VfB Stuttgart

Alarmstufe Dunkelrot beim VfB Stuttgart: Letzte Hoffnung Relegation?

Fußball  Hertha BSC Berlin vs. VfB Stuttgart
Die Profis des VfB Stuttgart stellten sich nach der Niederlage in Berlin den wütenden Fans. © Pressefoto Baumann

Der schwerste Gang für die Profis des VfB Stuttgart folgte nach dem Abpfiff. Mit 0:2 (0:1) ging am Sonntag (24.04.) das wegweisende Kellerduell bei Hertha BSC Berlin verloren und anschließend schleppten sich die geschlagenen Stuttgarter zu den mitgereisten Fans. Und hatte es zuletzt von dort trotz der mauen Ergebnisse aus den letzten Wochen noch aufmunternden Applaus gegeben, so blickten Sasa Kalajdzic und Co. zum Abschluss des 31. Spieltags fast ausschließlich in wütende und enttäuschte Gesichter im Gästeblock.

VfB unerklärlich mut- und körperlos

In den vorangegangenen 95 Minuten im Berliner Olympiastadion hatten die Schwaben all jene Tugenden vermissen lassen, welche die Hertha Spieler auf den Platz im Olympiastadion gebracht hatten. Unerklärlich mut- und körperlos war der VfB in die Partie gestartet. Bereits nach vier Minuten klingelte es im Kasten von Keeper Florian Müller.

„Die ersten Minuten haben wir völlig verschlafen. Schwer zu sagen, warum das passiert ist“, rang Abwehrspieler Waldemar Anton nach dem Abpfiff um Worte. „Das sind wir nicht - und das hat mir nicht gefallen“, gab sich auch Sven Mislintat schmallippig. Für den Stuttgarter Sportdirektor war die fahrlässig hergeschenkte Anfangsphase der entscheidende Faktor an diesem Spieltag: „Das war der Schlüssel für Hertha.“

Da Ishak Belfodil in der Nachspielzeit die nächsten Berliner Big Points im Abstiegskampf klarmachte, wird die Lage im Tabellenkeller für den VfB Stuttgart immer aussichtsloser. In Bad Cannstatt herrscht längst Alarmstufe Dunkelrot. Mit nun 32 Punkten – und somit vier Zählern Vorsprung auf den VfB – hat Hertha in den verbleibenden drei Partien alles in der eigenen Hand.

Letzte Hoffnung Relegation?

Und die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo? Die hat noch zwei Heimspiele (Wolfsburg und Köln) und ein Auswärtsspiel beim Meister in München vor der Brust.

Am kommenden Spieltag könnte dabei schon die Entscheidung fallen: Verliert der VfB sein Heimspiel gegen Wolfsburg und gewinnen die Berliner im Parallelspiel bei Arminia Bielefeld, können die Schwaben den direkten Klassenverbleib nicht mehr schaffen. Die letzte Hoffnung für die Stuttgarter wäre dann die Relegation gegen den Dritten aus der 2. Liga am 19. und 23. Mai.

Ein Szenario, das Fans, Spielern und Verantwortlichen noch in unguter Erinnerung ist und nicht nur deshalb irgendwie noch abgewendet werden soll. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Berlin stellt sich allerdings die Frage, wie das im Endspurt noch gelingen soll.