VfB Stuttgart

Auslandsvermarktung: Im Windschatten des Investors

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Symbolbild. © Archiv / Palmizi / ZVW

Stuttgart.
Nachdem die VfB-AG nun auch formal ihre Arbeit aufgenommen hat und der VfB Stuttgart künftig auch sportlich wieder im Konzert der ganz Großen mitspielen darf, richten die VfB-Verantwortlichen den Blick auch auf andere Themenfelder. Stichwort: Auslandsvermarktung. „Als Erstliga-Verein haben wir mehr Möglichkeiten, was die Auslandsvermarktung angeht“, erklärte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich dazu am Freitag.

Die Daimler AG als strategischer Partner

Im Windschatten des neuen Investors und alten Sponsors, der Daimler AG, sollen die Vermarktungsaktivitäten des VfB im Ausland optimiert werden. „Wir sehen die Daimler AG nicht nur als Finanz-Investor, sondern auch als strategischen Partner“, sagt Wolfgang Dietrich. Besondere Aufmerksamkeit bekommen dabei die bisher noch wenig bis gar nicht erschlossenen Märkte in den USA und in China. 

In Atlanta wird im Dezember ein neues Stadion eingeweiht – das Mercedes-Benz Stadium. Der 700 Millionen Dollar-Bau soll sowohl dem ortsansässigen Footballclub Atlanta Falcons, als auch dem Fußballclub Atlanta United dienen und kann bis zu 75.000 Zuschauer fassen.Im August 2015 erwarb Mercedes-Benz USA die Namensrechte an der ursprünglich als New Atlanta Stadium geplanten Arena. Über die finanzielle Höhe des Vertrages wurde nichts bekannt. Es sei aber der höchste Einzel-Sponsorenvertrag in der Geschichte von Mercedes-Benz.

Nach mehreren Verzögerungen wurde die Einweihung der Arena für den 26. August 2017 angesetzt. In einem Spiel der Preseason sollen die Atlanta Falcons und die Arizona Cardinals aufeinandertreffen. Im September soll dann auch das runde Leder rollen.

„Wir sind im intensiven Austausch mit den Fußballverantwortlichen"

Über die Daimler AG kam so ein Kontakt zum schwäbischen Erstligisten zustande, der dadurch die Möglichkeit wittert, auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. „Wir sind im intensiven Austausch mit den Fußballverantwortlichen über eine Kooperation“, erklärt VfB-Präsident Wolfgang Dietrich dazu. Konkrete Planungen, wie dieser Austausch im Einzelnen aussehen könnte, gebe es aber noch nicht.  

Erste Gespräche mit Personen, die dem VfB helfen sollen auch den chinesischen Markt zu erschließen, sollen ebenfalls geführt werden. „Vielleicht hilft uns dabei auch die Tatsache, dass künftig eine chinesische Mannschaft in der Regionalliga Südwest startet“, so Wolfgang Dietrich. Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart spielt ebenfalls in Deutschlands vierthöchster Spielklasse. 

Der große Nachbar mit dem Stern auf dem Dach könnte also der große Türöffner für den chinesischen und den amerikanischen Markt werden. Aber Wolfgang Dietrich weiß: die Daimler AG alleine kann es nicht richten. Triebfeder der Auslandsvermarktung ist und bleibt der sportliche Erfolg: „Aber es ist natürlich hilfreich, wenn bereits dort Kontakte bestehen. Wir müssen nicht bei Null anfangen", so Dietrich.