VfB Stuttgart

Der Mann für die entscheidenden Tore

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Mit seinem Jokertor in der 114. Spielminute hat Hamadi Al Ghaddioui den VfB ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. © ZVW/Danny Galm

Hamburg.
Es war eine Explosion. Tim Walter brüllte seine Freude über den Treffer von Hamadi Al Ghaddioui mit weit aufgerissenen Augen in den kalten Hamburger Abendhimmel. Wenige Augenblicke zuvor hatte sein Joker nach nur 209 Sekunden gestochen und die Schwaben in der 114. Minute mit einem Schuss aus der Drehung ins Pokalachtelfinale katapultiert. Die anschließende Stuttgarter Jubeltraube wollte schier nicht enden, dabei waren noch sechs Minuten auf der Uhr. Wie groß der Druck war, der nach dem 2:6-Debakel vom Samstag und den drei Liga-Pleiten in Serie auf den Schultern der VfB-Profis lastete, ließ sich an der Reaktion nach Al Ghaddiouis Tor ablesen.

Kompakte Grundordung und vier Personalwechsel beim VfB

Auf das Acht-Tore-Spektakel vom Wochenende folgte am Dienstagabend ein ausgeglichenes Pokalspiel mit wenigen Torchancen - und nach 120 intensiven Minuten einem jubelnden VfB Stuttgart. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung haben sich die Schwaben in der 2. DFB-Pokalrunde durchaus verdient gegen den Hamburger SV durchgesetzt. „Der VfB ist heute sicherlich nicht unverdient in die nächste Pokalrunde eingezogen“, sagte HSV-Trainer Dieter Hecking auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Es war natürlich nicht zu erwarten, dass es noch einmal so ein Showdown wie am Samstag wird.“ 

Mit einer kompakten 4-3-2-1-Grundordnung und vier Personalwechseln - unter anderem die erfahrenen Badstuber und Castro für die am Wochenende schwachen Awoudja und Insua - waren die Schwaben nach den sechs Gegentoren vom Wochenende in die Partie gegangen. „Wir haben heute versucht, das Spiel ein bisschen kompakter anzugehen und das ist uns glaube ich ganz gut gelungen“, bilanzierte VfB-Trainer Tim Walter. „Ich bin sehr sehr stolz auf meine Mannschaft, weil sie eine tolle Moral bewiesen hat“, so der Stuttgarter Chefcoach, der sich gewohnt kämpferisch präsentierte: „Wir haben schön auf die Fresse bekommen und gezeigt, dass wir Respekt verdient haben.“

"Kurz und trocken": Al Ghaddioui wird erneut zum Matchwinner

Respekt verdient hat sich in jedem Fall VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui. Mit seinem Jokertor erzielte er wie schon beim Erstrunden-Sieg in Rostock (1:0) den entscheidenden Treffer. Auch beim Last-Minute-Erfolg im Spitzenspiel in Bielefeld war der Neuzugang vom SSV Jahn Regensburg der „Man of the Match“. Der 29-jährige Deutsch-Marokkaner ist der Mann für die entscheidenden Tore.

Seinen Treffer beschrieb er anschließend in der Mixed-Zone wie folgt: „Ich drehe mich und haue den Ball rein ins kurze Eck. Und das war es eigentlich. Kurz und trocken.“ Wegen einer Entzündung im Knie hatte er das Ligaspiel in Hamburg verpasst und auch im Pokal reichte es nur für einen Kurzeinsatz. „Es hat heute nur für 15 Minuten gereicht, aber ich denke, so schlecht war es jetzt nicht“, sagte der Stürmer schmunzelnd.


Infos zur Achtelfinalauslosung:

Gespielt werden die Pokalachtelfinals am 4./5. Februar. Die Paarungen werden am Sonntag um 18 Uhr im Deutschen Fußballmusuem in Dortmund ausgelost. Ex-Skistar Felix Neureuther gibt die Losfee.


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