VfB Stuttgart

Darum hat sich Holger Badstuber für den VfB entschieden

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Holger Badstuber (29). © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Holger Badstuber hat beim VfB Stuttgart einen neuen Vertag unterschrieben. Der gebürtige Memminger fühlt sich in der schwäbischen Landeshauptstadt wohl und will langfristig etwas aufbauen. Seinen Traum von der Champions-League hat er ebenfalls noch nicht aufgegeben: „Der VfB hat definitiv das Potenzial, in einigen Jahren wieder international zu spielen.“

Viel Zeit zum Nachdenken habe er in den letzten Wochen gehabt, berichtete der 29-Jährige am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Dem ehemaligen Nationalspieler kamen einige Fragen: „Was will ich und was ist mir wichtig?“

"Hier kann etwas entstehen"

Es gab gleich mehrere Anfragen für den Linksfuß und auch einige Gespräche mit „attraktiven Clubs aus der Champions League“ (O-Ton Michael Reschke). Doch letztlich hat Badstuber das Paket beim VfB Stuttgart überzeugt.

Eine Rolle rückwärts sei das keineswegs: „Ich muss mich wohlfühlen und eine Verbindung zum Verein, zur Stadt und zu den Fans haben – das war bei den Angeboten nicht der Fall.“

In Stuttgart hingegen fühlt sich der Innenverteidiger wohl und hat ein gutes Gefühl: „Hier kann etwas entstehen. Das habe ich im letzten halben Jahr gemerkt.“

"Der Verein hat definitiv das Potenzial, in einigen Jahren wieder international zu spielen"

Badstuber will eine ordentliche Vorbereitung absolvieren, „damit ich die Basis für die neue Saison legen kann“. Seinen Traum von der Champions League hat er mit der Entscheidung für Stuttgart ebenfalls noch nicht zu den Akten gelegt.

„Ich will hier etwas aufbauen. Das ist ein Prozess, aber die Weichen sind gestellt“, sagt Badstuber. „Der Verein hat definitiv das Potenzial, in einigen Jahren wieder international zu spielen.“

Auch hofft er, nächste Runde gemeinsam mit Benjamin Pavard auf dem Platz zu stehen: „Benji ist ein super Spieler. Er stabilisiert sich jetzt gerade auch in der Nationalmannschaft. Momentan gehe ich davon aus, dass er nächstes Jahr bei uns spielt. Mit seiner Klasse ist er sehr begehrt. Das ist logisch.“

Spielt der VfB im nächsten Jahr mit der Dreierkette?

Mit Holger Badstuber, Marc Oliver Kempf, Timo Baumgartl, Marcin Kaminski und Benjamin Pavard hat der VfB Stuttgart zum Vorbereitungsstart fünf Innenverteidiger unter Vertrag.

Ein Problem sei das allerdings nicht: „Wir hatten ein langes Gespräch mit dem Trainer, der schon ins Auge gefasst hat, mit einer Dreierkette zu spielen. Dann sind fünf Innenverteidiger nicht zu viel", sagt Sportvorstand Michael Reschke.

Konkurrenz sei immer da, meint Holger Badstuber. „Wir haben gute und junge Leute, aber ich traue mir schon einiges zu. Ich bin heiß und will mich verbessern.“