VfB Stuttgart

Beziehungsstatus: kompliziert

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Schwankt immer wieder zwischen Genie und Wahnsinn: VfB-Angreifer Anastasios Donis. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Der Beziehungsstatus zwischen Stürmer Anastasios Donis und dem VfB Stuttgart bleibt weiter kompliziert. Beim Premieren-Sieg von Interimstrainer Nico Willig gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) war der stolze Grieche der gefeierte Mann, schoss nach 56 Minuten das Tor des Tages. Doch nach dem Abpfiff kritisierte er Ex-Trainer Weinzierl und beklagte die mangelnde Unterstützung im Verein. 

„In meinen Augen kann ein Trainer gut oder schlecht sein. Das ist das eine. Aber ich erwarte, dass er eine gute Kommunikation mit den Spielern pflegt“, grollte der Grieche in Richtung Markus Weinzierl, „dass er ihnen Selbstvertrauen gibt, ist das Wichtigste. Das war zuletzt nicht der Fall.“

„Mit jungen Spielern musst du sprechen“ 

Unter dem Ex-Coach der Schwaben hatte Donis häufig keine Rolle gespielt. Hauptgrund waren aus Sicht des Straubingers die Disziplinlosigkeiten des 22-Jährigen und Defizite im spieltaktischen Verhalten. Gerade in der Rückwärtsbewegung ließ Donis immer wieder das nötige Engagement vermissen.

Im Winter-Traininglager in La Manga hatte der griechische Nationalspieler zudem - gemeinsam mit Pablo Maffeo und Borna Sosa - einen Termin verschwitzt. Nach dem Gladbach-Spiel beklagte Donis jetzt die mangelnde Kommunikation von Markus Weinzierl - gerade mit Jungprofis wie ihm, Sosa oder dem inzwischen suspendierten Maffeo. „Mit jungen Spielern musst du sprechen. Du kannst sie, wenn sie schlecht spielen, nicht einfach rauswerfen, ohne mit ihnen zu reden.“ 

„Ich würde gerne bleiben“

Das hat sich jetzt nach Meinung des Griechen durch den Wechsel von Weinzierl auf Willig geändert. Der neue Coach sei „ein guter Typ und ein guter Trainer“, so Donis, der am späten Samstagabend - wie schon einige Male zuvor in seiner VfB-Zeit - ganz offen mit einem Wechsel kokettierte und mit deutlichen Worten gegen den Club schoss: „Ich kann nicht sagen, ob ich bleibe oder gehe. In meinen Augen habe ich nicht genügend Unterstützung im Verein.“

Der Vertrag des griechischen Nationalspielers in Stuttgart läuft noch bis zum 30. Juni 2021. „Ich würde gerne bleiben“, ergänzte Donis versöhnlich, „ich fühle mich hier wohl.“ Es wird aber wohl viel an der Personalie des neuen Cheftrainers hängen, ob der Grieche seinen Vertrag in Stuttgart erfüllt. Oder ob sich der 22-Jährige im Sommer eine neue Herausforderung sucht.


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