VfB Stuttgart

Dem VfB fehlen Ideen und Durchschlagskraft

Gonzalo Castro im Spiel gegen Mainz 05_0
Auch Gonzalo Castro (re.) konnte in Mainz das Offensivspiel des VfB nicht beleben. © ZVW/Danny Galm

Mainz.
Der FSV Mainz 05 bleibt der Angstgegner des VfB Stuttgart: Zum Bundesliga-Auftakt verpassten die Mainzer der Korkut-Elf nach dem Pokalaus in Rostock direkt den nächsten Dämpfer. Mit 1:0 (0:0) siegten die 05er am Sonntagnachmittag in der Opel-Arena. 2005 glückte den Schwaben der letzte Sieg in Mainz.

Warum der VfB Stuttgart in Mainz leer ausging, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse:

Formation und Aufstellung

Im Vergleich zum Pokalaus in Rostock veränderte VfB-Trainer Tayfun Korkut seine Startelf zum Bundesliga-Auftakt beim FSV Mainz 05 auf drei Positionen: Für Timo Baumgartl, Daniel Didavi und Dennis Aogo rückten Benjamin Pavard, Christian Gentner und Santiago Ascacibar in die erste Elf. Etwas überraschend verzichtete Korkut auf Anastasios Donis, Berkay Özcan und Marc-Oliver Kempf, die nicht im 18er-Kader für das Auftaktmatch standen. In der Opel-Arena agierten die Schwaben im gewohnten 4-4-2-System.

Spielidee und Taktik

Ausgehend von einer stabilen Defensive versuchten sich die Stuttgarter immer wieder mit langen Bälle ins letzte Drittel zu spielen. Die kopfballstarken Gomez und Gonzalez waren die Zielspieler. Organisiert von Weltmeister Pavard und Holger Badstuber stand die VfB-Defensive über weite Strecken sattelfest und auch im Mittelfeld brachten Santiago Ascacibar und Kapitän Gentner Stabilität ins Stuttgarter Spiel.

Spielentscheider

War der Patzer von Innenverteidiger Holger Badstuber, der sich in der 76. Minute in einem Laufduell mit Robin Quaison den Schneid abkaufen ließ. Der mitgelaufene Anthony Ujah musste den Ball anschließend nur noch ins leere Tor schießen. Die schwäbische Schlussoffensive verpuffte wirkungslos.

In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel setzte sich so schlussendlich die beherztere und giftigere Mannschaft durch. Dem Offensivspiel der Stuttgarter fehlten wie schon beim Pokalaus in Rostock die Durchschlagskraft und Ideen.

Auf den Punkt gebracht

"Wir waren gegen Ende die entschlossenere Mannschaft, deshalb haben wir heute verdient gewonnen”, sagt der Mainzer Trainer Sandro Schwarz nach der Partie. VfB-Coach Tayfun Korkut trauerte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel den beiden dicken Chancen seiner Mannschaft hinterher: "Wenn wir im ersten Durchgang etwa durch Christian Gentner oder Nicolás Gonzalez in Führung gehen, dann kann sich das Spiel in eine ganz andere Richtung entwickeln."  

VfB-Kapitän Christian Gentner sprach von Kleinigkeiten, welche die Partie entschieden haben und richtete den Blick direkt nach vorne: "Wir werden die Partie genau analysieren, die Ruhe bewahren, weiter hart an uns arbeiten und uns akribisch auf unser erstes Heimspiel vorbereiten.“

Ähnlich sah es auch Torhüter Ron-Robert Zieler: "Es war insgesamt ein durchwachsenes Spiel von beiden Seiten und daher eigentlich ein typisches Unentschieden. Eine Unachtsamkeit hat dann gereicht, sodass wir nicht mindestens den einen Punkt mitgenommen haben, der hier drin gewesen wäre."

Ausblick

Der VfB Stuttgart empfängt am kommenden Wochenende den FC Bayern München. Anpfiff des Spiels gegen den Meister ist am Samstagabend um 18.30 Uhr. Der FSV Mainz 05 reist am 2. Spieltag nach Nürnberg. Das Spiel beim Aufsteiger aus Franken steigt am Samstag um 15.30 Uhr.