VfB Stuttgart

Der VfB bezwingt auch die TSG Hoffenheim

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Mario Gomez bejubelt seinen ersten Treffer im Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Mario Gomez hat den VfB Stuttgart am Samstag mit einem Doppelpack zu einem 2:0-Heimsieg über die TSG 1899 Hoffenheim geschossen. In einer emotionalen und rassigen Partie musste der Aufsteiger ab der 66. Minute in Unterzahl spielen. Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar war im letzten Heimspiel der Saison mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Doch auch mit einem Mann mehr auf dem Platz konnte die Elf von Trainer Julian Nagelsmann das schwäbische Abwehrbollwerk nicht knacken.

VfB-Trainer Tayfun Korkut hatte gegen die Gäste aus dem Kraichgau zum dritten Mal in Folge auf dieselbe Startelf gesetzt, die zuletzt zweimal nacheinander siegreich und ohne Gegentor (2:0 gegen Bremen, 1:0 in Leverkusen) geblieben war. 

TSG-Coach Julian Nagelsmann musste seine Anfangself im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Hannover auf vier Positionen verändern: Statt Benjamin Hübner (muskuläre Probleme), Pavel Kaderabek (5. Gelbe Karte), Kerem Demirbay (Sprunggelenksverletzung) sowie Serge Gnabry (Addukorenverletzung) standen Harvard Nordtveit, Steven Zuber, Florian Grillitsch und der Ex-Stuttgarter Lukas Rupp in der ersten Elf.

Hoffenheim startet furios, aber Stuttgart schießt das Tor

Vor ausverkauftem Haus (58.312 Zuschauer) starteten die Gäste aus dem Kraichgau furios: Mit viel Mut und Tempo erspielten sich die „Nagelsmänner“ bereits in den ersten 15 Minuten drei dicke Torchancen. 

Zunächst konnte der am Boden liegende Benjamin Pavard in höchster Not klären (5.), Mark Uth scheiterte am aufmerksamen VfB-Keeper Zieler (9.) und Andrej Kramaric schob die Kugel nur knapp am rechten Torpfosten vorbei (12.).

Es dauerte bis zur 20. Minute ehe es zum ersten Mal auch vor dem Hoffenheimer Tor gefährlich wurde. Erik Thommy steckte durch auf Mario Gomez, doch der Nationalstürmer wurde im letzten Moment noch entscheidend von Havard Nordtveit gestört. 

Bei der nächsten Gelegenheit machte es der 32-jährige Angreifer besser und vollstreckte nach einer Hereingabe von Kapitän Christian Gentner eiskalt - sein erster Treffer vor heimischem Publikum seit dem 9. Mai 2009. 

Gelb-Rot: Santiago Ascacibar fliegt vom Platz

Mit der Führung im Rücken taten sich die Hausherren etwas leichter, ließen aber immer wieder Chancen der TSG zu. So verpasste beispielsweise Kramaric eine Schulz-Flanke nur haarscharf (33.). Die Stuttgarter standen phasenweise extrem tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Kontergelegenheiten.

In Durchgang zwei mussten die Stuttgarter auf Abwehrchef Holger Badstuber verzichten, der aufgrund einer Reaktion im Oberschenkel in der Kabine bleiben musste. Eine Vorsichtsmaßnahme von Trainer Tayfun Korkut. Für den 29-Jährigen kam Marcin Kaminski in die Partie. 

Ebenfalls in die Partie kam Anastasios Donis, der mit seinen Tempo-Dribblings für Entlastung sorgen sollte. Die TSG hatte auch in den zweiten 45 Minuten mehr Spielanteile, kam aber im Gegensatz zum ersten Durchgang nur noch selten gefährlich vor das Tor von Ron-Robert Zieler. 

In der 66. Minute kassierte Stuttgarts Mittelfeld-Abräumer Santiago Ascacibar für ein Foul am eingewechselten Robert Zulj seine zweite Gelbe Karte und musste vorzeitig zum Duschen. 

Der VfB schlägt ein zweites Mal eiskalt zu

In Unterzahl zogen sich die Schwaben noch weiter zurück und stachen in der 74. Minute ein zweites Mal eiskalt zu: Erik Thommy schickte Mario Gomez auf die Reise und der Nationalstürmer ließ den jungen Kevin Akpoguma links liegen und schob den Ball durch die Beine von TSG-Keeper Baumann zum 2:0 in die Maschen.

Auf der Gegenseite landete die beste TSG-Chance am linken Torpfosten: Nico Schulz hatte den eingewechselten Adam Szalai bedient, der das Leder mit dem Oberschenkel ans Aluminium setzte (78.).

Hoffenheim warf mit einem Mann mehr auf dem Platz jetzt alles in die Wagschale und in der 81. Minute wurde ein Kopfballtor von Szalai aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Die Stuttgarter verteidigten leidenschaftlich und Keeper Ron-Robert Zieler hielt mit einer spektakulären Parade in der Nachspielzeit die Null.


VfB Stuttgart - TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)

Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Badstuber (46. Kaminski), Pavard, Insua - Ascacibar, Aogo - Gentner, Thommy (75. Mangala) - Ginczek (61. Donis), Gomez

Ersatzbank: Grahl (Tor), Akolo, Özcan, Bruun Larsen

Trainer: Tayfun Korkut

Hoffenheim: Baumann - Akpoguma, Vogt, Nordtveit (50. Szalai) - Zuber (67. Hack), Grillitsch, Schulz - Rupp (22. Zulj), Amiri - Uth, Kramaric

Ersatzbank: Kobel (Tor), Bicakcic, Polanski, Passlack

Trainer: Julian Nagelsmann

Tore: 1:0 Gomez (25.), 2:0 Gomez (74.)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Santiago Ascacibar (66.)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer: 58.312 (ausverkauft)