen für den Schienenverkehrs-Ersatzbus in Endersbach (am Samstag, 13.4.2019). © ZVW/Mara Brunner
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Vor dem VfB-Heimspiel: Anstehen für den Schienenverkehrs-Ersatzbus in Endersbach (am Samstag, 13.4.2019). © ZVW/Mara Brunner
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Der Schienenersatzverkehr mit Bus wegen der Streckensperrung aufgrund von Bauarbeiten ist angelaufen. © Gaby Schneider
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Der Schienenersatzverkehr mit Bus wegen der Streckensperrung aufgrund von Bauarbeiten ist angelaufen. © Gaby Schneider
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Der Schienenersatzverkehr mit Bus wegen der Streckensperrung aufgrund von Bauarbeiten ist angelaufen. © Gaby Schneider
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Der Schienenersatzverkehr mit Bus wegen der Streckensperrung aufgrund von Bauarbeiten ist angelaufen. © Gaby Schneider
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Der Schienenersatzverkehr mit Bus wegen der Streckensperrung aufgrund von Bauarbeiten ist angelaufen. © ZVW/Gaby Schneider
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Anzeige am Bahnhof Schorndorf (Samstag, 13.4.2019). © ZVW/Gaby Schneider

Schorndorf/Weinstadt.
12.48 Uhr in Schorndorf. Wer an diesem Samstag (13.4.) ganz gemütlich nach Stuttgart zum Einkaufen fahren wollte, dürfte das spätestens bei der Ankunft am Bahnhof bereut haben. Denn beim Blick auf die Anzeigetafel fiel auf: Die S2 fährt nicht, wie üblich, bis nach Filderstadt, sondern stattdessen nur bis Grunbach. Grund dafür ist die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Grunbach und Waiblingen aufgrund von Bauarbeiten, die bis Samstag, 20. April, 6.30 Uhr andauern werden.

Möchte man also zum Beispiel von Schorndorf bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof fahren, ist man gezwungen in Grunbach auszusteigen, dort in die bereitgestellten Ersatzbusse, welche jeden Bahnhof von Grunbach bis Waiblingen abfahren, einzusteigen und in Waiblingen wiederum in die S-Bahn Richtung Filderstadt umzusteigen.  Selbsterklärend, dass das bei vielen Fahrgästen für Unbehagen gesorgt hat. Immerhin braucht der Bus von Grunbach bis nach Waiblingen ungefähr eine halbe Stunde, für die Anreise nach Stuttgart muss man seit Samstag also gut eine Stunde einplanen.

Ein Problem war das vor allem für die unzähligen VfB-Fans, denn wer sich nicht überpünktlich auf den Weg ins Stadion gemacht hatte, kam mit ziemlicher Sicherheit verspätet in Bad Cannstatt an. Sätze wie „Nie wieder Schienenersatzverkehr“ oder „Das nächste Mal nehmen wir auf jeden Fall das Auto“ waren da im Bus keine Seltenheit. Beschwert wurde sich zum einen über die Route, die der Bus nahm, die als „ein totaler Umweg“ bewertet wurde, zum anderen darüber, dass der Bus spätestens nach seinem Halt in Endersbach maßlos überfüllt war und an eine entspannende Busfahrt nicht mehr zu denken war. Grund hierfür auch: die Baustelle in Beutelsbach. Über diese beklagten sich übrigens auch die Busfahrer.

Kurzum: Genervte VfB-Fans, sonstige Fahrgäste und Fahrer in überfüllten Bussen. Viele hatten unsere Zeitungsberichte nicht verfolgt und wussten nichts von der Streckensperrung. Nicht auszudenken, wie das alles unter der Woche, zu Zeiten des Berufsverkehrs ab kommenden Montag (15.4.), ablaufen wird.

Auf was man achten sollte

Zur Erinnerung: Seit diesem Samstag (13.04.2019) ist für Berufspendler, Wochenendausflügler und Einkaufsbummler, die per Bahn unterwegs sind, der Weg etwas komplizierter, und auch VfB-Fans sollten bei der Anreise zum Match gegen Leverkusen früher aufbrechen: Wegen Gleisarbeiten ist die Strecke zwischen Grunbach und Waiblingen für S-Bahn und Regional-Express unbefahrbar.

Was der Fahrgast einplanen muss, ist vor allem mehr Zeit und starke Nerven – das Verbindungsnetz zwischen Schorndorf und Stuttgart aber bleibt dicht geknüpft, und die Bahn hat Busse im Einsatz.

Welche Optionen Bahnfahrer nun haben, was bei der Reiseplanung hilft, was da genau gebaut wird und wie viele Fahrgäste betroffen sind, lesen sie hier.

Eine Fotogalerie von der Einrichtung der Baustelle auf der Bahnstrecke finden Sie hier.

Der Gleisbauzug soll dem Vernehmen nach ab Sonntag (14.4.) zum Einsatz kommen. Am Samstag wurden die Schwellen abgeschraubt. Es soll sich um circa 3000 Schrauben handeln, berichtet unser Fotoreporter Gabriel Habermann von vor Ort.