VfB Stuttgart

Atakan Karazor bald zurück im Training? Wie der VfB Stuttgart vorgehen will

Atakan Karazor
VfB-Mittelfeldspieler Atakan Karazor. © Danny Galm

VfB-Profi Atakan Karazor ist gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Meldeauflagen aus der Untersuchungshaft auf Ibiza entlassen worden. Inzwischen hat es laut einer Vereinsmitteilung vom Samstag (23.07.) eine erste telefonische Kontaktaufnahme mit dem Spieler gegeben.

Medizinische Tests und persönliche Gespräche

"Atakan Karazor wird in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurückkehren und zunächst leistungsdiagnostische und medizinische Tests absolvieren", heißt es weiter. Auf dieser Grundlage und nach persönlichen Gesprächen wollen die VfB-Verantwortlichen über eine Rückkehr ins Training entscheiden. Zum laufenden Verfahren wird sich der VfB auch weiter nicht äußern.

Wie das Landgericht der Balearen am Donnerstag (21.07.) mitteilte, beträgt die Kaution 50.000 Euro. Karazor, gegen den wegen der "mutmaßlichen Straftat der sexuellen Nötigung" ermittelt werde, dürfe nun auch Spanien verlassen. Er müsse aber für das Gericht, das den Freilassungsbeschluss gefasst hat, zur Verfügung bleiben und sich regelmäßig melden. Zudem dürfe er sich dem mutmaßlichen Opfer nicht nähern und mit ihm auch nicht kommunizieren, hieß es.

Mitte Juni war Karazor auf Ibiza festgenommen worden. Der 25-Jährige bestreitet jede strafbare Handlung. Karazor und sein gleichaltriger Freund werden von einer 18-jährigen Spanierin der Vergewaltigung beschuldigt.

Was Sportdirektor Sven Mislintat sagt

Karazor werde erst zu seiner Familie ins Ruhrgebiet und dann nach Stuttgart reisen, sagte Sportdirektor Sven Mislintat am Samstagabend nach dem Test gegen Valencia. "Jetzt warten wir mal ab, wann wir das in Training lenken können", so Mislintat.

"Für uns ist hundertprozentig klar, dass der Junge bei uns mittrainiert und ein Spieler von uns ist", betonte der 49-Jährige. "Das ist ein Mensch, der noch nicht mal angeklagt ist. Fakt ist: Wenn es irgendwann zur Anklage käme, dann muss man sich das anschauen. Aber so lange das nicht so ist, ist das ganz klar unser Spieler, unser Junge." Karazor solle sich "die Zeit nehmen, die er braucht, um sacken zu lassen was da überhaupt passiert ist. Dann wird er in zwei, drei, vier Tagen hier auftauchen."