VfB Stuttgart

Auf den Spuren von Benjamin Pavard

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VfB-Trainingslager in St. Gallen Tag 2_Vormittagseinheit_09.07.2019_28
Philipp Klement muss weiter individuell arbeiten. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie vom Vormittagstraining. © ZVW/Danny Galm
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Sportdirektor Sven Mislintat (li.) und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger (re.) flankieren Neuzugang Tanguy Coulibaly.
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Tanguy Coulibaly war in der vergangenen Saison hauptsächlich für die U19 von PSG zum Einsatz gekommen.

St. Gallen.
Der aktuelle Kader des VfB Stuttgart hat einen Altersschnitt von 24,2 Jahren. Damit ist die Truppe von Trainer Tim Walter hinter dem Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden (23,8) und Holstein Kiel (23,7) die drittjüngste Mannschaft der 2. Liga. Die vielen jungen Spieler im Stuttgarter Kollektiv sieht Sportdirektor Sven Mislintat dabei vor allem als Herausforderer: „Sie sind jung und sie sollen wachsen und lernen. Wir sollten nicht erwarten, dass sie nächstes Jahr alle 34 Spiele machen.“ 

„In Stuttgart kann ich viel lernen“

Einer dieser neuen „Jungen Wilden“ ist der erst 18-jährige Tanguy Coulibaly. Der Stürmer kam ablösefrei aus der U19 von Paris Saint Germain und hat beim VfB einen Vertrag bis 2023 unterschrieben.

Den Schritt aus dem Nachwuchsleistungszentrum des französischen Topclubs sieht der gebürtige Pariser dabei nicht als Rückschritt, sondern als das genaue Gegenteil. „In Paris wäre es für mich bei den Profis schwierig geworden, Fuß zu fassen. In Stuttgart kann ich viel lernen“, sagt Coulibaly beim Gespräch im Trainingslager in St. Gallen. Teambetreuer Peter Reichert fungiert dabei als Übersetzer. Die Entscheidung für den VfB und damit auch für die Zweitklassigkeit habe er aus „rein sportlichen Gründen“ getroffen: „Ich möchte mich weiterentwickeln und Profi werden.“

Auch der Weg von Benjamin Pavard habe in seinen Überlegungen eine nicht unwichtige Rolle gespielt. Der Lockenkopf kam im Sommer 2016 vom französischen Zweitligisten OSC Lille nach Stuttgart und entwickelte beim damals ebenfalls zweitklassigen VfB zum Nationalspieler. Mittlerweile spielt der Verteidiger für den FC Bayern München und wurde im letzten Sommer mit der „Équipe Tricolore“ in Russland Weltmeister. Eine Karriere, von der auch Coulibaly träumt. Der Franzose mit Wurzeln an der Elfenbeinküste will sich in Stuttgart auf Pavards Spuren begeben: „Benji hat hier brilliert und wurde Nationalspieler. Warum sollte ich ihm das nicht nachmachen können?“

Coulibaly sucht eine neue Herausforderung 

Coulibalys fußballerische Heimat ist der Pariser Vorortclub US Palaiseau. Aufgewachsen ist er mit seinen drei kleineren Brüdern und zwei kleinen Schwestern im Süden der französischen Hauptstadt. Im Alter von 13 Jahren wechselte er zu PSG, drei Jahre später ging’s ins Internat. Mit 18 Jahren und dem Abitur in der Tasche folgte nun der Wechsel nach Deutschland. Ein neues Land, eine neue Sprach, eine neue Kultur. „Das Einfache wäre gewesen, in Paris zu bleiben“, sagt Coulibaly, „aber ich will eine neue Herausforderung.“

Auf dem Platz kommen die Kommandos von Trainer Tim Walter immer auf Deutsch, aber mehr als den fußballerischen Grundwortschatz beherrscht „Tangi“, wie ihn seine neuen Teamkollegen nennen, noch nicht. Der Belgier Orel Mangala übersetzt. „Aber ich möchte so schnell wie möglich Deutsch lernen“, so Coulibaly. Der pfeilschnelle und technisch versierte Linksfuß will sich unter seinem neuem Cheftrainer beweisen und verspricht: „Ich werde im Training immer das Maximum geben und hoffe, dass ich dann einige Spiele machen kann.“ 

Mislintat und Walter wollen den Talenten Zeit geben

Seine Stärken sieht er im Eins-gegen-eins und in seiner Geschwindigkeit. „Aber es gibt noch viele Punkte, die ich verbessern muss.“ Und Tim Walter will Coulibaly dafür die nötige Zeit geben: „Er ist 2001 geboren und muss sich erst einmal anpassen und hier reinkommen.“ Auch Sportdirektor Mislintat tritt bei den Talenten auf die Bremse. Die Fehler aus der Vorsaison, als beispielsweise der junge Stürmer Nicolas Gonzalez in fast allen Partien auf dem Platz stehen „musste“ und in der Relegation zur tragischen Figur wurde, sollen sich nicht wiederholen: „Daraus müssen wir lernen. Die Jungen haben keinen Druck.“


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