VfB Stuttgart

VfB entscheidet am 1. Juni über Ausgliederung

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Hitzig, emotional und teilweise turbulent ging es auf der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart am Sonntag (9.10.) in der Schleyerhalle zu. © Danny Galm

Stuttgart. Der VfB hat für Donnerstag, den 1. Juni eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, bei der unter anderem über eine Ausgliederung entschieden werden soll. Das gab der Verein am Montag (03.04.) auf seiner Homepage bekannt.

Der Vereinsvorstand spricht sich deutlich für die Ausgliederung der Profi-Abteilung aus. Der VfB brauche zusätzliches Eigenkapital, wenn er langfristig konkurrenzfähig und erfolgreich sein wolle. "Und dieses Kapital generiert er bestmöglich mit einer Ausgliederung." Die Ausgliederung der Profi-Abteilung hat für viele Diskussionen unter Fans und Vereinsmitgliedern gesorgt. Laut Vereinsführung habe diese Diskussion den VfB gelähmt und einen Beitrag zur Abwärtsspirale geleistet. Nun soll es zeitnah eine endgültige Entscheidung zu diesem Thema geben, um Planungssicherheit für den VfB zu schaffen. Dies soll nun am 1. Juni um 18.30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena geschehen. 

Zurück zum Erfolg: 100 Millionen Euro für den VfB

"Der VfB Vorstand hat einen nachhaltigen Plan, wie er den VfB Stuttgart in den kommenden Jahren wieder erfolgreich machen will – ohne auch nur ein Stück von der Seele des Vereins zu verkaufen und ohne sich dabei von anderen abhängig zu machen", lautet die beschwichtigende Nachricht an die Fans. 

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich im SWR-Interview: "Wir werden das Geld zu 100 Prozent in den sportlichen Bereich investieren."

Die Vereinsführung plant durch die Beteiligung von Partnern mit maximal 24,9 Prozent an der VfB Stuttgart 1893 AG in den nächsten Jahren zusätzliche Einnahmen in Höhe von insgesamt circa 100 Millionen Euro zu erzielen. Diese Anschubfinanzierung soll die Grundlage für weitere Einnahmen sein, die der Vorstand in den Profikader, in den Nachwuchsbereich und in die sportliche Infrastruktur investieren will.

Satzungsänderung soll Mitgliederbasis stärken

Zusätzlich schlagen die VfB Verantwortlichen Satzungsänderungen vor, um die Mitgliederbasis stärker einzubinden. Statt des Ehrenrats und Aufsichtsrats soll es im Verein zukünftig einen Vereinsbeirat geben, der grundsätzlich allen Mitgliedern offensteht und von der Mitgliederversammlung gewählt wird. Dieser schlägt in Zukunft den Präsidenten des Vereins und weitere Präsidiums-Kandidaten vor, die dann von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Das Präsidium wiederum vertritt die Mitglieder mit einer beherrschenden Stimmhoheit von mindestens 75,1 Prozent in der AG. Damit behält der Verein immer das Heft des Handelns in der Hand.

Möglichst viele Mitglieder sollen abstimmen

Der Termin für die Mitgliederversammlung ist nicht zufällig ausgewählt. Der Vorstand hat gezielt einen Termin nach der Saison und vor den Pfingsferien bestimmt, um möglichst viele Mitglieder zu beteiligen. Nur in diesem Fall stünde, bei einer Entscheidung für die Ausgliederung, zusätzliches Kapital für Infrastruktur-Maßnahmen, den Profi-Kader sowie den Nachwuchs bereits in der kommenden Saison zur Verfügung und könnte den sportlichen Erfolg im nächsten Jahr verstärken. Und zwar unabhängig von der Ligazugehörigkeit.

VfB im Dialog am Montag

Am Montag um 18.30 Uhr solllen bei einer Folge von „VfB im Dialog“ offene Fragen geklärt werden. Die Veranstaltung sehen Sie bei uns im Livestream.