VfB Stuttgart

Der VfB hofft ein zweites Mal auf den Trainereffekt

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VfB-Interimstrainer Nico Willig. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Die Karte mit der Aufschrift „Trainerwechsel“ hat der VfB Stuttgart in dieser Saison nun schon zum zweiten Mal gezogen. Nachdem der Wechsel von Korkut auf Weinzierl nicht den erhofften Effekt hatte, muss der Trumpf mit Interimstrainer Nico Willig jetzt stechen. Für die Schwaben steht viel auf dem Spiel. Dem Traditionsclub droht der dritte Abstieg der Vereinsgeschichte.

Mit seiner klaren Ansprache und seinem Optimismus hat Nico Willig immerhin schon für einen kleinen Stimmungsaufheller gesorgt. Im Anbetracht der historischen Pleite in Augsburg und der bedrohlichen Tabellensituation muss das schon als kleiner Erfolg gewertet werden. Willig will Emotionen und Dynamik in die leblose VfB-Mannschaft bringen und die Verantwortlichen hoffen ein zweites Mal in dieser Saison auf den Trainereffekt.

„Ich muss den Zugang zu den Spielern finden“

Der erste Versuch mit Markus Weinzierl, der im Oktober letzten Jahres auf  Tayfun Korkut folgte, ging daneben. Zum Auftakt setzte es für den Straubinger drei krachende Pleiten (0:3 gegen Dortmund, 0:4 gegen Hoffenheim, 0:3 gegen Frankfurt) und man bekam den Eindruck, dass Weinzierl die Mannschaft nicht erst in den letzten Wochen seiner Amtszeit verloren, sondern sie zu keinem Zeitpunkt seiner sechsmonatigen Amtszeit wirklich erreicht hat.

Das soll nun also in extrem kurzer Zeit dem ehemaligen und zukünftigen U-19-Trainer der Schwaben gelingen. „Die Mannschaft steckt in einem Tal drinnen. Ich muss den Zugang zu den Spielern finden. Das ist entscheidend“, sagte Nico Willig am Mittwoch bei seiner offiziellen Vorstellung. Mit der Stuttgarter A-Jugend war der 38-Jährige sehr erfolgreich. Willigs „Junge Wilde“, die jetzt bis Saisonende von Co-Trainer Daniel Teufel betreut werden, sind drei Spieltage vor Schluss auf Meisterschaftskurs und stehen zudem im DFB-Pokalfinale. 

Der Trainerwechsel muss direkt seine Wirkung entfalten

„Ob man seine Arbeit aus der U19 in den Profibereich übertragen kann, ist fraglich“, merkte Dieter Hecking, der Trainer des kommenden Gegners Borussia Mönchengladbach, an. Der scheidende Bourssen-Coach erwartet am Samstag (18.30 Uhr / ZVW-Liveticker) aggressive Stuttgarter: „Von der Mentalität her möchte der neue Trainer alles von seiner Mannschaft sehen. Das sind die üblichen Dinge, die ein Trainerwechsel vier Spieltage vor Schluss bewirken kann.“

Dem Heimspiel gegen die Elf vom Niederrhein kommt eine richtungsweisende Bedeutung zu. Gelingt es Nico Willig, den auf seiner Antrittspressekonferenz versprühten Optimismus auf die Mannschaft und damit auch auf den Platz zu übertragen, ist gegen die kriselnde Borussia (nur ein Sieg aus den letzten fünf Spielen) mehr als nur ein Achtungserfolg möglich. Und mit Blick auf die Tabelle eigentlich auch zwingend notwendig.

Klar sein dürfte allerdings ebenfalls: Der Trainerwechsel muss dieses Mal direkt seine Wirkung entfalten. Ansonsten drohen zwei Relegationsspiele – oder im „Worst Case“ der direkte Abstieg in die 2. Liga.


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