Meinung

Verwaltung Kaisersbach und Gemeinderat: Rauft euch endlich zusammen!

Jörg Hinderberger
Jörg Hinderberger © Gabriel Habermann

s gab erneut eine Gemeinderatssitzung in Kaisersbach, in der es zwischen der Verwaltung um Bürgermeisterin Katja Müller und den Rätinnen und Räten nicht immer nur sachliche Diskussionen gab. Teilweise mussten die zahlreichen Bürger in der Gemeindehalle lachen, teilweise war großes Entsetzen zu sehen. Schon seit einem Jahr ist eine große Unruhe, mittlerweile sogar große Frustration zu spüren. Heftige Kritik an Bürgermeisterin Katja Müller gab es bereits in der Sitzung im Juni 2019. Meistens gibt es nur Versprechungen und Verschiebungen. Viele Projekte werden nicht zu Ende gebracht, andere Entscheidungen zu oft vertagt. Ein Gefühl, dass es in Kaisersbach vorangeht, gibt es schon lange nicht mehr. Einige Bürger sprechen schon von der Muppet Show, wenn sie am Donnerstagabend in die Gemeinderatssitzungen nach Kaisersbach gehen. Die meisten Bürger sind jedoch enttäuscht, dass nichts vorangeht. Schulhaus Ebni - keine Entscheidung. Breitband und Mobilfunk - keine Entscheidung. Schwabenpark-Pläne für Ganzjahresbetrieb - keine neuen Infos für die Bürger. Nachtragshaushalt - noch keine Entscheidung. Fakt ist, der Kaisersbacher Gemeinderat würde gerne schneller und effektiver einige Projekte realisieren, doch es geht nicht. Schulhaus Ebni: Schon vor einigen Jahren hätte hier eine Entscheidung über die Sanierung fallen können, es ist immer noch nicht klar, wann und wie es weitergeht. Breitband und Mobilfunk: Die Telekom gibt seit Jahren laut Katja Müller nur fehlerhafte Angebote ab, warum ausgerechnet nur in Kaisersbach? Drei Jahre Vorsprung hat Kaisersbach hier gegenüber Alfdorf, mal sehen, wer schneller Breitband und Mobilfunk bekommt, nachdem Alfdorf seit ein paar Wochen unter Bürgermeister Ronald Krötz auch richtig Gas gibt. Schwabenpark Indoorhalle: Klar sei nur, dass die Indoorhalle nicht am geplanten Standort gebaut werden soll, aber wo dann? Oder gar nicht? Gibt es Pläne für einen Ganzjahresbetrieb im Schwabenpark? Bislang keine Antworten von der Verwaltung. Eine Bürgerinfoveranstaltung - Fehlanzeige. Und zum Schluss noch der Nachtragshaushalt: Der Gemeinderat bemängelt verständlicherweise, dass die geforderten Listen zum Ansetzen des Rotstifts nicht rechtzeitig und umfänglich von der Verwaltung dargelegt wurden. Entscheidung: Vertagt auf die nächste Sitzung! Auch andere Gemeinden diskutieren emotional, aber meistens zielführend. In Kaisersbach ist ein roter Faden nicht erkennbar. Die Diskussionen werden oft nur emotional geführt. Der Grund liegt auf der Hand: Der Gemeinderat ist zu großen Teilen einfach nur enttäuscht und frustriert, die Verwaltung schafft es nicht mehr, die Aufgaben zu priorisieren und abzuarbeiten. Seit zwei Jahren wurde kein Bauplatz mehr verkauft. Woher soll das Geld kommen, wenn nicht über Bauplätze? Der Bürger in der Gemeindehalle hatte das Gefühl, eine Bankrotterklärung zu erleben. Wie, wann und ob sich die Verwaltung und der Gemeinderat wieder zusammenraufen und wichtige Projekte zu Ende bringen, bleibt offen. Fakt ist, so kann und darf es nicht weitergehen. Denn es gibt nicht nur den Gemeinderat und die Verwaltung, die frustriert und enttäuscht sind, sondern vor allem die Bürger in Kaisersbach. Bis zur Bürgermeisterwahl im Herbst 2021 ist noch eine lange Zeit, und niemand weiß, ob ein neuer Schultes oder eine neue Bürgermeisterin es besser machen. Daher der dringende Appell an alle, reißt euch zusammen und arbeitet effektiv für die Sache, vor allem für die Kaisersbacher Bürger.

s gab erneut eine Gemeinderatssitzung in Kaisersbach, in der es zwischen der Verwaltung um Bürgermeisterin Katja Müller und den Rätinnen und Räten nicht immer nur sachliche Diskussionen gab. Teilweise mussten die zahlreichen Bürger in der Gemeindehalle lachen, teilweise war großes Entsetzen zu sehen. Schon seit einem Jahr ist eine große Unruhe, mittlerweile sogar große Frustration zu spüren. Heftige Kritik an Bürgermeisterin Katja Müller gab es bereits in der Sitzung im Juni 2019. Meistens

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