VfB Stuttgart

Christian Gentner glaubt fest an den Klassenverbleib

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Christian Gentner ist sich sicher: „Wir gehören nicht zu den drei schlechtesten Mannschaften der Liga." © ZVW/Danny Galm
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Stand in dieser Saison in allen Pflichtspielen auf dem Platz: Kapitän Christian Gentner.

Stuttgart. Mitten im komplizierten Abstiegskampf bezieht Kapitän Christian Gentner Stellung zu den wichtigsten Themen rund um den VfB Stuttgart. Der erfahrene Mittelfeldspieler über die sportliche Krise, die wegweisenden Spiele gegen Freiburg und Düsseldorf und seine eigene Zukunft.

„Wir lassen den Gegner zu einfach zu Toren kommen“, schimpft der 33-Jährige und meint damit nicht nur die jüngste 1:4-Pleite in München: „Solche Fehler machen es uns schon die ganze Saison schwer, die Spiele auf unsere Seite zu ziehen.“ 

Auf die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl warten am Sonntag gegen Freiburg und eine Woche später in Düsseldorf zwei wegweisende Spiele. „Endspiele sind es noch nicht, dafür ist es noch zu früh in der Saison“, sagt Gentner. Dennoch seien es „zwei enorm wichtige Partien“. Gerade dem Heimspiel gegen die Freiburger misst Gentner eine große Bedeutung bei. „Vor allem für die Stimmung.“

Und die war zuletzt schlecht. „Wir haben die Schnauze voll!“- und „Dietrich raus!“-Rufe hallten gegen Mainz und in München durch die Fankurve. Der Routinier weiß, wie wichtig die Unterstützung von den Rängen im knochenharten Abstiegskampf sein kann: „Egal wie die sportliche Situation war, die Fans haben uns immer unterstützt. Es liegt jetzt an der Mannschaft, den Funken überspringen zu lassen.“ Die Kritik einiger Anhänger an Präsident Wolfgang Dietrich kann er allerdings nicht nachvollziehen: „Das ist ein Nebenkriegsschauplatz, der uns in der aktuellen Situation nicht weiterbringt.“

„Eine Delle, die wir nach vor noch glätten können“

Vielmehr möchte sich der erfahrene Mittelfeldspieler auf das Sportliche konzentrieren. „Vielleicht haben wir das zu Saisonbeginn zu offensiv angegangen“, räumt Gentner ein. Beispielhaft dafür steht eine Aussage von Sportvorstand Michael Reschke, der vor dem Rundenbeginn gesagt hatte: „Ich lege mich jetzt schon fest: Wir werden nicht absteigen. Wir werden auch nicht groß in den Abstiegskampf geraten.“ 

Doch genau dort stecken die Schwaben zum Beginn der Rückrunde. Die aktuelle Krise will der 33-Jährige, der in in dieser Saison in allen Pflichtspielen auf dem Platz stand, nicht kleinreden, aber auch nicht über- und endgültig bewerten: „Wir sind ein Aufsteiger im zweiten Jahr. Wir haben eine Delle in der Vereinsentwicklung, die wir nach wie vor noch glätten können.“

Ich werde meine Karriere im Sommer nicht beenden

Dazu muss die Mannschaft jetzt punkten. „Wir wissen, dass wir nicht geliefert haben“, sagt der VfB-Kapitän und ergänzt: „Das Potenzial ist da, das sehe ich jeden Tag im Training. Wir bringen es nur nicht 90 Minuten auf den Platz.“ Aber liegt nicht genau darin die Gefahr? Dass sich das Team einredet, es sei zu gut, um abzusteigen?

Ähnlich war es den Stuttgartern beim letzten Abstieg in die zweite Liga vor drei Jahren ergangen. Doch hier widerspricht Gentner: „Dass wir, wenn positive Dinge im Spiel da waren, sagen, das müssen wir für die kommenden Wochen beibehalten, ist nichts Verwerfliches. Wir dürfen uns aber auch nichts vormachen.“ Vom Klassenverbleib ist er nach wie vor fest überzeugt: „Wir gehören nicht zu den drei schlechtesten Mannschaften der Liga. Ich glaube, dass wir das in den kommenden Wochen hinbekommen, und dann über dem Strich stehen werden.“  

Ob der Kapitän im Worst Case wie schon nach dem letzten Abstieg mit dem VfB in die 2. Liga gehen würde? „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“ Gentners Vertrag läuft zum Saisonende aus. Erste Gespräche über eine Verlängerung hatte es bereits vor dem Saisonstart gegeben. „Zu meiner Personalie gibt es momentan keinen neuen Stand“, sagt der zweifache Familienvater, „nur so viel: Ich werde meine Karriere im Sommer nicht beenden. Dafür fühle ich mich einfach noch zu fit.“


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