VfB Stuttgart

Das lange Warten auf Didavi und Donis

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Eine der Hoffnungsträger beim VfB Stuttgart: Anastasios Donis. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. 
Kalt, grau, keine Zuschauer und auch keine Tore: Vergnügungssteuerpflichtig war das torlose Remis des VfB Stuttgart im nicht-öffentlichen Testspiel gegen den VfR Aalen gewiss nicht. VfB-Trainer Markus Weinzierl war dennoch zufrieden: „Das Testspiel hat seinen Sinn und Zweck erfüllt. Wir haben in den ersten 45 Minuten mit der besten Aufstellung, die uns momentan zur Verfügung steht, gespielt und die Belastung gehabt, die wir uns gewünscht hatten.“

Die Weinzierl-Elf offenbarte dabei auch gegen den Tabellenachtzehnten der 3. Liga altbekannte Probleme. Spielerische Lösungen zu finden, um gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen, fällt den Stuttgartern weiter schwer. „Klar geht es immer besser, aber ich kenne solche Testspiele“, sagte Weinzierl nach der Partie, „die sind oft relativ zäh.“

So steht es um Daniel Didavi und Anastasios Donis

Zwei Spieler, die dem lahmen Offensivspiel der Schwaben wieder mehr Schwung verleihen könnten, fehlen seit Wochen verletzt: Daniel Didavi und Anastasios Donis. Ob die beiden rechtzeitig für das kommende Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen fit werden, ist noch völlig unklar. Trainer Weinzierl will keine Prognose abgeben. Das lange Warten auf die Offensivspieler scheint aber vorerst kein Ende zu nehmen.

Bei Stürmer Donis, der sich seit Wochen mit einem Muskelbündelriss im Oberschenkel herumplagt, steht am Wochenende eine weitere MRT-Untersuchung auf dem Plan. „Dann wissen wir mehr“, sagt Weinzierl, „und können eventuell die Belastung steigern.“

Mittelfeldspieler Didavi stand zwar gegen Nürnberg im Kader, ist aber noch lange nicht wieder bei einhundert Prozent. Weinzierl: „Gegen den FCN hatten wir ein sehr wichtiges Spiel und sind ein Risiko eingegangen. Jetzt haben wir ihn wieder rausgenommen. Er ist immer noch nicht schmerzfrei. Ziel ist es, dass er ohne Spritzen spielen und trainieren kann.“

Weinzierl: „Das Auftaktprogramm war trainerunfreundlich“

Egal ob mit Didavi oder Donis: Der Sieg in Nürnberg soll der Grundstein für eine erfolgreiche schwäbische Aufholjagd werden. „In einer schwierigen Phase relativ souverän zu gewinnen, gibt Selbstvertrauen“, so Weinzierl.

Der erste Dreier unter seiner Regie hat auch dem Cheftrainer gut getan: „Es war nicht angenehm, dreimal hintereinander zu verlieren. Aber das Auftaktprogramm war trainerunfreundlich. Das waren drei Teams in Hochform.“

Bis Weihnachten muss das Team weiter punkten, um nicht den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld zu verlieren. Vorläufig bis zum Jahreswechsel dürfen mit Leon Dajaku und Antonis Aidonis auch zwei Talente aus der Stuttgarter U 19 bei dem Profis mittrainieren. Weinzierl: „Durch die dünne Kaderbesetzung und die Verletzungen bekommen sie jetzt eine Chance.“