VfB Stuttgart

Die Eintracht-Offensive überrollt den VfB Stuttgart

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Marc Oliver Kempf (2): Wuchtige Kopfbälle hat auch Marc Oliver Kempf im Angebot. Gegen Leverkusen und Frankfurt krachten die Versuche nur gegen die Latte. Zuvor gegen Dortmund und Mainz traf der Neuzugang aus dem Sommer nach Standardsituationen. © ZVW/Danny Galm
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Esswein im Duell mit dem Ex-Stuttgarter Filip Kostic © ZVW/Felix Arnold
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Ozan Kabak und Ante Rebic im Duell um den Ball © ZVW/Felix Arnold
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Daniel Didavi (ab der 46. Minute für Andreas Beck): Der Offensivmann wurde zur Halbzeit eingewechselt, um dem VfB-Spiel neue Akzente zu verleihen, spielte jedoch unauffällig und hatte keine gefährlichen Aktionen – Note: 4 © ZVW/Felix Arnold
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Marc Oliver Kempf: Gewohnt hellwach und kompromisslos in der Zweikampfführung. Zudem mit bärenstarkem Kopfballspiel. Ein ganz starker Auftritt - Note: 2 © ZVW/Felix Arnold
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Benjamin Pavard trottet enttäuscht vom Spielfeld. © ZVW/Felix Arnold
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Nach der Niederlage in Frankfurt bekommt der VfB Stuttgart plötzlich Druck von unten. © ZVW/Felix Arnold
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Gemeinsam verschwindet die Mannschaft in die Katakomben © ZVW/Felix Arnold

Frankfurt. Der ehemalige Stuttgarter Filip Kostic hat Eintracht Frankfurt am Sonntagabend zum Sieg über den VfB Stuttgart geschossen. Beim 3:0 (1:0) in der Frankfurter Arena traf der Serbe doppelt (45.+1/64.), Luka Jovic sorgte kurz vor Schluss für den Endstand (84.). Und während die Eintracht-Fans von der Champions League träumen, verharren die Schwaben weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz.


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Für den VfB steht jetzt am kommenden Samstag ein wegweisendes Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg an. Die lange Zeit abgeschlagenen Franken könnten nach dem 3:0 gegen Augsburg mit einem weiteren Dreier im direkten Abstiegsduell bis auf einen Punkt an Stuttgart heranrücken. "Wir wissen, dass es eine schwierige Saison ist. Wir müssen das Positive aus der ersten Halbzeit sehen. Es geht darum, dass wir 15. werden. Das ist das Ziel", sagte VfB-Coach Markus Weinzierl.

Seine Startformation hatte er im Vergleich zum 1:1 gegen die TSG Hoffenheim auf zwei Positionen: Für den gelbgesperrten Santiago Ascacibar rückte Christian Gentner in die erste Elf und der schnelle Nicolas Gonzalez erhielt im Sturm den Vorzug vor dem bulligen Mario Gomez. Eintracht-Coach Adi Hütter nahm hingegen gleich drei Änderungen an seiner Anfangsformation vor: Touré (nicht im Kader), Gacinovic (verletzt) und Paciencia (Bank) wichen für Ndicka, Jovic und Haller.

Kempf per Kopf an die Latte

Die Partie in der ausverkauften Frankfurter Arena hatte schon in den ersten 45 Minuten einiges zu bieten. Die „Büffelherde“ um die Eintracht-Stürmer Haller, Jovic und Rebic setzte die VfB-Defensive direkt unter Druck. Aber die erste Großchance gehörte den Schwaben: Marc Oliver Kempf stieg nach einer Castro-Ecke am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf an die Latte (7.). 

Auf der Gegenseite musste Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler mit einer Doppelparade gegen Sebastian Rode retten (26.). In einer wilden Begegnung mit vielen intensiven Zweikämpfen musste dann VfB-Kapitän Christian Gentner mit einer Wadenverletzung vom Feld (34.). Für den Routinier kam Daniel Didavi in die Partie, in der die abstiegsbedrohten Stuttgarter über weite Strecken gut mithielten. Die SGE agierte oft zu pomadig im Aufbauspiel, war aber über ein schnelles und schnörkelloses Umschaltspiel gefährlich.

Die schwäbische Abwehrreihe um Weltmeister Benjamin Pavard konnte das 0:0 allerdings nicht in die Halbzeitpause bringen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam der Ex-Stuttgarter Filip Kostic im Strafraum an den Ball und hämmerte die Kugel aus spitzem Winkel in die Maschen. VfB-Keeper Zieler und Innenverteidiger Kabak gaben bei dem 57. Gegentor der Schwaben in dieser Saison keine gute Figur ab. 

Ex-Stuttgarter Kostic schnürt Doppelpack

Aus der Pause kamen die Adler mit viel Schwung. Im letzten Drittel fehlte der Mannschaft von Adi Hütter aber die nötige Präzision und Zielstrebigkeit. So verspielten beispielsweise Kostic und Haller nach einer Stuttgarter Ecke eine sehr gute Kontermöglichkeit (51.). Besser machte es der Serbe nach 64 Minuten: Nach einem präzisen Pass von Ante Rebic stürmte er alleine auf Zieler zu und schob dem ehemaligen Nationalkeeper den Ball durch die Beine. 2:0 für die Eintracht. Die Konterabsicherung der Schwaben hatte überhaupt nicht funktioniert.

Dem VfB-Spiel fehlte in der zweiten Halbzeit die Balance und so kam die Eintracht um ein Haar zu ihrem dritten Treffer. Ante Rebic traf nur das Außennetz (72.). Die Hessen spielten die Partie in der Schlussphase souverän zu Ende. Zu einer nennenswerten Torchance kam die Weinzierl-Elf nicht. Den Deckel endgültig drauf machte dann kurz vor Schluss Luka Jovic, der nach guter Vorarbeit von da Costa nur noch einschieben musste (84.).


Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 3:0 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Hinteregger, Hasebe, Ndicka - da Costa, Rode, Fernandes, Kostic (89. Willems) - Rebic (85. Paciencia) - Haller (75. de Guzman), Jovic

Stuttgart: Zieler - Insua, Kempf, Pavard, Kabak, Beck - Zuber (72. Aogo), Castro, Gentner (34. Didavi) - Esswein, Gonzalez (79. Gomez)

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Tore: 1:0 Kostic (45.+1), 2:0 Kostic (64.), 3:0 Jovic (84.)

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Haller (40.), Hasebe (58.) / Insua (39.)