VfB Stuttgart

VfB-Sportchef Mislintat lobt Debütant Endo

VfB Stuttgart - Karlsruher SC 24.11.2019_6
Wataru Endo: Gegen extrem uninspirierte Heidenheimer hatte der Japaner auf der Sechs alles im Griff. Gut im Kopfballspiel, giftig in den Zweikämpfen. Einzig seine Aktionen mit Ball am Fuß könnten noch etwas mehr Genauigkeit vertragen - Note: 2,5 © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Mit Borussia Dortmund aber auch mit Arsenal London hat Sven Mislintat schon einige brisante Derbys erlebt. „Ich kenne die Bedeutung solcher Spiele und deshalb fühlt es sich heute auch doppelt gut an“, sagte der Sportdirektor des VfB Stuttgart erleichtert nach dem 3:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC. Mit der gezeigten Leistung der Mannschaft war Mislintat rundum zufrieden: „Ich fand unser Spiel sehr souverän.“ 

„Wir haben ihn nicht umsonst geholt“

Ein Extra-Lob gab es für den Japaner Wataru Endo, der bei seiner Startelf-Premiere eine starke Leistung ablieferte: „Wataru hat ein außergewöhnlich gutes Spiel gemacht. Er ist japanischer A-Nationalspieler und hat kein Problem mit dem Druck oder der Kulisse. Er ist es gewohnt, zu performen.“ Auf der Sechserposition vor der Abwehr gewann der 26-Jährige 79 Prozent seiner direkten Duelle und brachte 73 Prozent seiner Zuspiele an den Mitspieler. „Er ist ein super Junge, der uns auf vielen Positionen bereichert“, so Mislintat, „wir haben ihn nicht umsonst geholt.“

Einziger Wermutstropfen aus VfB-Sicht war an diesem Sonntag die Rote Karte für Kapitän Marc Oliver Kempf. Der war in der 87. Minute nach einem brutalen Foul an Christoph Kobald von Schiedsrichter Tobias Stieler vorzeitig zum Duschen geschickt worden. „Es ist eine klare, berechtigte Rote Karte“, sagte Sportchef Mislintat nach dem Spiel in der Mixed-Zone. „Meines Erachtens hat er die Situation komplett falsch eingeschätzt. Ich glaube, er hat ihn aber nicht erwischt. Das könnte strafmildernd wirken.“

Kempf selbst sprach nach dem Abpfiff von einer „dummen Aktion“. Im Auswärtsspiel beim SV Sandhausen am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) wird Kempf in jedem Fall fehlen. Über die Dauer der Sperre entscheidet das DFB-Sportgericht voraussichtlich im Laufe der Woche.

Walter strahlt, Gomez richtet den Blick nach vorne

Auf den Spielausgang hatte Kempfs Platzverweis keinen Einfluss mehr. „Der VfB war die bessere Mannschaft. Wir dürfen uns nicht beschweren“, befand KSC-Keeper Benjamin Uphoff. „Die Qualität, zurückzukommen, konnten wir heute nicht zeigen“, meinte sein Trainer Alois Schwartz: „Unter dem Strich war es eine verdiente Niederlage.“

Stuttgarts Cheftrainer Tim Walter strahlte nach dem überzeugenden Sieg: „Heute haben wir vorne die Effizienz an den Tag gelegt, die wir zuletzt nicht hatten.“ Routinier Mario Gomez, der zuletzt Anfang Oktober in der Startelf gestanden hatte, richtete den Blick direkt nach vorne: „Wenn wir glauben, dass wir eine gute Mannschaft sind, dann werden wir einige Spiele haben wie heute.“


WhatsApp-Newsletter zum VfB Stuttgart

  • Schneller und einfacher geht's nicht: VfB-News direkt auf's Handy per WhatsApp. Mit unserem VfB-Newsletter bleiben Sie auf Ballhöhe und sind immer bestens informiert. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie sich anmelden können
  • Sie haben unseren ZVW-WhatsApp-Newsletter bereits abonniert und wollen zusätzlich noch den VfB-Newsletter erhalten? Dann schicken Sie uns einfach via WhatsApp eine kurze Nachricht und wir schalten Sie für unseren neuen Service frei.