VfB Stuttgart

1:1-Unentschieden gegen die Eintracht: Der VfB Stuttgart erkämpft sich einen Punkt in Frankfurt

Fußball Bundesliga Eintracht  Frankfurt vs. VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart musste beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt ordentlich einstecken. Martin Hinteregger fällt hier den VfB-Profi Orel Mangala. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt trennten sich am Samstagnachmittag in einer umkämpften Partie mit 1:1. Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der beiden offensivstarken Teams konnte nur zu Beginn der zweiten Halbzeit wirklich überzeugen. Vor allem in der ersten Hälfte lag der Fokus bei beiden Mannschaften auf der Defensivarbeit, viele Zweikämpfe dominierten das Spielgeschehen. Stürmer Sasa Kalajdzic brachte den VfB in Führung (68.), Filip Kostic glich für die Frankfurter nur eine Minute später aus (69.). Die Schwaben können mit dem Punktgewinn gut leben und haben nun 33 Zähler auf dem Punktekonto.

Viele Zweikämpfe und wenig Torraumszenen in Halbzeit eins

Pellegrino Matarazzo vertraute gegen die Eintracht auf fast die exakte Elf, die den FC Schalke 04 am vergangenen Wochenende mit 5:1 abfertigte. Einzig Kapitän Gonzalo Castro musste auf der Bank Platz nehmen, für ihn rückte der beweglichere und flinkere Tanguy Coulibaly in die Startelf. Der junge Franzose sollte mit seinem Tempo gegen das Frankfurter Abwehrbollwerk aus Hinteregger, Ilsanker und Ndicka viele Lücken reißen. Für Castro rückte Philipp Förster zurück ins zentrale Mittelfeld.

Beide Teams deuteten schon zu Beginn an, in welche Richtung es gehen soll: per Balleroberung und schnellem Umschalten ins letzte Drittel kommen. So kam der VfB in der zweiten Spielminute zu seiner ersten Torchance, Silas Wamangituka schoss aus 16 Metern aber über den Kasten von Kevin Trapp. Dabei sollte es aber erstmal bleiben, in der Folge sorgten viele einfache Abspielfehler und Ballverluste für ein zähes Fußballspiel. Es gab kaum Strafraumszenen, dafür viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Das Spektakel, dass sich viele neutrale Beobachter erhofft hatten, blieb aus.

Auch nach rund 30 Minuten änderte sich das Bild der Partie nicht. Beide Mannschaften standen sicher in der Defensive, auch die sonst oft kritisierte Konterabsicherung funktionierte auf beiden Seiten. Vor allem das Heimteam ging rustikal zur Sache, sowohl Hinteregger als auch Ndicka fällten die VfB-Profis ein ums andere Mal. Kurz vor der Halbzeitpause kamen die Frankfurter zu ihrer ersten richtigen Torchance: Eine Flanke von Filip Kostic fand im Fünfmeterraum André Silva, der den Ball nur mittig aufs Tor bringen konnte. Gregor Kobel konnte sicher parieren. So ging es mit einem ereignislosen 0:0 zum Pausentee.

Offener Schlagabtausch: Beide Teams treffen innerhalb von zwei Minuten

Die zweite Hälfte startete mit mehr Tempo, beide Teams klappten das Visier auf. Nach einer Ecke hätte der VfB in der 53. Spielminute in Führung gehen müssen. Borna Sosa brachte die Flanke butterweich in den Strafraum, Dinos Mavropanos kam am Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball. Der Grieche konnte den Ball aber nicht aufs Tor bringen. Nur ein paar Minuten später hatten die Gäste Glück, dass Luca Jovic beim vermeintlichen 1:0 durch Filip Kostic im Abseits stand (55.).

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Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. In der 68. Minute ging der VfB zunächst in Führung. Marc Oliver Kempf schnappte sich am Mittelkreis den Ball, sprintete in die gegnerische Hälfte und chippte den Ball auf Sasa Kalajdzic. Der Österreicher brachte den Ball nach einer unsauberen Brustannahme aber irgendwie im Tor unter. Fast direkt im Gegenzug kamen die Frankfurter zum Ausgleich. Ein geblockter Schuss landete halblinks im Strafraum bei Filip Kostic, der den Ball mit seinem starken linken Fuß im langen Eck einschweißte (69.).

Nach turbulenten 25 Minuten beruhigte sich die Partie wieder, beide Teams schalteten einen Gang zurück. Frankfurt war dem 2:1 zwar näher als der VfB, konnte aus seiner Ecken-Flut in der Schlussphase aber zu wenig Kapital schlagen. So blieb es schlussendlich beim leistungsgerechten 1:1.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 1:1 (0:0)

Frankfurt: Trapp - Ndicka, Hinteregger, Ilsanker - Kostic, Sow, Hasebe (72. Rode), Durm (72. Toure, 82. Chandler) - Younes (86. Zuber), Jovic - Silva 

Stuttgart: Kobel - Mavropanos (70. Karazor), Anton, Kempf - Sosa (87. Cissé), Mangala, Coulibaly (62. Klimowicz), Endo, Wamangituka - Förster - Kalajdzic (87. Churlinov)

Tore: 1:0 Kalajdzic (68.), 1:1 Kostic (69.)

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Ndicka (27.), Hinteregger (31.) - Wamangituka (54.), Coulibaly (59.), Mangala (77.)

Besondere Vorkomnisse: