VfB Stuttgart

Deutliche Worte von Kapitän Gentner

Fußball FC Schalke 04 vs. VfB Stuttgart_0
Ein enttäuschter Stuttgarter Kapitän nach der Niederlage gegen den FC Schalke 04. © Danny Galm

Gelsenkirchen.
82 Sekunden benötigte der FC Schalke 04 am Sonntagabend, um alle Hoffnungen des VfB Stuttgart auf einen Punktgewinn in der Veltins-Arena zu zerstören. Nach dem Doppelpack von Naldo (46.) und Burgstaller (47.) war die zweite Saisonniederlage der Schwaben so gut wie besiegelt. Sportvorstand Michael Reschke sprach nach dem Spiel von einer „brutal kalten Dusche“, die es seiner Mannschaft extrem schwer gemacht habe.

Deutliche Worte vom Kapitän

„Wenn du zweimal so schnell Gegentore bekommst, ist es klar, dass es ganz schwer wird, etwas Zählbares mitzunehmen“, analysierte Torhüter Ron-Robert Zieler im Nachgang. Nabil Bentalebs früher Führungstreffer vom Elfmeterpunkt (4.) war bereits der 20. Elfmeter in Folge, den Zieler passieren lassen musste. Einen Elfer hat der 28-Jährige in seiner Bundesliga-Karriere noch nicht gehalten.

Der doppelte Blitzstart der Königsblauen gegen die Stuttgarter Schlafmützen, erinnerte Kapitän Christian Gentner an den frühen Gegentreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit am 1. Spieltag gegen Berlin: „Wir zahlen gerade eine Menge Lehrgeld. Auch in Berlin haben wir direkt nach der Halbzeit ein Tor kassiert. Stellen wir diese Fehler nicht ab, sind wir ein Abstiegskandidat.“

Deutliche Worte vom Kapitän, der auf Schalke mit 11,52 abgerissenen Kilometern zwar der lauffreudigste VfB-Profi war, von den Schalker aber clever aus dem Spiel genommen wurde. So konnte der erfahrene Kapitän der jungen Mannschaft (Altersschnitt 24,6 Jahre) nur wenig helfen.

Keeper Ron-Robert Zieler muntert auf

Nach drei Spieltagen rangiert der VfB Stuttgart mit drei Punkten auf dem 14. Tabellenplatz. Klar ist, dass der Aufsteiger die nötigen Punkte für den Klassenerhalt nicht beim FC Schalke einfahren muss.

Anders verhält es sich mit dem nächsten Gegner, dem VfL Wolfsburg. Am Samstag (15:30 Uhr/ZVW-Liveticker) gastieren die Wölfe in der Mercedes-Benz Arena und mit den eigenen Fans im Rücken will der VfB an die guten Ansätze aus dem Schalke-Spiel anknüpfen.

„Insbesondere in der ersten Hälfte gab es auch Dinge, die wir sehr gut gemacht haben. Darauf müssen wir aufbauen“, munterte Keeper Ron-Robert Zieler seine jungen Teamkollegen auf. Gegen Wolfsburg könnte dann auch Holger Badstuber wieder zum VfB-Kader gehören.

Ginczek für Wolfsburg noch keine Option

Am Montag trainierte der Innenverteidiger noch individuell, aber es ist gut möglich, dass der 28-Jährige Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. "Wir bringen ihn nur, wenn das Risiko kalkulierbar ist“, sagte Hannes Wolf gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Auf Daniel Ginczek wird Hannes Wolf allerdings auch nochgegen die „Wölfe“ verzichten müssen. Das Knie-Ödem bereitet dem Stürmer weiter Probleme. Wann Ginczek wieder voll einsteigen kann, ist noch unklar.

Sein Sturmpartner Simon Terodde wartet derweil weiter auf sein erstes Bundesliga-Tor. Gegen Mainz nagelte Terodde einen Elfmeter an den Pfosten und auch auf Schalke lies der Torjäger ebenfalls eine sehr gute Gelegenheit liegen.Trainer Hannes Wolf aber vertraut seinem Torjäger: "Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn er keine Möglichkeiten hätte. Ich bin überzeugt, dass er bald treffen wird“, so Wolf gegenüber der StZ.