VfB Stuttgart

Acht Kandidaten für vier freie Plätze

Vormittagseinheit VfB-Trainingslager in St. Gallen_08.07.2019_21
Orel Mangala beim VfB-Trainingslager in St. Gallen Anfang Juli. © ZVW/Danny Galm

St. Gallen. Für ein Jahr war Mittelfeldspieler Orel Mangala in der letzten Saison vom VfB Stuttgart an den Hamburger SV verliehen worden. Jetzt ist der 21-jährige Belgier wieder da und kämpft in der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit in der 2. Liga um einen Stammplatz im VfB-Mittelfeld.

„Orel hat von dem Leihjahr profitiert“, sagt Sportdirektor Sven Mislintat, der sich freut, den zentralen Mittelfeldspieler wieder im Trikot mit dem roten Brustring zu sehen: „Er bringt eine Varianz und Qualität in den Kader, die wir super gut gebrauchen können.“ Auch Mangala fiebert der neuen Spielzeit entgegen. „Es tut gut, wieder hier zu sein“, sagt der 21-Jährige. 

Trainer Walter präferiert ein 4-4-2 mit Raute

Auf seiner bevorzugten Position im zentralen Mittelfeld („Ich kann als Sechser, Achter und Zehner spielen“) herrscht wie eigentlich überall im Stuttgarter Kader ein heißer Konkurrenzkampf. Tim Walter präferierte in den bisherigen Testspielen ein 4-4-2-System mit einer Raute im Mittelfeld. „Wir haben sechs absolute Topspieler plus zwei Herausforderer für die vier Positionen in der Raute“, sagt Sven Mislintat, „Orel weiß ganz genau, dass er sich dieser Konkurrenz stellen muss wie alle.“ 

Dabei darf sich Mangala mit seinen 21 Jahren neben Gonzalo Castro (32), Daniel Didavi (29), Atakan Karazor (22), Santiago Ascacibar (22), und Philipp Klement (26) immerhin schon zu den arrivierten Kräften zählen. Die hungrigen Talente Tanguy Coulibaly (18) und Roberto Massimo (18) scharren allerdings schon mit den Hufen.

Hinzu kommen noch Allzweckwaffe Luca Mack (19) und Stürmer Sasa Kalajdzic (22), der sich auch auf der Zehn wohlfühlt. Welches Quartett letztlich den Sprung in die Startelf schafft, wird sich erst Ende Juli im ersten Rundenspiel gegen Hannover 96 zeigen.

Mangala braucht noch Zeit, um das Sytsem zu verinnerlichen

In der vergangenen Saison war Mangala unangefochtener Stammspieler beim HSV. In 29 Liga- und fünf Pokalspielen stand er für die Hanseaten auf dem Rasen. Und auch beim VfB will der Belgier eine tragende Rolle einnehmen. „Es ist meine Aufgabe, mir einen Stammplatz zu erarbeiten“, sagt der gebürtige Brüsseler, „dafür muss ich aber jeden Tag hart arbeiten.“ Aufgrund seiner EM-Teilnahme mit der belgischen U-21-Nationalmannschaft stieß Mangala erst am vergangenen Sonntag zur Mannschaft.

Dementsprechend braucht der 1,78 Meter große Mittelfeldspieler noch ein bisschen Zeit, um das neue Spielsystem zu verinnerlichen. „Der Trainer will, dass wir flexibel sind und auf unseren Positionen die ganze Zeit rotieren“, erklärt Mangala. „Für mich ist das ganz neu. Wir spielen jetzt breiter und ich muss auch immer wieder in die Tiefe laufen.“

Ein „großer Bruder“  für Tanguy Coulibaly

Hilfreich sind ihm dabei neben seinen Mitspielern auch die Co-Trainer Michael Wimmer, Rainer Widmayer und Rainer Ulrich, die wie Cheftrainer Tim Walter während der Einheiten viele Kommandos geben. „Wir brauchen das, weil es für uns alle neu ist.“ Er selbst hilft dem jungen Franzosen Tanguy Coulibaly bei seinen ersten Schritten beim VfB.

Der Belgier und der 18-Jährige teilen sich im Teamhotel im Trainingslager in St. Gallen ein Zimmer und auf dem Platz fungiert Mangala immer mal wieder als Dolmetscher: „Das läuft sehr gut. Er ist ein witziger Typ, ein guter Mann. Ich übernehme ein bisschen die Rolle des großen Bruders und helfe ihm.“ Trotz des knallharten Konkurrenzkampfes soll schließlich auch ein Teamgeist entstehen.


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