VfB Stuttgart

VfB-Mitglieder stimmen für die Ausgliederung

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Die Mitglieder haben den Plänen der Vereinsführung, die Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft (AG) auszugliedern, zugestimmt. © Danny Galm
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Das offizielle Abstimmungsergebnis. © Danny Galm

Stuttgart.
Um 22:25 Uhr war die Entscheidung gefallen: Mit 84,2 Prozent stimmten die Mitglieder des VfB Stuttgart auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung für die Ausgliederungspläne der Vereinsführung.14.036 VfB-Mitglieder waren am Donnerstagabend nach Bad Cannstatt gekommen – die größte Mitgliederversammlung in der Geschichte des Vereins.

7.664-„Ja“-Stimmen vs. 1.435-„Nein“-Stimmen

Von den 9.099 stimmberechtigten VfB-Mitgliedern stimmten 7.664 für die Ausgliederung der Profiabteilung in eine Aktiengesellschaft. 1.435 „Dunkelrote“ stimmten mit Nein, 34 enthielten ihre Stimme. Dem Vorstand hätte schon eine Dreiviertelmehrheit gereicht.

Auch die geplanten Satzungsänderungen erhielten mit deutlicher Mehrheit (88,8%) den Segen der Mitglieder: 6.831-"Ja"-Stimmen, 858-"Nein"-Stimmen, 235 Enthaltungen. Was sich nach der Ausgliederung und den Satzungsänderungen alles ändern wird, erfahren Sie hier.

Der VfB Stuttgart wird nun in den nächsten Wochen die Verträge mit der Daimler AG unterzeichnen und so 41,5 Millionen Euro erhalten. Im Gegenzug bekommt der Autobauer 11,75 Prozent der Anteile an der neuen AG.

Geld für Neuzugänge und Baumaßnahmen

Für die maximal 24,9 Prozent der zu verkaufenden Anteile will der Verein insgesamt 100 Millionen Euro einnehmen. Das Geld soll den Club schnell wieder an die Top-Clubs der Liga führen und dazu beitragen, dass durch den sportlichen Erfolg auch andere Einnahmenquellen wie TV-Geld und Sponsoring größer werden.

In der Konsequenz hat Sportvorstand Jan Schindelmeiser nun auch einen deutlich größeren Handlungsspielraum, was Neuzugänge im Sommer angeht. Auch die geplanten Bauarbeiten, welche die Infrastruktur rund um das Clubzentrum und das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) verbessern sollen, werden nun zeitnah beginnen.